Sonntag, 5. Januar 2014

Test: Perl Izumi P.R.O. Softshell Jacket

Genau wie für die Überschuhe so wurde es auch Zeit für eine neue Winterjacke. Ich habe ja mit der Rapha Hardshell Jacke in Altgold geliebäugelt. Sehr schöne, ausgefallen Farbe. Aber 290 Euro waren mir dann doch etwas zu teuer, auch wenn es noch nicht herausragend ist. Andere Hersteller verlangen für ihre Topmodelle sogar noch mehr.

Also habe ich mich auf die Suche gemacht und versucht eine dezente, schlichte, warme, winddichte und halbwegs wasserfeste Jacke mit Fronttasche zu finden, was gar nicht so einfach ist. Fündig geworden bin ich bei Pearl Izumi.

P.R.O Softshell Jacket, Pro ist immer gut dachte ich mir, das Türkis fand ich recht hübsch und als Preis waren 190 Euro ausgerufen.

Features:
  • Weiches, "kuscheliges" Fleece Innenfutter
  • Armstulpen mit Daumenloch die bis in die Mitte der Hand reichen
  • Fronttasche mit Reisverschluss und Loch um ein Kopfhörerkabel durchzuziehen
  • Rückentasche mit grossem, horizontalem Reisverschluss und drei Innentaschen
  • Kragenweite per Zipper einstellbar
  • Diverse Reflektoren
  • Enger Schnitt, "Race Fit"
In den letzten Tagen habe ich einige Fahrten mit der Jacke absolviert. Die Temperaturen waren dabei zwischen 3 und 8° Celsius, teilweise hat es geregnet. Ich bin immer über die Strasse gefahren und es gab genügend schnelle Abfahrten für aussagekräftige Winddichtigkeit Tests und Anstiege zum Test der Atmungsaktivität.

Positiv:
  • Die Jacke ist tatsächlich weitgehend winddicht.
  • Das Fleece Innenfutter trägt sich auch direkt auf der Haut angenehm, z.b. mit einem kurzen Unterhemd, wenn es nicht ganz so kalt ist.
  • Natürlich fängt man in der Jacke an zu schwitzen, besonders wenn man zu viel Lagen darunter an hat (mein Spezial Gebiet). Winddichtigkeit und Atmungsaktivität schliessen sich zu einem gewissen Grad aus. Allerdings leistet die Jacke in dieser Hinsicht dass, was man meines Erachtens bestenfalls erwarten kann.
  • Ich konnte die Jacke bisher leider, leider nicht in stundenlangem, strömenden Regen testen. Den Regenschauern hat die Jacke allerdings gut standgehalten und auch wenn es nass wurde war es immer noch warm.
  • Die Fronttasche ist sehr praktisch zur Aufbewahrung elektronischer Gadgets wie Mobile Phones, Fotoapparaten oder MP3 Playern (Walkman könnte eng werden). Die Geräte lassen sich so (theoretisch, praktisch würde ich so was niemals !! tun) auch bequem während der Fahrt bedienen. Tatsächlich war dies einer der Punkte warum ich diese Jacke gekauft habe.
  • Die Rückentasche fasst grosse Dinge wie Regenjacken, hält aber durch die Unterteilung auch kleine Dinge wie Werkzeug, Ersatzschlauch, Energieriegel am Platz.
  • Die Reisverschlüsse lassen sich auch mit Handschuhen gut einfädeln und bedienen. Die Lasche lässt sich "anklappen" und schlenkert daher nicht während der Fahrt.
  • Die Arme sind lang genug um bis über die Handschuhe zu reichen. Ich habe die Jacke in M und bin knapp über eins-achzig. Die Stulpen dichten, besonders wenn sie unter die Handschuhe angezogen werden, hervorragend ab. Kalte Luft hat keine Change von untern in den Ärmel zu "kriechen".
  • Passform: Die Jacke ist eng geschnitten, "Race-Fitt". Arme und Rücken lang genug, da gibt es nix zu meckern. In M kann ich immer noch genug drunter anziehen wenn es wirklich kalt wird und das Thermometer unter 0 Grad fällt.
Verbesserungsfähig:
  • Die Fronttasche sollte mit einem wasserdichten Material gefüttert sein, um elektronische Geräte nicht dem Treibhausklima auszusetzen, dass im Inneren der Jacke herrscht.
  • Mit Handschuhen ist es ein fast ein Ding der Unmöglichkeit Etwas während der Fahrt aus den Innentaschen der Rückentasche herauszunehmen. Der Reibungskoeffizient zwischen Handschuh und Tasche ist einfach zu hoch. Das Problem wäre einfach behoben, wenn die Tasche innen mit einem glatten Stoff gefüttert wäre, der bestenfalls den Inhalt ebenfalls vor dem Treibhausklima im Inneren schützt.
  • Das Material der Armstulpen nimmt mit Begeisterung Feuchtigkeit auf, gibt sie aber nicht mehr her. Das resultiert recht schnell in einem Gefühl von nassen Lappen, die um die Unterarme gewickelt sind. Das die Materialwahl an dieser Stelle versagt hat, merkt man auch nach dem Waschen. Das Fleece fühlt sich auch im "nassen" Zustand noch vergleichsweise angenehm an, die Stulpen sind einfach nur nass und brauchen auch bei weitem länger, bis sie getrocknet sind. Die Stulpen reichen übrigens bis etwa zur Hälfte des Unterarmes.









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