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Dienstag, 25. Dezember 2018

Mal wieder: Festive 500

War die erste Ausgabe der Festive 500 vor mittlerweile acht Jahren noch eine Insideraktion von Rapha, gehört die Herausforderung der 500 Kilometer zwischen den Tagen inzwischen zum festen Inventar des Radsportjahres. Von Heiligabend bis zum Sylvestertag gilt es jeden Tag zumindest 62,5 Kilometer auf dem Rad zu sitzen. Wohlgemerkt draußen, in der echten, nicht in der virtuellen Realität. Und umso schlechter das Wetter und harscher die Bedingungen sind, umso heroischer die Geschichten, die anschliessend erzählt werden. Ich warte schon mit Spannung auf die Beiträge, Zeichnungen, Bilder und Videos, dieAnfang kommenden Jahres auf die Rapha Seite gezeigt werden. Für meinen Teil bin ich aber ganz froh, dass es im Saarland nach derzeitigem Stand der Wettervorhersage keine Helden Geschichten zu erzählen sein werden, Regenfahrten hatte ich in den letzten Wochen nämlich mehr als genug. Zum ersten Mal seit Jahren hatte ich meinen letzten Arbeitstag schon vor Weihnachten und kann der Festive 500 auch in zeitlicher Hinsicht entspannt entgegen sehen.




Heute ging es zusammen mit meinen Homies zur zweiten Etappe. Zum Start hing der Nebel im Saartal und die Quecksilbersäule verharrte den ganzen Morgen unter der Null Grad Marke. Ein "Durchfahrt Verboten” Schild mit dem Hinweis “Hochwasser” stellte sich als genau das heraus: Ein wegen Hochwassers unpassierbarer Radweg. Also mussten wir die Strecke über die Hügel nehmen um nach Frankreich zu kommen, wurden für unsere Anstrengungen aber mit strahlendem Sonnenschein und tollem Blick über den mit Raureif bedecketen Saargau belohnt. Da hatte sich der recht frühe Start doch sehr gelohnt. Die Bilder werden auf Instagram ganz zu Recht den Tag #WYMTM (What you missed this morning) bekommen. Weiter ging es durch Lothringen über die typischen Wellen ohne einen einzigen flachen Meter bis auf die Höhe über Tünsdorf, von der man einen herrlichen Blick über das Saartal und den Hochwald hat. Mit dem Nebel in den Tälern war es heute ganz besonders schön.

Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und, sofern Ihr fahrt, eine erfolgreiche Festive 500!




P.S.: Vor einigen Tagen habe ich Alpecin Cycling zur Festive 500 unter der Überschrift "Die besten Trainings-Tipps für Radfahrer" Rede und Antwort gestanden. Schaut mal rein!

Freitag, 9. Februar 2018

#Festive500 Batch

Diese Woche habe ich meinen #Festive500 Batch Badge bekommen und bin begeistert. Der Umschlag ist "top notch", ganz große Klasse, dicke, tiefschwarze Pappe mit samtigem Griff und glänzend schwarzem Druck. Sehr edel. Dazu ist es bemerkenswert, wie Rapha es immer wieder schafft mit Worten einzufangen, was das Radfahren ausmacht.

We challenge ourselves every time we ride our bikes.
The distance travelled, the metres climbed, the conversations
shared - they all become a part of who we are.

Ja ja, ich weiß, das ist alles nur 'ne clevere Marketing-Masche, die ich auch schon mal heftig kritisiert habe (hier und hier). Aber was soll's, manchmal macht es auch Spaß, sich verführen zu lassen.


Montag, 5. Februar 2018

#Festive500 Preisträger und warum Rapha schuld am Unterlenker ist

Rapha Festive 500 bedeutet nicht nur zwischen Weihnachten und Sylvester viele Stunden auf dem Rad zu sitzen und im besten Fall die 500 Kilometer der Challenge voll zu machen, sondern auch darüber zu berichten und die Erlebnisse zu teilen. Manche schreiben, andere fotografieren oder drehen Videos. Wieder andere malen, zeichnen, basteln und lassen ihrer Kreativität freien Lauf. Die besten Einsendungen gewinnen fantastische Preise. Dieses Jahr hat der Sieger etwa eine Rapha Reise und eine Leica Kamera bekommen. Nicht schlecht. Der Aufwand und der Einsatz, der in den vielen Kleinoden steckt, ist allerdings auch atemberaubend. Etwa in dieser wunderbaren Animation, die den zweiten Preis gewonnen hat:

Rapha Festive 500 2017 from Gary Dumbill on Vimeo.

