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Mittwoch, 4. Oktober 2017

Real Talent


Vielleicht kennt ihr die Podcast Serie "Real Talent" von Phil Gaimon, dem ehemaligen Cannondale-Drapac Profi, genau, der mit dem "Worst Retirement Ever". In "Real Talent" redet er mit Profis über das Leben im Radsportzirkus, ihren Werdegang und alles Mögliche und Unmögliche rund um den Radsport. Die Gemeinsamkeit seiner Gäste besteht darin, dass alle, im Gegensatz zu Gaimon, echtes Talent besitzen. Real Talent eben. 

Am vergangenen Wochenende habe ich meine Saison mit "Real Talent" beendet. Nein, ich bin nicht mit dem Podcast im Ohr trainieren gefahren, sondern habe zusammen mit Hannah Ludwig an einem Paarzeitfahren in Belgien teilgenommen. Ein letztes Hurra bevor endlich die Off-Season starten konnte. Das echte Talent in dem Team war natürlich nicht ich.

Das Paarzeitfahren "Gentlemen du Vélodrome" fand in Rochefort in Belgien auf einer welligen 50 km Runde mit einer perfekten Mischung aus technischen Passagen, kurzen Anstiegen und High Speed Strecken statt. Gentlemen Race ist dabei der übliche Ausdruck für ein Paarzeitfahren, bedeutet aber nicht, dass nur Männer am Start stehen dürfen. Tatsächlich fanden sich aber nur zwei Frauen unter den etwa 100 Teilnehmern. Am Ende also doch eine fast 100% GentleMEN Veranstaltung. Ziel des Rennens war auf der offenen 400m Asphalt-Radrennbahn in Rochefort, daher "Gentlemen du Vélodrome". Die Strecke war an den Kreuzungen und Abbiegungen nach links durch Streckenposten abgesichert. Abzweigungen nach rechts wurden nur durch Streckenpfeile angezeigt und tatsächlich habe ich die ersten beiden Abbiegungen fast verpasst. Ansonsten wurde im normalen Verkehr gefahren, was aber kein Problem darstellte, es waren nur wenige Autos unterwegs. Das Paarzeitfahren fand bereits zum elften Mal statt und ist eine Cyclosportif-Veranstaltung. In Deutschland würde man das als Jedermann-Rennen bezeichnen. Das Startgeld betrug 30 Euro pro Team. Dafür gab es eine Zeitmessung mit Transponder, vier Getränkegutscheine, kostenlosen, hausgebackenen Kuchen im Ziel und eine überaus entspannte Atmosphäre. So wurde die Zeitmessanlage am Start erst fünf Minuten vor dem ersten Start aufgestellt. In Deutschland undenkbar. Trotzdem (oder gerade deshalb) hat alles prima funktioniert und es gab im Ziel sogar einen Bildschirm mit Live-Ergebnissen. (Da stellt sich die Frage, warum sowas nicht bei einer DM im Zeitfahren funktioniert.)

Bei diesem nicht ganz alltäglichen Rennen bin ich mit einer nicht ganz alltäglichen Partnerin gestartet. Hannah Ludwig fährt für den RSC Stahlross Wittlich und ist einer der besten, wenn nicht die Beste deutsche Nachwuchsfahrerin. Erste Plätze in der Rose Rangliste und in der Bundesliga Gesamtwertung, Vize-DM Titel auf der Straße und im Zeitfahren, ein fünfter Platz bei der EM und ein vierter Platz bei der WM im Zeitfahren, dazu diverse Siege und reihenweise Platzierungen sprechen für sich. All das im ersten U19 Jahr wohlgemerkt. Ich war wirklich gespannt wie das Rennen laufen würde, besonders da wir noch nie zuvor zusammen gefahren sind. Wir haben das Rennen mit normalen Straßenrädern in Angriff genommen und uns aufgrund des strömenden Regens selbst das Warmfahren geschenkt. Unsere anvisierte Arbeitsteilung war recht einfach: Hannah sollte an den Ansteigen vorne fahren, ich bergab und auf den Flachstücken. 

Der erste Anstieg wartete bei etwa 15 km auf uns, bis dahin war es an mir vorne zu fahren. Ich versuchte etwa 300 Watt zu halten und möglichst gleichmäßig zu fahren, aber natürlich ist man am Anfang immer etwas schneller. Trotzdem hörte ich nie das Kommando langsamer zu fahren, Hannah klebte förmlich an meinem Hinterrad. An der ersten Welle übernahm sie die Führung und es war keinen Schlag langsamer, als wenn ich weiter vorne gefahren wäre, eher im Gegenteil. Spätestens da war klar, dass es kein einfacher Tag werden würde und mein Saisonabschluss nochmal nach einem "All-In" verlangen würde.

