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Mittwoch, 1. April 2020

Breaking: 2020 Gemeinsame Austragung von Giro, Tour und Vuelta

Heute gab es sensationelle Radsport-Neuigkeiten! Gut unterrichtete, verlässliche Quellen berichten von fortgeschrittenen Gesprächen zwischen der UCI und den Veranstaltern der drei großen Landesrundfahrten, Giro d'Italia, Tour de France und Vuelta Espana über eine gemeinsame "Super-Rundfahrt" im Herbst 2020.

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Zuge der Corona-Krise haben zu zahllosen Absagen jedweder Art von Veranstaltung auf der ganzen Welt geführt. Im Radsport wurden alle Rennen, von den kleinsten Jedermann-Events bis zu den Monumenten abgesagt. Der Giro wurde auf einen unbestimmten Termin im Herbst verlegt, die Tour de France ist derzeit mit dicken Fragezeichen versehen. Statt der im Gespräch befindlichen Austragung ohne Zuschauer erscheint eine Verschiebung wahrscheinlich. Leider wird die Zeit zwischen der anvisierten Wiederaufnahme der Saison im August und einem späten Ende der Saison im November  nicht ausreichen, um alle abgesagten Rennen nachzuholen.


Die einzige Grand Tour die nach jetzigen Stand "safe" scheint, ist die Vuelta. Eigentümer der Vuelta ist die ASO, was die Gespräche sicherlich vereinfacht haben dürfte, denn die Vuelta muss aus jetziger Sicht am meisten "abgeben".

Wahrscheinlichster Termin für die "Europa-Tour" ist der 4. bis zum 27. September. Die Weltmeisterschaft in der Schweiz wird auf das erste Oktober Wochenende verschoben. Danach sollen die italienischen Frühjahrs- und Herbstklassiker (Strade Bianche, Mailand - San Remo, Lombardei Rundfahrt) statt finden. Die belgischen Klassiker, Paris-Roubaix und die Ardennen Rennen könnten  dann im November gefahren werden.

Zu der Strecke der dann einzigen Gran Tour der Saison 2020 sind bisher nur wenige Eckpunkte bekannt, ein Start in Rom scheint wahrscheinlich. Nach einem Prolog im Vatikan und einer ersten Etappe rund um Rom und Ziel vor dem Kolosseum wendet sich das Rennen gen Norden. An der Adria soll es ein Mannschaftszeitfahren geben, bevor es weiter Richtung Mailand und in die Lombardei geht. Die Königsetappe der ersten Woche soll über das Stilfser Joch führen. Am Ende der ersten Woche werden die Fahrer dann in Frankreich zunächst zwei weitere Bergetappe bewältigen müssen, bevor der erste Ruhetag am 14. September ansteht. Dienstags folgt ein klassisches Bergzeitfahren auf den Mont Ventoux. Danach könnte das Rennen weiter durch das Zentral Massiv und an das Mittelmeer führen. Als möglicher Etappenort kommt zu diesem Zeitpunkt etwa Perpignan in Frage. Die dritte Woche des Rennens wird dann auf spanischem Boden stattfinden.

Die letzte Etappe wird, als Tribut und Zugeständnis an die größte der drei Rundfahrten, die Tour, traditionell in Paris auf den Champs-Élysées über die Bühne gehen.

Eine interessante und bis jetzt dem Vernehmen nach noch vollkommen offene Frage ist die Gestaltung des Trikots des Gesamtführenden. Eine kreative Kombination aus Pink, Gelb und Rot erscheint wahrscheinlich, obwohl dies eine überaus schwierige Farbkombination ist.

Der Vuelta Start in den Niederlanden fällt damit 2020 flach, soll aber 2021 nachgeholt werden.

Nun ist zu hoffen, das die derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise im Sommer wieder schrittweise gelockert werden können und einem aufregendem Radsport-Herbst nichts zum Wege steht.

Freitag, 10. Mai 2019

Statisten für die Tour de France gesucht!

Diese Woche habe ich eine Email bekommen, die ich trotz Blog-Sabatical unbedingt teilen muss!