Auf der Rapha Homepage gibt es noch mehr tolle Arbeiten und Einsendungen über die Festive 500 zu entdecken.

Übrigens, der Versuch einen der Preise zu gewinnen oder doch zumindest eine ehrenvolle Erwähnung zu kassieren hat mich 2012 und 2013 über die Festive 500 bloggen lassen. Auf Boxingweekcycling könnt ihr meine ersten Versuche als Blogger nachlesen. Fünf Jahre ist das schon her! Gewonnen habe ich nichts, schon damals hingen die Trauben zu hoch, aber das Bloggen ist geblieben. Rapha ist also zumindest mitschuldig am Entstehen des Unterlenkers!

Montag, 26. Januar 2015

The Lousy Roundel

Heute Abend hatte ich eine Email von Strava im Postfach, in der sie nach meiner Adresse gefragt haben, damit Rapha mir meinen Festive 500 Aufnäher zusenden kann. Die beiden aus 2012 und 2013 verstauben bereits auf meinem Schreibtisch, kommt noch ein Dritter hinzu. Aber hey, dass haben wir doch nicht wegen diesem verdammten Aufnäher gemacht, oder? Ging es nicht um das Abenteuer, um Kameradschaft? Um Radfahren bei schlechtestem Wetter? Heroische Glanztaten, von denen wir noch unseren Kindeskindern erzählen werden?

Wie auch immer, dieses Jahr war es höchste Zeit, dass ein Roundel für die eingeführt wurde, die mir diese Eskapaden durchgehen lässt.


Falls Ihr für eure Holde auch noch solch eine Würdigung der Unterstützung / Ermutigung / Toleranz benötigt, hier wird euch geholfen.

Samstag, 27. Dezember 2014

The Road Not Taken

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;

Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

by Robert Frost

Heute mal etwas Kultur. Die letzten beiden Zeilen und der Titel dieses Gedichtes von Robert Frost werden gerne von über den Radsport Schreibenden verwendet. Und von vielen anderen auch. Ich bin in der letzten Zeit öfter darauf gestoßen. In der Wikipedia gibt es eine gute Erläuterung und hier zwei Übersetzungen ins Deutsche.

Heute habe ich die weniger bereiste Straße genommen. Und das war in der Tat der Unterschied zwischen einem Abenteuer, einer echten Herausforderung und dem langweiligen Abspulen von Kilometern. Vergangene Nacht gab es den ersten Schnee diesen Winters, 20 cm weiße, nasse Pampe. Kein Wetter bei dem man ohne Not das Haus verlässt, eigentlich. Die Festive 500 Fahrt ist daher auch ausgefallen. Geplant war eine Tour in die Dämmerung und durch den Hochwald, "Climbing in the dark". Aber daran war nicht zu denken. 

Also ein Solo, immer der Nase nach. In Saarhausen konnte ich der Versuchung dann nicht widerstehen und bin von der nassen, aber Schnee freien Strasse abgebogen, durch das Forstgut Hundscheid hinauf auf die Höhe. Der Anstieg hat zwei Teile, zusammen 4,3 Kilometer und 340 Höhenmeter (Teil1, Teil2). Die Strasse, oder das was davon übrig ist, lässt sich im Sommer gerade noch so mit dem Strassenrad bezwingen, besser ist aber ein Crosser. 

Heute hat mich dieser Berg fast bezwungen. Irgendwann versanken Reifen und Felgen im Schnee, die Kette vereiste, das Tretlager war ein einziger weißer Klumpen. Aus dem Sattel und das Hinterrad drehte durch, also sitzenbleiben, das Vorderrad sprang hin und her, die Trittfrequenz sank immer weiter und dann war es so weit. Ich stieg ab. Das gab es schon lange nicht mehr! Aber selbst das Schieben war nicht so einfach. Der Schnee zwischen Reif und Schutzblech blockierte das Hinterrad. Also tragen, ist ja ein Crosser! So stapfte ich also durch den Schnee, mit dem Rad auf der Schulter. 