Bei der vierzig Kilometer Marke tauchten in einiger Entfernung endlich die vor uns gestarteten Brüder Thomas und Thibault Garnier auf, ein U23 und ein Jugendfahrer. Die Beiden hatten am Start wirklich gut ausgesehen, Zeitfahrräder, Aeroeinteiler und -Helme. Echte Rennfahrer. Das gab nochmal extra Motivation für die letzten Kilometer und kurz vor dem Ziel konnten wir vorbei rauschen.

In der Endabrechnung reichte es für einen Sieg in der Kategorie E (Mixed, Damen, <17 Durchschnittsalter) und einen vierten Platz in der Tageswertung (Ergebnis). Und all das ohne Zeitfahr-Schnick-Schnack. Für die 50 Kilometer benötigten wir 1:16,33, das entspricht einem Schnitt von 38,2 km/h und einer Durchschnittsleistung von 279 (Boris) bzw. 214 Watt (Hannah)  und einer NP von 298 bzw. 233 Watt. Mein Durchschnittspuls betrug 179, der von Hannah 168.  
Im Ziel hatten wir beide unsere Möglichkeiten ausgeschöpft, wie es in einem Paarzeitfahren ja auch sein soll. Unterwegs haben wir prima harmoniert, nie musste einer für den anderen langsam machen oder Tempo rausnehmen. Absolute Leistungsunterschiede konnten wir einfach über die Länge der Führungen ausgleichen. Das hat wirklich Spass gemacht. Ich bin gespannt wie es für Hannah 2018 weitergeht und drücke die Daumen! #GirlPower #RealTalent





Links:
Vorher auf unterlenker.com zu Phil Gaimon:
Hannah Ludwig bei Rad-Net

Sonntag, 24. September 2017

Alles für den Schinken

Wie gerne hätte ich den Schinken gewonnen, den Preis für die schnellste Zeit beim Bergzeitfahren in Bourscheid. Allein der Gedanke an die Siegprämie aus 2015 treibt mir das Wasser im Mund zusammen. Aber, was soll ich sagen, der Schinken hing dieses Jahr zu hoch für mich, ich habe mich gestreckt und gereckt so gut ich konnte, ich bin nicht dran gekommen. Am Ende haben 26 Sekunden auf die Siegerzeit und 38 Sekunden auf meine eigene Zeit aus 2015 gefehlt.

Dieses Jahr reichte meine Zeit von 9:55 für den vierten Platz. Auf dem Podest standen ein Jugend-, ein Junioren- und ein Elite-Fahrer. Gewonnen hat aber nicht, wie man vielleicht annehmen würde, der Elite-Fahrer Philipp Herrmann (Jahrgang '84, 9:51) sondern mit Loic Bettendorff der Jugendfahrer (Jahrgang '01, 9:28)! Zweiter wurde der Junior Gilles Kirsch (Jahrgang '00, 9:36). Und ich als Master auf Platz vier. Das war doch mal schön dem Alter nach aufsteigend sortiert!

Aber auch wenn ich das Podest verpasst habe und somit weder Schinken noch Wurst in Empfang nehmen konnte, war mir wenigstens Fortuna hold. In der Tombola der Startnummern habe ich einen Präsentkorb mit Bio-Produkten von Naturata gewonnen!

Wie 2015 war das Bergzeitfahren wieder erstklassig organisiert. Die Strecke war komplett abgesperrt, es gab eine Zeitnahme mit Chip (von der Station mit den Touchscreen Displays zur Anzeige der Live-Ergebnisse war ich schwer beeindruckt), eine Startrampe, prima Duschen in unmittelbarer Zielnähe und tolle Sachpreise (der Schinken war dieses Jahr sogar noch viel größer, mit Knochen!). Einziger Wermutstropfen war das Wetter, es regnete zwar nicht durchgängig, die gelegentlichen Schauer waren dafür wahre Wolkenbrüche. Dementsprechend wenig Zuschauer hatten sich eingefunden. Schade. Im letzten Jahr herrschte im Ziel wohl richtige Dorffest Atmosphäre.

Der Starter mit dem coolsten Rad war übrigens der Fahrer einige Minuten vor mir, der mit einem blauen Peugeot Klapprad an den Start ging. Leider hatte ich am Start keine Kamera dabei, das Rad war wirklich schick! Respekt, damit den Berg hoch war schon eine Leistung.

Auf jeden Fall Erwähnung muss auch finden, dass die Erlöse der Veranstaltung der Fondation Kim Kirchen zugehen, die sich für benachteiligte Kinder einsetzt. Thumbs up!