Wer schon immer davon geträumt hat die Tour de France zu fahren, für den es aber zu einer Karriere als Radprofi nie gereicht hat, der bekommt jetzt vielleicht eine späte Chance in die Vergangenheit abzutauchen und bei der legendären Tour de France 1998 mitzufahren. Das Jahr in dem die Tour in Irland startete, der Festina Skandal den Radsport an den Abgrund brachte, als Ullrich zwischenzeitlich auf dem Weg zu einem zweiten Tour Sieg war und Marco Pantani auf der Höhe seiner Karriere nach dem Giro auch die Frankreich Rundfahrt gewann.

In den nächsten Wochen beginnen in Luxembourg die Dreharbeiten zu einem Kinofilm, der vor der Kulisse der 98er Tour die Geschichte eines Domestiken am Ende seiner Karriere erzählt. "The Racer" handelt von dem belgischen Radprofi Dom Chabon, der in seinen späten 30ern ist und als einer der besten Wasserträger der letzten 20 Jahre in der Tour gilt. Eine aufopferungsvolle Rolle, Tempo machen, Windschatten und Hilfe geben um dem Sprinter des Teams den Sieg zu ermöglichen und bei der ein eigener Erfolg nicht zur Debatte steht. Im Geheimen träumt Dom aber davon das gelbe Trikot zu tragen - wenigstens ein einziges Mal vor dem Ende seiner Karriere. Am Start seiner wahrscheinlich letzten Tour de France wird Dom von seinem Team, für das er sein Leben aufgeopfert hat, ohne großes Aufhebens von der Startliste gestrichen. Sein bester Freund Sonny, der Team Masseur, kann ihm seine Zukunftsängste nicht nehmen. Eine zufällige Liaison mit Lynn, der jungen irischen Ärztin, lindert den Rückschlag und Dom beginnt zu akzeptieren und sich sogar anzufreunden mit der Vorstellung eines bürgerlichen Lebens. Als er seine Sachen packt um nach Hause zu reisen und seine entfremdete Schwester zu treffen, stellt ein massiver Doping-Fehler einen Teamkameraden ins Aus und Dom ist zurück im Sattel.


So weit die Synopsis auf der Seite der Produktionsgesellschaft. Die Hauptrollen sind bereits besetzt und jetzt geht es darum ein Peloton und Fahrer und Betreuer für das Team AUSTRANGE zu finden! Für die Peloton Szenen werden etwa 50 männliche Radsportler zwischen 18 und 40 Jahren gesucht, die sich in einem Fahrer-Feld bewegen können und sportlich genug aussehen, um als Radprofi durchzugehen. Für diese Szenen ist ein Boot Camp und einige Drehtage in Luxembourg Ende Mai und Anfang Juni geplant. Wer als Fahrer für das Team AUSTRANGE gecastet wird, dreht sogar in Irland!

Bei allen Rollen handelt es sich um bezahlte Statisten-Rollen. Für die Drehtage in Irland beinhaltet das natürlich auch Flug, Hotel und Verpflegung. Insgesamt sind etwa 16 Drehtage plus das dreitägige Boot Camp angesetzt, das bereits am 12. Mai beginnen soll.

Für wen das interessant klingt und wer nähere Infos haben möchte, der sollte sich schnellstmöglich bei der Casting Agentur Tara Donnell melden. Via Mail an casting@taradonnell.com oder Facebook.

Also ich habe meine Daten mal gesendet und wenn es klappt, wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja doch noch zur Tour de France!

Montag, 30. Juli 2018

Chad Hagas #oversimpLeTour

Wow, jetzt ist die Tour de France 2018 auch schon wieder vorbei. Und was war das für ein Rennen! John Degenkolb konnte eine fantastische, chaotische Kopfsteinpflaster Etappe in Roubaix gewinnen. Richie Porte war wieder vom Pech verfolgt und musste nach einem Sturz aussteigen. Vincenzo Nibali stürzte im Anstieg nach Alp d'Huez und fuhr mit einem gebrochenen Wirbel schneller als die übrigen Favoriten. Philippe Gilbert stürzte in einen Abgrund und fuhr die 60 Kilometer bis ins Ziel mit einer gebrochener Kniescheibe. Französische Bauern haben die Straße blockiert und die Tour de France für einen kurzen Moment aufgehalten (was vielen Fahrern die Tränen in die Augen trieb). Lotto NL-Jumbo hat das Rennen spannend gemacht und den Sky Zug zumindest ein bisschen ins Wanken gebracht. Chris Froome zeigte bis dahin unbekannte Schwächen und wechselte in die Rolle des Wasserträgers. Tom Dumoulin versuchte alles und beendete die Tour auf einem sensationellen zweiten Platz. Mit Geraint Thomas stand ein Sky Fahrer ganz oben auf dem Podest, der allem Anschein nach wirklich sympathisch und ein feiner Kerl ist. Und überhaupt die Strecke! Kopfsteinpflaster! Alp d'Huez! Eine 60 Kilometer Bergsprint Etappe (gut, der Grid-Start war ein Gimmick)! Der Tourmalet! Und drei Wochen Sonne.