Schön war es, so weiß, so sauber, und, nachdem ich zu Atem kam, so ruhig. Kein Ton war zu hören. Nur ab und an ein Knacken von Ästen, die dem Gewicht des Schnees nachgaben. Lautlose Flocken. Unberührter Schnee bedeckte den Weg vor mir (Hinter mir sah es nicht mehr so schön aus). Zwei Rehe ergriffen die Flucht. Winter-Wonderland!

Selbst als es endlich wieder flacher wurde auf dem Weg zwischen Forstgut und Straße, war das mit dem Fahren nicht so einfach. Das Rad wollte einfach nicht in der vereisten Fahrspur bleiben. Aber schlussendlich kam ich oben an. So einfach lasse ich mich nicht ins Bockshorn jagen, von einem lumpigen Berg und etwas Schnee, ha! Und ganz sooo schlimm war es dann ja auch nicht.

Der Rest war dann fast geschenkt. Abwärts auf Asphalt. Nass, kalt, Eisregen im Gesicht, Brille beschlagen, Helm vereist. Wie es halt so ist wenn man im Winter Rad fährt.













Donnerstag, 25. Dezember 2014

Gran Fondo No 12

So, jetzt habe ich sie alle Zwölf absolviert, die Strava Gran Fondos. Elf mal 130 und ein mal 160 km. Warum es im März 160 km waren, danach aber wieder 130 km, darüber kann ich nur spekulieren. In der Ankündigung im März hieß es:

In the third Challenge of the Gran Fondo series, Strava is increasing the distance and challenging you to ride 160 kilometers (99.4mi) in one ride between March 1st and March 31st.

Vielleicht war die Distanz dann doch zu lang und wurde nur von deutlich weniger Fahrern beendet? Hat das den Trikot Verkauf einbrechen lassen? Der März war auch der Monat, in dem das Trikot erstmal von Cuore kam, nicht mehr von Castelli, aber immer noch 109 USD kostete. Im April hieß es dann:

In the fourth Challenge of the Gran Fondo series, Strava is returning back to the original distance and challenging you to ride 130 kilometers in one ride between April 1st and April 30st.

Dabei bleib es dann bis zum Ende des Jahres. Im März hatte ich damit gerechnet, dass irgendwann auch noch 200 km gefahren werden müssen. Ab Juli stieg der Preis für das Challenge Trikot dann auf 120 USD.

Zum Abschluss des Jahres und mit Rücksicht auf meine derzeit eher bescheidene Form habe ich heute mal die klassische Weltkultur-Erbe Tour entlang der Saar gewählt. 50 km raus - 50 km rein. Flach. Die Festive 500 hat zusätzlich für einige Mitfahrer gesorgt, so dass wir zeitweise fast ein Peloton waren. Ab Merzig waren wir zu siebt, in Liesdorf haben wir dann noch die Überherrn Combo getroffen und waren dann Elf Mann. Windschatten!! Sehr gut, konnte man sich mal ein bisschen ausruhen.
Auf dem Rückweg wurde die Gruppe dann wieder kleiner, als nach und nach Fahrer abgebogen sind um den Heimweg in Angriff zu nehmen. In Fremerssdorf haben wir Erwin verloren und 10 Minuten später festgestellt, dass der Gute einen Platten hatte und die Luftpumpe nicht so wollte wie sie sollte. Hätte ich besser mal früher auf mein Handy geschaut. Also wieder zurück und nach einem weiteren Schlauchwechsel ging es dann weiter. In Dreisbach und mit 120 km auf der Uhr sprang meine Tankanzeige auf null, aber Erwin hat mich mit einem Cappuccino gerettet. Dankeschön! Anschliessend haben wir Thomas von der Leine gelassen, der um drei in Fürweiler sein wollte und dafür 20 km und stramme 500 Höhenmeter in 45 Minuten zu absolvieren hatte.











Montag, 22. Dezember 2014

Unterlenker Tours rides the Festive 500 (Update)

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es wird höchste Zeit die Jahreskilometerleistung noch ein wenig aufzubessern. Da kommt die Festive 500 genau richtig.


Die aktuelle Wettervorhersage hält bis zum Jahresende von allem etwas bereit, Sonne, Regen, Schnee, Dezember Grau in Grau und Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt. Soll ja auch nicht zu einfach werden!