Das ich deutlich hinter meiner Zeit von 2015 war, hatte mich dann aber doch etwas überrascht. 9:16 versus 9:54 war deutlich. Ich hatte mir mehr zugetraut, aber so ist es nun mal, nicht jeder Tag ist wie der andere. Interessant ist, dass schon wenige Watt einen deutlichen Unterschied machen. Dieses Jahr herrschte überwiegend kräftiger Gegenwind bergauf, der insgesamt für etwas langsamere Zeiten gesorgt haben dürfte, aber davon abgesehen haben einfach ein paar Watt gefehlt. Meine Durchschnittsleitung war 14 Watt niedriger, mein Durchschnittspuls zwei Schläge und der maximal Puls ganze 11 Schläge niedriger. Die einzige Metrik die höher war, war das Gewicht: Ein Kilo mehr musste ich hoch schleppen.

Der Vergleich in Golden Cheetah zeigt die 2015er Werte in türkis und 2017 in violet an. Man sieht, dass der Unterschied nicht groß ist, sich am Ende aber aufsummiert.

Woran es gelegen hat, darüber kann man natürlich nur Vermutungen anstellen:
  • Es war kalt und regnerisch, da ich schon im Renn-Trimm zum Start runter gefahren bin und alles im Auto gelassen habe, war ich dort entsprechend ausgekühlt. Da hilft dann auch kein Warmfahren auf der Rolle.
  • Ich bin zu lange auf dem großen Kettenblatt mit unnötig schräg laufender Kette gefahren. Das kostet einige Watt.
  • Zu wenig Schlaf
  • Absteigende Form, nicht nur gefühlt, sondern auch gemessen, wenn man den Performance Management Chart heranzieht.
  • Es war einfach nicht mein Tag
Was jetzt wenn überhaupt mit wieviel Watt zu dem Unterschied von 14 Watt beigetragen hat? Keine Ahnung. Aber es wird deutlich, das sich auch die Suche nach kleinsten Optimierungen lohnen kann und sich die Ersparnisse aufsummieren (aka Marginal Gains). Bessere Reifen, ein optimaler Luftdruck, besseres Kettenöl, minimierter Schräglauf, nicht ausgekühlt am Start erscheinen und so weiter und so fort. Wie sagt mein alter Herr immer: "Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert." Und wo er Recht hat, hat er Recht.


Die obere Kurve zeigt die Leistung an. Insgesamt scheint diese 2017 gleichmäßiger gewesen zu sein, Es wird aber auch deutlich, dass ich 2015 besonders auf dem letzten Kilometer mehr Watt mobilisieren konnte, vielleicht auch weil ich das Rennen etwas verhaltener begonnen habe.

Die Verteilung der Pulswerte zeigt, dass ich 2015 viel "tiefer" gehen konnte. Ein mögliches Anzeichen von genereller Ermüdung oder der Tatsache, dass ich einfach zwei Jahre älter bin und mein Herz einfach nicht mehr so schnell kann. :-(

Die Leistungswerte gruppiert nach Zonen. In den Zonen auf die es ankommt, Z5 - Z7 habe ich 2017 weniger Zeit verbracht. Dann ist der Durchschnitt natürlich auch geringer und man kommt später oben an.


Links:
vorher auf Unterlenker.com mam-velo-de-buurschter-rop
Homepage buurschter.lu
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Ergebnisse

Mittwoch, 3. August 2016

Rad am Ring 2016

Was für ein Spektakel! Nachdem ich 2015 zum ersten Mal bei Rad am Ring war und Freitags das Einzelzeitfahren gefahren bin blieb ich am vergangenen Wochenende bis Samstag und startete zusätzlich bei dem 150 km Jedermann-Rennen.

Rad am Ring ist mit Sicherheit eine der Veranstaltungen, bei der man einmal in einem Radfahrer-leben dabei gewesen sein muss. Selbst wenn es nicht als Starter bei einer der 24 Stunden Varianten ist (Straße solo, 2er, 4er, 8er, MTB oder E-Bike), so gibt es vom Tourenfahren bis zum Profirennen für jede Leistungsklasse eine Startmöglichkeit.

Highlight Nummer Eins von Rad am Ring ist natürlich die legendäre Nordschleife, die grüne Hölle, 21 Kilometer erst steil bergab und dann wieder genauso steil bergauf, eine Kurve nach der andern. Dabei immer auf einer Straße so breit wie eine Autobahn und glatt wie ein Babypopo. Wenn es regnet wird es wohl recht rutschig, habe ich mir sagen lassen, aber trocken ist es ein Traum.

