Donnerstag, 13. Juli 2017

Strava Neuland

Das ist mir schon lange nicht mehr passiert, eine Tour ohne ein einziges Strava Segment. Eine jungfräuliche Runde über 55 km durch den saarländischen Hochwald rund um Losheim am See! Eigentlich ganz entspannend, wenn man nach der Rückkehr nicht schon wieder aufgezeigt bekommt, wo man den KOM nur um Sekunden oder um Minuten verpasst hat oder wo man weit hinter seiner Bestzeit zurückgeblieben ist.


Bei allem Spaß den Strava bringt, wäre es ohne vielleicht doch schöner. So tendiert man doch immer wieder dazu diesen einen Berg, diesen einen Abschnitt Vollgas zu fahren, obwohl der Trainingsplan anderes vorsieht. Oftmals ist der Vergleich interessant und lässt sich natürlich auch toll im Training nutzen. Man kann deutlich sehen, wenn man sich verbessert. Aber eben auch wenn man sich verschlechtert. Und oftmals ist es einfach nur Stress und viel zu viel Information. Das fällt erst auf, wenn man eine Runden ohne Segmente erwischt. Mein erster Blick nach der Tour heute galt der Strava-App und ob ich an den Bergen der Schnellste war. Aber wen interessiert es? Ist es nicht viel wichtiger, dass es eine tolle Runde über kleine Nebenstraßen war, die ich schon Ewigkeiten nicht mehr gefahren bin? Durch den herrlich grünen Hochwald, fast ohne Verkehr, auf gutem Asphalt. Nur das Geräusch der Reifen, das Surren der Kette und irgendeinem Knacken an meinem Rad.


Kommentare:

  1. Toll ich auch den Tacho hinten in die Trikottasche zu stecken und "frei Schnauze" zu fahren...:D

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    1. Ohne Display am Lenker ist es ein "naket ride". Aber da siehst du hinterher ja doch die Segmente. Ähnlich, aber nicht das gleiche. :-)

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