Wie in den letzten Jahren gilt auch dieses Jahr, wer an der Festive 500 offiziel teilnehmen will, macht das am besten via Strava.  Man kann aber auch einfach so fahren und auf den Rapha Aufnäher pfeifen. Gezählt werden die Kilometer die zwischen dem 24. und dem 31. Dezember gefahren werden. Hometrainer gilt nicht, man muss sich schon den Widrigkeiten des Wetters aussetzen. Ob man dabei zehn Touren à 50 km oder eine Rondoneur Tour über die kompletten 500 km am Stück fàhrt, ist dabei jedem selber überlassen. Da mir im Dezember die Strava Gran Fondo Challange noch fehlt, wird eine Fahrt über 130 km dabei sein, ansonsten habe ich mir es so gedacht:

Abfahrt jeweils an der Stadthalle in Merzig. Grundsätzlich wird auf der Straße gefahren, allerding hätte ich da auch die ein oder andere "Gravelroad" im Sinn, aber das kommt auch auf die Mitfahrer drauf an. Ein Schnitt von 27 km/h 25 km/h sollte drin sein.

24.12., Mittwoch, Heiligabend 13:00

80 km, 3 Stunden, Zick-Zack zwischen dem Hausstadter Tal und der Prims

25.12., Donnerstag 9:00

Das sollte laut Wetterbericht der beste Tag sein, trocken, etwas Sonne und 5 Grad. Das bedeutet: Gran Fondoooo !!!!
130 km, 5 Stunden, Über den Saargau und durch den Hochwald retour. 2000 Höhenmeter? oder: Die Weltkulturerbe Tour. Die Saar hoch bis nach Frankreich und zurück. Ungefähr 200 Höhenmeter. (gesamt 210)

26.12., Freitag 9:00

90 km über die Höhen des Saargaus (gesamt 300)

27.12., Samstag 15:00

90 km durch den Hochwald, Climbing in the Dark Ride! (gesamt 390)

28.12., Sonntag 9:00

Wenn alles wie geplant von statten geht, fehlen nur 110 km um die 500 voll zu machen. Je nach dem was wir am 25.12. gefahren sind, könnte man hier die jeweils andere Tour fahren. (gesamt 500)

29.12., Montag

Da muss ich arbeiten und mache eine Pause

30.12., Dienstag 7:00 / 17:00

Da muss ich auch arbeiten, fahre aber vl. mit dem Rad zur Arbeit, Das wären dann auch 120. Vielleicht holt mich ja jemand für den Heimweg ab? Nö, kein Radfahren heute, es fehlen auch nur noch 40 km. Das sollte morgen ja zu schaffen sein!

31.12., Mittwoch 9:00 12:30

Finale. Je nach Lust, Laune, Wetter und Kilometerstand! Vielleicht auch nur eine Cappuchino End of Year Tour und dafür am 1.1. ein New Year Ride?

Vielleicht kommt es aber alles ganz anders. Weil das Wetter, die Beine oder die Motivation schlechter oder besser sind als gedacht. Ich wuerde mich über zahlreiche Mitfahrer freuen. Kurzfristige Updates gibt es auf Twitter unter dem Hashtag #ULTF500 (Unterlenker Tours Festive 500) und für die Stravaisten im Strava Unterlenker-Tours Club.

Update 25.12.: Ich musste feststellen, dass der anvisierte Schnitt von 27 km/h reines Wunschdenken waren. 25 km/h sind schon ambitioniert. Alles die C-Trainer Ausbildung schuld. Jetzt weiss ich zwar wie man trainiert, habe aber selber nix mehr drauf!

Dienstag, 11. Februar 2014

Festive 500 2013 Batch

Heute ist Post aus Groß-Britanien gekommen. Der Festive 500 2013 Batch ist da. Hey!


Mittwoch, 29. Januar 2014

Festive 500 2013 - Die Sieger

Heute wurden die Sieger bekanntgegeben. Habe ich es euch nicht gesagt? Kinder, unglaublich schlechtes Wetter und eine herausragende Dokumentation sind die Garanten für den Sieg. Für den ersten Punkt sind meine Chancen für die Festive 500 2014 seit dem Wochenende dramatisch gestiegen. Meine Tochter kann Radfahren! Weihnachten 2014 wird sie fünf sein. Ha, wird ein neuer Rekord! Mit fünf Jahren in fünf Tagen fünfhundert Kilometer und ein Mädchen dazu.

