Samstag, 5. September 2015

Ready for Rumble in the Palatinate Forest

So, morgen ist mein persönlicher "Race Day of the Year", die deutsche Bergmeisterschaft in Ramberg. Black Prince ist wie aus dem Ei gepellt, das Auto ist seit 17:00 gepackt. Alles dabei: Lizenz - check, Helm - check, Schuhe - check, Sicherheitsnadeln - check, Rad - check ... Ich habe in den letzten Wochen meine durchschnittliche Schlafdauer auf satte 8:30 gebracht (Urlaub sei dank) und war zuletzt zehn Tage im "Höhentrainingslager", äh Urlaub in den Bergen. Heute habe ich noch eine letzte Trainingsfahrt unternommen und dabei noch einen Strava-KOM eingesackt, von dem ich eigentlich dachte, dass er ausser Reichweite wäre. Gut für die Nerven.

Ich werde bei den Masters 2 (40-49) starten. An der Stelle Danke an den Veranstalter, die Altersklassen über der Elite Masters zu nennen und nicht Senioren, wie es üblicherweise heißt.

Hier und hier habe ich über die Strecke und das Rennen geschrieben. In meiner Klasse sind 33 Fahrer gemeldet. Start ist um 12:45.

In den letzten Wochen habe ich in erster Linie an meiner anaeroben Kapazität und im VO2 max Bereich gearbeitet. Die Kunst dabei ist, zum richtigen Zeitpunkt das Training zu reduzieren um "am großen Tag" mit bestmöglicher Form am Start zu stehen. Das ist eine der Vorteile des Trainings mit einem Powermeter. Der Trainingsimpuls (eine Kombination aus Intensität und Umfang) lässt sich damit genau bestimmen. Je höher dieser Impuls ausfällt, umso erschöpfter ist man zunächst. Diese Erschöpfung wird als Short Term Stress (STS) bezeichnet. Auf der anderen Seite löst der STS aber auch die Anpassungsreaktionen des Körpers aus, die Leistungsfähigkeit verbessert sich. Dies wird als Long Term Stress (LTS) bezeichnet, man könnte es auch einfach "Form" nennen.

Am Race Day sollte der LTS über dem STS liegen, die Differenz (Stress Balance = SB) also positiv sein. Wie hoch diese Kennzahl idealerweise sein sollte, ist von Sportler zu Sportler unterschiedlich.


Die Grafik zeigt meinen Formaufbau seit April. Die blaue Linie ist die Form (LTS), die rote die Müdigkeit (STS), grau ist die Differenz, die Stress Balance SB. Am Ende sieht man gut die Tapper Phase. Ich reduziere das Training, STS fällt, allerdings beginnt auch die Form zu sinken.

Die Kunst ist hier, das Training zum richtigen Zeitpunkt zu reduzieren um noch genügend Form (LTS) zu haben, gleichzeitig aber nicht mehr müde von den vorangegangenen Einheiten zu sein.

Bei mir wird der SB morgen 26 betragen.  Das ist vergleichsweise hoch. Das könnte bedeuten, dass ich diese Woche ruhig noch etwas härter hätte trainieren können. Auf der anderen Seite ist es wichtig nicht schon müde an den Start zu gehen. Ich werde in späteren Posts noch mehr en detail auf die verschiedenen Werte und wie man diese interpretiert eingehen.

Und jetzt: Revorery Time!! Ab ins Bett.

Links:
Radsport Bezirk Südpfalz mit allen Infos zur Deutschen Meisterschaft Berg 2015
Programmheft

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen