Montag, 25. Juli 2016

Zaitfuehren ob der Musel

Das ist Luxemburgisch und bedeutet, die Übersetzung ist keine Herausforderung, Zeitfahren an der Mosel. Zehn flache Kilometer Mosel abwärts von Remich nach Ehnen mit einem recht engen Wendepunkt einen Kilometer vor dem Ziel. Die Strecke führte teilweise über den Radweg entlang der Mosel, teilweise über die Nationalstraße. Dort lief der Verkehr ganz normal, das stellte aber kein Problem dar, der Platz reicht locker für Autos und Radfahrer. Durch die Schleifen der Mosel ist die Strecke gar nicht so einfach wie man beim Blick auf das Profil vermutet, denn egal wie der Wind steht, irgendwo kommt er immer von vorne oder zumindest nicht von hinten. Da kann man sich schon mal verschätzen.

Das Rennen wurde als Jedermann-Rennen ausgetragen, das bedeutete dass man auch ohne Lizenz und mit nicht UCI-regelkonformen Zeitfahrrädern fahren durfte. Gleichzeitig war das Rennen die Vereinsmeisterschaft des RSC Obermosel-Winchringen.

Am Start fanden sich alle Leistungs- und Alterskategorien. Der jüngste Starter Lennard Hau war gerade mal sieben Jahre alt, der älteste Starter, Hans May stolze 77. Es gab Starter mit normalen Rennrädern, solche die es mit der Aeroposition nicht so genau nahmen und eine ganze Reihe mit vollen Zeitfahr-Equipment. Die Zeiten in der Spitze waren dann auch recht flott und immerhin zehn Fahrer blieben unter 14 Minuten.

So in etwa stelle ich mir das bei den englischen Zeitfahren vor. Dort starten ja auch alle Leistungsklassen in einem Rennen und es kann schon mal vorkommen, dass der Clubfahrer von dem  Zeitfahrweltmeister überholt wird. Vielleicht starten ja auch mal einige der Luxemburger Profis in den nächsten Jahren? Das wäre ein coole Sache.

Mein Rennen? Ich war ganz zufrieden. Ohne spezielle Vorbereitung und mit einem etwas kurz geratenen Aufwärmen konnte ich immerhin die viertschnellste Zeit gesamt und die beste Masters Zeit für mich verbuchen. Für nächstes Jahr muss ich aber doch nochmal an meiner Zeitfahrposition arbeiten. Dringend! Als erstes brauche ich einen anderen Sattel auf dem ich das Becken weiter nach vorne kippen kann. Für die paar Minuten muss es zwar nicht bequem sein, aber so wie es im Moment ist, mache ich noch mehr Katzenbuckel als ich ohnehin schon habe. Das sieht ja fürchterlich aus!

Ganz und gar nicht fürchterlich sondern im Gegensatz allererste Sahne war die Organisation der Veranstaltung durch Muselbikes und den RSC Winchringen. Es gab eine elektronische Zeitmessung, personalisierte Startnummern, eine anständige Startrampe, ausreichend Streckenposten, Geschenke für jeden Teilnehmer, eine Magnum Flasche Luxemburger Cremant für die Sieger und ausgelassene Stimmung im Ziel. Und das Wetter hat größtenteils auch gehalten. Was will man mehr? Ich kann nur sagen: Weiter so und bis 2017!

Ich bin mir nicht ganz sicher, da man die Startnummer nicht sehen kann, aber das sollte der jüngste Teilnehmer sein, Lennard Hau vom RSC Wincheringen, der die 10,4 Kilometer in beachtlichen 22:27 gefahren ist (27,8 km/h)

Hans May, auch vom RSC Wincheringen, mit 77 der Älteste. Man beachte das kleine Kettenblatt!

Ja, die Position bedarf wirklich einer dringenden Verbesserung!

 Podest Masters

Prost!

 

 

 


Links:
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