Herzlichen Glückwunsch an die Prize-Winner! Hier gehts zur Rapha Seite.




Donnerstag, 23. Januar 2014

Festive 500 am Stück

Vor einigen Tagen ging ein Video durch die Radsport Blogosphäre in dem vier Freunde die Festive 500 in einem Stück absolvieren. Der Bericht und das Video haben im ersten Teil der "Best of Festive 500" Zusammenfassung von Rapha Erwähnung gefunden und wurden von Cyclingtipps  ausführlich gefeatured.


Das ist natürlich echt mal ein Abenteuer. Einer der Favoriten auf die Preise der Rapha Festive 500 Challenge 2013?

In dem Zusammenhang stelle ich mir die Frage, was man machen muss um aus der Masse der Einsendungen herauszustechen. Denn seinen wir mal ehrlich, es ist ein Wettbewerb und es gibt etwas zu gewinnen, sogar ziemlich fette Sachen, also liegt die Überlegung nahe, was man dazu anstellen muss.

Jetzt wird der Ein oder Andere einwenden, dass es um die Kameradschaft geht, um das Erlebnis und um die Freude am Spass und soweiter. Das stimmt zwar grundsätzlich, aber dazu braucht es keinen Wettbewerb, das gibt's jeden Sonntag im Clubtraining einfach so, das ganze Jahr, sogar bei gutem Wetter. Und wenn alle nur die 500 km abspulen und fertig, hat Rapha natürlich gar nichts davon.

Die Kameradschaft, das Erlebnis, das Ringen mit den Elementen, Schmerzen, Freude, Durchhaltewillen, Stolz.. all das muss berichtet werden. Heldentaten werden erst dadurch zu dem, was sie sind, wenn sie erzählt werden. 500 km am Stück sind auch Andere gefahren, für einen echten Rondoneur wahrscheinlich keine herausragende Leistung. Trondheim - Oslo ist weiter. Hier aber wurde das Abenteuer konserviert, das Scheitern und das Durchkommen für immer auf Speicherkarten festgehalten und in die Weiten des Internetzes gesendet.

Natürlich wäre es falsch nur um der Preise willen mitzumachen. Dafür gibt es zu viele Einsendungen und man ist zu sehr dem Geschmack und Wohlwollen der Juroren ausgeliefert. Natürlich geht es darum raus zu gehen, wenn alle anderen zu Hause bleiben. Natürlich geht es darum, das Unmögliche zu meistern. Für manche sind es die 500 km als solches, für andere die Zeit, die bereits von der Familie verplant wurde.

Also, was müsste man produzieren, damit man zumindest sicher in die Endauswahl kommt?

Es gibt zwei Komponenten:
  1. Ein heroisches, ausgefallenes Erlebnis
  2. Eine aussergewöhnliche Präsentation 
Also eine heroische Tour. 500 km am Stück? Hatten wir ja gerade. Möglichst viele Kilometer? Schwierig, keine Chance gegen die Junggesellen aus Australien, die gerade Sommer haben. Möglichst schlechtes Wetter? "Glücksache". Die Kinder mitnehmen? Da muss Jette sich aber beeilen mit dem Radfahren lernen! Wie wäre es denn mit einer Alpenüberquerung?! Im Winter! Wenn es den Bergsteigern langweilig wird und alle Berge im Sommer bestiegen sind, kommen ja auch die Winterbesteigungen. Geht das überhaupt? Sind die Pässe geöffnet? Oder gibt es einen Weg nur durch die Täler, zumindest weitgehend? An einem Stück? Oder in zwei, maximal drei Tagen? Alleine, unsupported oder mit Freunden und Begleitwagen? 

Wer filmt, wer fotografiert? Ohne dass es zu professionell wird? Sind ja keine Filmfestspiele! Oder reicht das geschriebene Wort, dass die Vorstellungskraft der Leser beflügelt. Ein schmales Buch, nicht nur ein paar Seiten, gedruckt, gebunden, fester Einband oder in der Aufmachung von Reclam Heften, Bleistiftzeichnungen. Ein Reisebericht wie in alten Zeiten. Details, Begegnungen, Beobachtungen, Tiefe. Das Unmögliche wagen.