Chad Haga vom Team Sunweb hat, wie schon beim Giro, zu jeder Etappe einen Tweet verfasst und das Geschehen des Tages pointiert und in wenigen Worten zusammengefasst. Das war eines meiner täglichen Highlights. Alle #oversimpLeTour Tweets zum nachlesen ein einem Rutsch:


Auf cyclingNews schreibt Haga aber auch etwas ausführlicher. Zu seiner Kolumne dort geht es hier entlang.

Links:
Chad Hagas Profil bei Sunweb / Wikipedia / Pro Cycling Stats / Twitter

Donnerstag, 6. Juli 2017

Tägliche Tour Podcasts

Wer gerne Podcasts hört, sich für Radsport interessiert und des Englischen mächtig ist, kommt nicht am Cycling Podcast vorbei. Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen und kann dies nur immer wieder bekräftigen. Seit 2015 (?) berichten Richard, Lionel und Daniel täglich von den grossen Rundfahrten. Während der aktuellen Tour wird Daniel von François Thomazeau vertreten. Jeden Abend gibt es eine neue Folge mit der Geschichte der Etappe, den aktuellen Entwicklungen, scharfsinnigen Analysen und guten Kommentaren. Der Spaß kommt ebenfalls nie zu kurz. Zusätzlich gibt es werktags jeden Morgen eine "Kilometer Zero" Folge, die in 15 bis 20 Minuten auf ein besonderes Thema eingeht. Heute ging es etwa um die "Breakaway Kings" von Wanty Group Gobert.



Dieses Jahr gibt es aber noch einen neuen alten Bekannten, der einen täglichen Tour Podcast produziert. Der Mann mit den meisten aberkannten Tour-Siegen aller Zeiten: Lance Armstrong!
Man kann zu dem Mann ja viele unterschiedliche Meinungen haben, dass er was vom Radfahren versteht und unterhaltsame Anekdoten erzählen kann, steht dabei ausser Frage. Die Folgen kann man auf allen Padcast Kanälen hören oder auf Facebook oder YouTube als Video sehen. Die Tonqualität ist erste Klasse. Die Serie heißt "Stages", wird dabei aber nicht von dem gleichnamigen Powermeter-Hersteller gesponsert.

Sehr, sehr gut auf jeden Fall. Kann ich ebenfalls nur wärmstens empfehlen:

 

Annähernd täglich sendet Velonews. Sehr unterhaltsam. Es gibt viel zu lachen, nicht immer ganz ernst, aber gerade deshalb super gut.



Habt ihr noch weitere Podcasts in euren Podcast-Apps, die täglich von der Tour de France berichten? Über Links und Anregungen in den Kommentare freue ich mich.

Links:
Armstrong Stages auf Facebook / Homepage
Cycling Podcast Homepage
Velonews Podcast Homepage

Freitag, 2. Juni 2017

Gelbfieber

Was wurde bei dem 100. Giro d’Italia für ein Feuerwerk an Radrennen abgebrannt! Beginnend mit dem sensationellen Sieg von Lukas Pöstelberger auf der ersten Etappe, bei der der junge Österreicher die Sprinter überrumpelte und das erste rosa Trikot der Rundfahrt übersteifen durfte. Oder die zweite Etappe, bei der sich der deutscher Meister André Greipel Etappe und Führungstrikot sicherte. Bemerkenswert das Windkanten Lehrstück, das Quick-Step Floors auf der 3. Etappe zeigte. Im ersten Zeitfahren auf der 10. Etappe fuhr Tom Dumoulin mit einer überragenden Leistung ins rosa Trikot und verteidigte es in den Bergen besser als erwartet, bis dann „Poo-Gateden größten Teil seines Vorsprunges aufzehrte und es zum Schluss noch mal sehr spannend wurde. Vier Fahrer innerhalb einer Minute vor dem Start des abschließenden Zeitfahrens! Schlussendlich wurde Dumoulin seiner Favoritenrolle gerecht und fuhr den ersten Gran Tour Sieg seit Joop Zoetemelks Tour de France 1979 und den ersten Giro Sieg überhaupt für die Niederlande ein.

