Sonntag, 7. August 2016

Test: Giro Empire SLX

Vor einiger Zeit hat Thorsten Frank einen Post über seine neuen Zipp Firecast 404 geschrieben. Warum er die gekauft hat? Tja, eigentlich nur so! Und wenn ich wirklich ehrlich bin, war es der gleiche Grund der zu einem weitern Paar Radschuhe in meinem Schuregal geführt hat. Neben den MTB-, den Winter-, den Triathlon-, den Fizik R1 und den Mavic Huez Schuhen steht dort jetzt auch ein Paar Giro Empire SLX in Knall-Orange.

Das besondere an den Giro Schuhen sind die Schnürsenkel. So kommt halt alles wieder und die Verschlussoptionen bei "Performance-Radschuhen" sind wieder komplett, neben Klettverschlüsse, alle möglichen Varianten an Ratschen, Drehverschlüssen und Kombinationen daraus. Durch die Schnürung kann man den Schuh optimal anpassen und die Festigkeit varieren, also zum Beispiel unten etwas lockerer und oben fester. Ich habe einen recht schmalen Fuß, den Fizik kann ich nur mit orthopädischen Einlagen und am besten mit dicken Socken fahren, Ratsche und Klettverschlüsse sind trotzdem am Ende. Nicht so bei dem Empire, den kann ich ohne Probleme fester als notwendig schnüren, so dass es unbequem wird und die Blutzirkulation eingeschränkt ist. Am Anfang erfordert es ein wenig Übung bis man die optimale Spannung raus hat, aber danach ist es einfach perfekt. Die Schnürsenkel geben dabei auch auf langen Fahrten und im Regen nicht nach. Um die Schnürsenkel vor Interaktion mit den Kettenblättern zu bewahren, bibt es übrigens extra Gummischlaufen, die die Senkel fixieren. 




Obwohl die Schuhe recht geschlossen sind und die kleinen Löcher im Obermaterial vielleicht mehr dem Design als der Belüftung geschuldet sind, habe ich auch bei höheren Temperaturen und längeren Fahrten nie zu warme Füße gehabt. Ein Vorteil des glatten Obermaterials im Gegensatz zu dem sonst bei Radschuhen oft verwendeten Netzmaterials ist, dass es sich einfach abwischen und sauber halten lässt.

Der Giro Epire SLX zeichent sich darüber hnaus durch sein besonders niedriges Gewicht aus. Der Schuh bringt ohne Einlegesohle, aber mit Schnürsenkel und Time Expresso Cleats 230 gr auf die Waage. Die Time Platte wiegt knapp über 40 gr, womit der Schuh in Größe 43,5 mit Schnürsenkel bei etwa 190 gr liegt. Die Herstellerangabe für Größe 42 ist 175 gr. In etwa kommt das also hin und leicht ist es alle mal.


Die Einlegesohle ist aus sehr leichtem Material gefertigt und kann mit drei beiligenden Pads an verschieden hohe Fußgewölbe angepasst werden. Die Passform kann natürlich nicht mit orthopädischen Einlagen mithalten, Fahrer mit halbwegs normalen Füßen sollten aber zurecht kommen.
Der Absatz unter der Ferse ist geschraubt und kann ausgetauscht werden. Die Schuhe werden mit einem zweiten Satz schwarzer Schnürsenkel geliefert und einer praktischen Tasche für Aufbawarung und Transport. Neben dem sicher speziellen Orange gibt es den Empire SLX auch in Weiss und Schwarz.

Natürlich muss ein Schuh vor allem passen, was eine sehr individuelle Frage ist. Der teuerste und leichteste Schuh aus dem besten Material kann daher im einzelnen Fall eine viel schlechtere Lösung sein als ein Mittelklasse Schuh der passt. Da hilft nur eines: Anprobieren. Und man sollte sich nicht von Schnäppchen dazu verleiten lassen Schuhe zu kaufen die eben nicht optimal passen. Wobei es sich bei Radschuhen durchaus lohnt die Augen nach Angeboten offen zu halten. 

Kein anderer Schuh fordert Individualisierungen so heraus wie der Giro Empire. Duch das glatte und durchgehende Obermaterial sind der künstlerischen Freiheit fast keine Grenzen gesetzt. Unter dem Hashtag #Bikeshoeart finden sich auf Instagram eine ganze Reihe  sensationell gestaltete Schuhe:

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