Ich fabuliere? Wahrscheinlich. Egal. 

Montag, 13. Januar 2014

What You Missed This Morning



Am Wochenende schaue ich auf mein Mobile Phone und sehe einige Push Notifications von Instagram:
Wie? Was? Prize Winner? Das kann ja nur ein Scherz sein. Ich rufe also hektisch die angegebene Seite auf und tatsächlich: Tatarata!!! Ich habe den Exodus Travel Preis gewonnen. Eine zwei wöchige Radreise durch Sri-Lanka. Als ich meinem Sohn auf dem Globus zeigen will wo Sri-Lanka liegt, ist es gar nicht dort wo ich es vermute und ich muss erstmal googeln (ups, peinlich). Also: Sri-Lanka ist unterhalb Indiens! Wow! 

Es gab eine Publikums Abstimmung, bei dem die Facebook Likes gezählt haben (fünf Preise) und zwei Wertungen bei denen der Sieger von einem Juror bestimmt wurde. Der Gewinner des Exodus Travel Preises wurde von Kristof Kramen bestimmt. Hier was er zu meinem Bild geschrieben hat:

When checking these tons of cycling pics a lot of them where very similar. I decided to flip through them at high speed and stop at those that jumped out. 
I promised myself I wouldn’t try to rationalise my choice — it had to come from the gut. The picture had to suck me in. It needed to make me want to jump on my bike and ride. 
I expected it to be a tough choice but it wasn’t really. Once I found this image, it didn’t let go. No other photo I checked after it could top it. 
I would publish it in a cycling magazine without hesitation. The image tells me everything. I love it.

Welch ein Kompliment. Vielen Dank!

An der Stelle kann ich vielleicht noch erzählen wo und wie ich das Bild aufgenommen habe und wie es bearbeitet wurde. Das Foto habe ich am 26. Dezember im Rahmen der Festive 500 geschossen. Den Berg, den wir an diesem Tag hoch sind, bin ich schon am Wochenende davor bei ähnlichem Wetter gefahren. Ich wusste also dass die Strecke durch den Wald im oberen Teil recht Nebel verhangen sein dürfte, gute Voraussetzung um schöne Bilder zu schießen. Ich bin zunächst alleine vor gefahren um mir den KOM zu sichern, den ich 7 Tage zuvor nur um wenige Sekunden verpasst hatte. Oben habe ich gedreht und bin den Anderen entgegen. Das Bild ist dann letztendlich wenige Meter vor der Kuppe entstanden. Die Bewegungsunschärfe ist unbearbeitet. Das ist kein Filter. Die Metadaten des Bildes geben ISO 50, Blende 2,4 und eine Belichtungszeit von 1/24 Sekunde an (iPhone 5c). Um scharf zu sein müsste die Belichtungszeit mindestens 1/100 betragen, wenn nicht sogar kürzer. Das Thomas in dem Moment aus dem Sattel geht, hat den dynamischen Eindruck noch mal verstärkt.

Das Bild habe ich gleich während der Fahrt bei Instagram gepostet, allerdings in einer Version mit übersättigten Farben:


Hier das Original:


Und hier die Variante mit reduzierten Farben, die dem S&W Bild schon recht nahe kommt:



Es gibt auch tatsächlich nur noch ein weiteres Bild aus dieser "Serie", bei dem allerdings der Kopf fast abgeschnitten ist.

Insgesamt gab es über 7000 Bilder die während des Wettbewerbszeitraumes mit dem Hashtag #WYMTM auf Instagram oder Twitter veröffentlicht wurden. 150 davon wurden von cyclingtips für das Final ausgewählt. Ich hatte drei dabei, auch nicht schlecht, oder?



Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass manchmal auch ein Stück Glück dazu gehört, um das perfekte Bild zu bekommen. Und dabei ist Perfektion nicht unbedingt technische Perfektion, sondern die Emotion die ein Bild transportiert, der Moment mit all seiner Dynamik, die Bewegung, eingefangen in einem Bruchteil einer Sekunde. Habe ich schon mal erzählt, dass ich mal Fotograf werden wollte? Nein? Statt dessen bin ich hinter dem Schreibtisch gelandet!

