Sonntag, 9. März 2014

Leistungsdiagnostik


Letzte Woche war ich nach Jahren mal wieder bei der Leistungsdiagnostik. Mein Verein, der Tri Sport Saar Hochwald hat von Stefan Tamberg einige Gutscheine erhalten und ich war einer der "Glücklichen", die einen abgestaubt haben.

Stefan ist der Inhaber des Instituts für Sportdiagnostik & Gesundheitsmanagement und, wie er mir erzählt hat schon lange Jahre in der Leistungsdiagnostik engagiert. Unser Team Captain, der die Gutscheine verteilt hat, hat uns zu zweit zu Stefan geschickt, damit wir uns gegenseitig Beistand leisten können.

Als ich kurz nach vier in Dillingen eintreffe ist Uwe schon da und gerade dabei den Fragebogen mit allen möglichen Angaben zu sportlichem Werdegang, Trainings- und Gesundheitszustand auszufüllen. Dann gehts auch schon los. Zuerst wird das Gewicht und die Zusammensetzung des Körpers (Fett, Muskeln, Wasser, Knochen) mit einer Körperfettwaage (Bioelektrische Impedanzanalyse) mit vier Kontaktpunkten (Füße und Hände) bestimmt. Danach wird der Blutdruck gemessen und wir werden einem 15 Minuten Test mittels Omegawave unterzogen. Letzteres ersetzen natürlich keine sportmedizinische Untersuchung, gibt aber sicher einen ganz guten Anhaltspunkt wie es insgesamt um einen bestellt ist. Aber das ist ja auch nicht der Grund warum wir hier sind.

Also weiter aufs Ergometer. Wir fahren einen klassischen Stufentest. Beginnend bei 50 Watt kommen alle drei Minuten 50 Watt dazu. Stefan quält uns nicht bis zur Auslastung, sondern bricht den Test ab, als wir weit genug "im roten Bereich" sind und er genug Daten hat. Das ist jetzt natürlich schlecht zum Angeben, aber anschliessend können wir noch aufrecht stehen und liegen nicht besinnungslos auf dem Boden. Hat ja auch was.

Ich fahre das erste Mal überhaupt eine Spiroergometrie, dabei wird nicht nur das Laktat gemessen, sondern auch die Zusammensetzung der Atemgase. Das lässt Schlüsse insbesondere auf den Stoffwechsel zu. Bei welcher Belastung der Körper Fett oder Kohlenhydrate verbrennt und wie lange eine bestimmte Belastung durchgehalten werden kann. Die Bestimmung der einzelnen Trainingsbereiche lässt sich so bei weitem exakter durchführen als nur mittels einer Laktatmessung. Allerdings muss man dazu eine Atemmaske tragen, an deren Öffnung die Sonde sitzt. Was soll ich dazu sagen? Ich habe es nicht gerade genossen. Besonders in der zweiten Hälfte des Testes hatte ich permanent das Gefühl nicht genügend Luft zu bekommen. Objektiv reicht es natürlich, manche stört es mehr, andere weniger. Aber was macht man nicht alles um den Erkenntnisgewinn zu steigern.

Mein Test wurde nach 20 Minuten abgebrochen, also nach zwei Minuten von drei in der 350 Watt Stufe bei einem Puls von 196. Nach einigen weiteren lockeren Minuten auf dem Ergometer (immer noch mit Maske) während denen die Erholungsfähigkeit gemessen wurde war es auch schon vorbei.

Stefan hat uns dann die ersten Ergebnisse direkt auf dem Bildschirm gezeigt und erklärt. Alles im grünen Bereich, sowohl Uwe als auch ich sind in gutem Zustand und haben keine eklatanten Schwächen gezeigt. Zwei Tage später haben wir elektronische Post bekommen mit den genauen Auswertungen.

Es gibt ein Anschreiben, in dem die wichtigsten Daten zusammengefast sind, dazu einzelne Berichte zu den HF-Trainingsbereichen, zu dem VO2-Peak, eine Reihe von Harbor-UCLA Grafiken, zur Kardiopulmonalen Leistungsdiagnostik, zur maximalen Fettverbrennungsrate und die Ergebnisse der Antropometrie und Bioimpedenzanalyse, insgesamt 12 Seiten.

In diesem Berg von Daten kann man sich leicht verlieren. Aber besser zuviel als zu wenig. Was man nicht versteht, kann man sich von Stefan erklären lassen und im Zweifel beschränkt man sich auf die Angabe der Trainingsbereiche (Welche Belastung innerhalb welchen Herzfrequenzbereiches liegt). Auch das setzt natürlich eine gewisse Kenntnis der Trainingstheorie voraus, aber ich gehe mal davon aus, dass wer eine Leistungsanalyse macht mit der Thematik vertraut ist.

Ich war von meinen Werten positiv überrascht und es scheint, dass mein Pi-mal-Daumen Training gar nicht so verkehrt war. Für so 'nen alten Knacker war's zumindest ganz ok, aber entscheidend ist ja was auf der Strasse ankommt. Wir werden sehen. Zumindest gibt mir das noch mal einen extra Motivationsschub. Ich denke ich werde auch im Sommer eine weiter Leistungsdiagnostik machen, um mal zu sehen, wie sich die Werte über die Saison verändern.

Der normale Preis für das Paket beträgt übrigens faire 159 Euro. Aktuell, sozusagen als Frühjahrsmotivationshilfe, sind 139 Euro ausgerufen. Guckt ihr am besten auf der Facebook Seite von Stefan Tamberg.










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