Ob die Tour de France vergleichbar spannend wird, werden wir ab dem 1. Juli verfolgen können. Der Gran Départ in Düsseldorf verspricht auf jeden Fall ein großes Fest zu werden, die ersten Etappen bieten den Fans im Westen Deutschlands viele Möglichkeiten das Radsport Super Event live am Straßenrand zu verfolgen. Dabei fällt mir ein, ich muss noch unbedingt Urlaub eintragen für die beiden Tage. Die Zielankunft und den Start von Tour Etappen fast vor der Haustür zu haben, das passiert ja nicht allzu oft!

 

 

Informationen finden sich derzeit an allen Ecken und Enden. Auf der TourSeite, auf der GrandDepart Event Seite der Stadt Düsseldorf oder etwa auf VisitLuxembourg. Gut hat mir in dem Zusammenhang der Tour Guide von Brügelmann und CyclingMagazin.de gefallen. Auf rund 40 Seiten finden sich Informationen zum Grand Départ in Düsseldorf, der weiteren Strecke, den Favoriten und Regeln und einige Anekdoten der Tour. Die Hard-Core Fans, Insider und Experten werden wenig Neues finden, für alle Gelegenheits-Radsportfans die ein paar Hintergrundinfos erfahren möchten, sind hier aber genau richtig. Wie funktioniert das mit den Trikots, den Etappensiegen und der Gesamtwertung? Wie ist das mit dem Windschatten? All die (nervigen) Rookie Fragen die Arbeitskollegen, Freunde und Verwandte stellen, wenn sie Tour de France  hören, lassen sich damit beantworten. Statt also zum x-ten Mal die 3-Kilometer Regel zu erklären, reicht es, den Link zu der PDF zu verschicken. 

Hier geht's zum Download

Sonntag, 5. Juli 2015

Tour de France, früher

Der Saarländische Rundfunk ist traditionell die Radsport-Kompetenz im öffentlich rechtlichen Rundfunk. Zumindest war das früher mal so und der SR war federführend bei der alljährlichen Übertragung aus Frankreich. Der SR hat diese Tage eine tolle 30 minütigen Dokumentation der großen Schleife von 1972 gezeigt. Ist derzeit noch in der Mediathek zu sehen.

Unbedingt anschauen!!



Mittwoch, 16. Juli 2014

Gladiatoren

Nach der fünften Etappe der diesjährigen Tour de France von Ypres nach Arenberg über sieben Kopfsteinpflaster Passagen mit dem denkbar schlechtesten Wetter für Anfang Juli wurden viele Stimmen laut dass die Etappe zu schwer gewesen sei. Pavé hätte in der Tour de France nichts zu suchen und sollte den Frühjahrsklassikern und den Spezialisten vorbehalten bleiben. Zu gefährlich. Spektakel auf Kosten der Fahrer. Unmenschlich.

Aber genau darum geht es doch. Darum ging es schon immer. Deshalb wurde die Tour de France erfunden. Des Spektakel Willens. Um Geschichten von unvorstellbaren Leistungen und Leiden zu erzählen und Zeitungen zu verkaufen. 1910 rief Oktave Lapize den Organisatoren ein "Ihr verdammten Mörder" entgegen, nachdem er den Col d'Aubisque überquert hatte, auf unbefestigten Naturstraßen und auf einem Rad ohne Schaltung. Aber gefahren sind sie sind sie doch. Damals wie heute.

Am Ende sind es Profisportler, Entertainer, Gladiatoren. Der here olympische Gedanke vom fairen Sport, dem schneller höher, weiter alleine lässt sich nicht verkaufen. Nur das Spektakel lockt die Massen an die Straßen, füllt die Seiten der Zeitungen und erhält Sendezeit der Fernsehanstalten, was wiederum Sponsoren veranlasst Geld in die Teams zu investieren. 