Und noch etwas!! Während der Fahrt mit dem Telefon zu hantieren, sich vom Rad hängen zu lassen um den Blickwinkel zu ändern und dann auszulösen ist gefährlich. Ich habe schon einige Kilometer in meinem Leben auf dem Rad gesessen, ich kann mich auf dem Rad an- und ausziehen, essen und trinken. Auf wen das alles nicht zutrifft, der sollte zum Fotografieren anhalten. Kein Bild ist es wert, Gesundheit und Equipment zu gefährden!

Dienstag, 31. Dezember 2013

Festive 500 - Tag 8 - Final Ride

Wetter: 6°, heiter, trocken, bisschen Wind

Kilometer heute / gefahren / verbleibend: 50 / 578 / 0

Höhenmeter heute / gesamt: 500 / 5409

Mitfahrer: Volker, Martin, Thomas, Oliver

Kaffee Pausen: 1

Bemerkungen: Die letzte Festive 500 Ausfahrt, die letzte Fahrt des Jahres. Das Wetter hat sich noch mal von seiner besten Seite gezeigt: Sonne, etwas Wind, 6°. Leider hat die Garmin irgendetwas mit den Daten durcheinander gebracht und nur Schrott geliefert. Am Ende hatte ich keine GPS Daten, nur 28 km, aber dafür über 5000 Höhenmeter, daher keine "offiziellen" Festive 500 Kilometer. Puuhh, wenn das am Wochenende passiert wäre, wäre ich aber ins Schwitzen gekommen. Vielleicht sollte ich  in Zukunft die Smartphone-App parallel mitlaufen lassen, zumindest wenn es auf die Kilometer ankommt.






So in etwa war die Strecke, ich bin noch eine kleine Runde vorher gefahren, daher hatte ich ungefähr 50 km.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Festive 500 - Tag 6 - Mission accomplished

Wetter: 4°, bewölkt, nass, immer wieder Regen, Wind

Kilometer heute / gefahren / verbleibend: 88 / 528 / 0

Höhenmeter heute / gesamt: 883 / 4909

Mitfahrer: Uwe

Bio Pausen: 0

Kaffee Pausen: 1

Strava Segmente: (54855825537390)

KOM's: 0

Bemerkungen: Heute bin ich im strömenden Regen losgefahren. Unterwegs hat es immer mal wieder aufgehört und die Sonne ist sogar fast rausgekommen. Eigentlich wollte ich in den Hochwald, 'nen anständigen Berg fahren, aber dort oben waren 1° und Schneeregen gemeldet. Also ging es nach Frankreich. Schaut euch das Profil auf Strava an. Ein ständiges Auf und Ab, kein flacher Meter. Ich war echt froh als ich wieder Zuhause war. Die 500 km sind voll!! Mission erfüllt. Morgen gönne ich mir einen Ruhetag. Dienstag dann noch mal eine letzte Tour für 2013. Vielleicht mache ich die 600 km voll, vielleicht fahre ich aber auch nur bis zum nächsten Kaffee, Espresso trinken und Kuchen essen.


Limberg Saarlouis, hier wurde schon einige Male die Saarlandmeisterschaft im 
Bergzeitfahren ausgetragen. 5485582




Energie für mindestens 50 km!




Samstag, 28. Dezember 2013

Festive 500 - Tag 5

Wetter: 8°, bewölkt, nass, immer wieder Regen, Wind

Kilometer heute / gefahren / verbleibend: 115 / 441 / 59

Höhenmeter heute / gesamt: 407 / 4026

Mitfahrer: keine

Bio Pausen: 0

Kaffee Pausen: 0

Foto Stops: 'ne Menge

Strava Segmente: keine nennenswerten

KOM's: 0

Bemerkungen: Heute war es tatsächlich mal die meiste Zeit nass. Bin die Saar hoch und runter gefahren. Merzig - Kleinblittersdorf - Merzig. Da ich alleine war habe ich einige Male zum Fotografieren angehalten, das hat den Schnitt etwas gedrückt, aber egal. Zum Schluss hat's dann wirklich gereicht. Nur noch 60 km und die Festive 500 sind komplett. Wenn das Wetter morgen einigermaßen ist geht's noch mal in den Hochwald um einige Höhenmeter zu sammeln. Königsetappe! ;-)  Montag und Dienstag ist dann nur noch leichtes ausrollen.

Schloss in Saarbrücken 

Radrennbahn Schanzenberg Saarbrücken - Schade 




Heimat