Drei Wochen Radrennen. Jeden Tag volles Tempo. Keine Geschenke. Berge. Schlechtes Wetter. Wind. Tag für Tag. Machen da 13 Kilometer Pavé einen Unterschied? Und dem Vernehmen nach sind auf diesen Passagen recht wenige Strürze passiert. Gerappelt hat es dafür umso öfter schon davor. Auf Asphalt. Das prominenteste Opfer der regennassen Strassen war sicherlich Chris Froome. Der Vorjahressieger. Nach einem ersten Sturz auf der vierten Etappe ist er mit einem, wie sich später herausstellte, angebrochenen Handgelenk weiter gefahren. Das sich so das Rad nicht mehr wie gewohnt steuern lässt ist naheliegend. Der nächste Sturz auf der fünften Etappe war dann vielleicht unvermeidlich. Trotzdem hat er es versucht und ist nochmal aufs Rad. Dann ein weiterer Sturz. Bei einem der beiden Stürze ist dann auch die andere Hand gebrochen und beendete Frooms Mission der Titelverteidigung. Oder Contador, der nach dem Sturz in den Vogesen mit einem gebrochenen Schienbein (!!) nochmal 20 km (!!!) weiter gefahren ist. Oder Andy Schleck, der nach dem Sturz auf der 3. Etappe mit gerissenen Bändern und einem zerstörten Meniskus noch bis ins Ziel gefahren ist. Oder heute Talansky, der sich vor dem Besenwagen ins Ziel gequält hat und damit fast höhere Medien Präsenz bekommen hat als der Sieger Galopin.

Keine Pavé Passage, keine noch so schwere Bergetappe stiftet mehr Leid als die Fahrer sich selber auferlegen. Ein Rennen ist immer so schwer, wie die Fahrer es machen, heisst es. Und es ist auch Teil eines Radrennens, insbesondere einer Rundfahrt, sich am Anfang aus jedwedem Trouble herauszuhalten und nicht zu strürzen. Kann es trotzdem passieren? Ja. Bernard Hinault hat mal gesagt, dass man aus genau zwei Gründen stürzt, entweder man macht einen Fehler oder man wird geschubst. Und bei Regen zu schnell in einen Kreisverkehr zu fahren gehört ohne Frage zur ersten Kategorie.

Als Zuschauer fand ich die fünfte Etappe nach Arenberg Klasse. Nibali ist gefahren wie ein wahrer Champion. Im gelben Trikot attakiert als alle anderen gezögert haben. Das war doch mal etwas anderes als das Abwahrten bis zum letzten Kilometer der Bergankunft, das kühle Berechnung von Chancen, das langweilige Saftey First.

Jetzt müssen die im Rennen verbliebenden Sieganwärter alles auf eine Karte setzen. Eine epische Attacke weit vor dem Ziel. Am ersten Berg des Tages. Oder zumindest wie 2011 Andy Schleck, der 60 Kilometer vor dem Ziel der 18. Etappe von Pinerolo nach Galibier Serre-Chevalier attakiert hat und solo bis Ziel gefahren ist. So fährt man Radrennen. Und alleine aus dem Grund bleibt zu hoffen dass Andy wieder zu alter Stärke zurückfindet. 

Die zweite Woche der 101. Tour de France hat gerade begonnen und ich hoffe dass es mit dem epischen Spektakel genauso weitergeht wie es vor 10 Tagen in England angefangen hat. Lang lebe das Spektakel, lang leben die Gladiatoren.

Sonntag, 6. Juli 2014

Tour de France

Aus gegebenem Anlass, ein Klassiker:

Freitag, 4. Juli 2014

Es geht wieder los ...

Am Samstag geht es wieder los, vergesst die WM, jetzt kommt die Tour de France. Dieses Jahr wieder mit Kopfsteinpflaster. Bin gespannt ob sie Fromme Backsteine ins Trikot packen damit er nicht wie ein Flummi  herumspringt. Eurosport Player Abo ist abgeschlossen. Ich bin bereit!  >feeling excited>

Sehr gut, die Homepage der Tour.