Highlight Nummer Zwei ist der Popup-Campingplatz entlang der Grandprix-Strecke. Wer es nicht gesehen hat, kann sich nicht vorstellen welchen Aufwand manche Teams betreiben um sich für die 24 Stunden wohnlich einzurichten. Zelte aller Größenordnungen, Wohnwagen, Wohnmobile, sogar Busse, Zelte mit Regalen und halben Kücheneinrichtungen, Kühlschränke, Holzkohlengrills, Leuchtketten, Sofas, Feldbetten, Musik, Banner, Wimpel, Holzkohle- und Gas-Grills, Bier vom Fass  und was weiß ich nicht noch alles. Und über allem ein ausgelassene und friedliche Partystimmung. Das ganze muss in der Nacht von Samstag auf Sonntag während des 24-Stunden Rennens der Hammer sein. Wenn es sich einrichten lässt, werde ich mir das 2017 ansehen, selbst wenn ich selber wohl nicht bei den 24 Stunden starten werde.

Ein richtiges Radsport-Happening Wochenende also. Seit einigen Jahren findet, als Rahmenprogramm zu den 24 Stunden, bereits Freitags ein Einzelzeitfahren über eine Runde auf der Nordschleife statt. Dort habe ich letztes Jahr meine erste Runde in der grünen Hölle gedreht und auch dieses Jahr bin ich wieder gestartet. Eigentlich wollte ich schon gar nicht zum Ring fahren, seit ich vor gut vier Wochen bei der Gartenarbeit von der Leiter gefallen bin zwackt das linke Knie. Aber gut, eine Runde geht immer und das Startgeld war bezahlt. Wie bereits letztes Jahr habe ich mich gegen das Zeitfahrrad entschieden und bin mit dem Aeroad gefahren. Auch ansonsten habe ich keinen Aeroschnickschnack betrieben, keine Überschuhe, kein Zeitfahranzug, kein Aerohelm, Flaschenhalten blieben am Rad und entleibt habe ich mich auch nicht. Auf der Döttingerhöhe hat es mir fast Leid getan, dass ich das Telefon am Start doch noch weggelegt habe. Die Sonne war am untergehen und hat die Eifel in ein wunderbares Licht getaucht. Das wäre ein klasse Foto gewesen! Am Ende war ich dann auch eine Minute langsamer als 2015 (37:31 versus 36:34) und hatte gute 10 Watt weniger im Schnitt (294 versus 307). Das hat für den 25. Gesamtrang und Platz 7 der Altersklasse gereicht.

Start 150 km Jedermann Rennen, Bild: Markus Stera

Aber zumindest das Knie hatte keine größeren Probleme gemacht und so stand ich dann doch bei dem 150 Kilometer Jedermann-Rennen am Start. Meine German Cycling Cup Premiere. Ich startete aus dem zweiten Block, auf der breiten Straße dauerte es aber nicht lange, bis ich vorne war. Das war auch gut, denn es dauerte nicht lange bis das Tempo anzog. Nach der Abfahrt ging es mit Vollgas die Hohe Acht hinauf und das Feld teilte sich gleich in viele Gruppen. Bis zum Ziel liefen die ersten nochmal  zusammen und ich schätze dass 50 bis 60 Fahrer vorne waren. Runde zwei und drei war dann vom Tempo halbwegs erträglich. An den Steigungen ging es immer wieder etwas auseinander, auf den Abfahrten und den Flachpassagen aber auch wieder zusammen. Eingangs der vierten Runde habe ich dann mal meine Nase in den Wind gestreckt und bin eine ganz und gar hoffnungslose Attacke gefahren, ich kann halt nicht anders. Los ging es am Ende der Grand Prix Strecke und tatsächlich lies man mich gewähren. Die Abfahrt nahm ich als Solist. Eingeholt wurde ich am Fuß des Anstieges zur hohen Acht und wurde danach erstmal durchgereicht. Vielleicht hätte ich am Vorabend doch nicht den Bericht in der aktuellen Rouleur über Thomas Voeckler lesen sollen, dessen Markenzeichen  großspurige und zumeist erfolglose Attacken sind. Naja, wenigsten für ein paar Kilometer war ich Leader.

Eine Runde später musste ich auch die nächste Gruppe ziehen lassen, bin in meinem eigenen Tempo weiter und habe an der Verpflegungsstelle erstmal gehalten und meine Flasche aufgefüllt. Das war höchste Zeit. Danach ging es mit einem Marek zusammen weiter. Die letzte Runde hätte ich mir dann fast geschenkt, das Knie hat etwas gezwackt, dunkle Wolken zogen auf und der Zug nach vorne war sowieso abgefahren (ich überschätze ja regelmäßig die Zahl der Fahrer die vorne sind). Aber dann bin ich doch nochmal abgebogen, die Abfahrt hat gerufen, eine Runde sollte nun wirklich noch gehen. Am Schluss des Anstieges kam ein anderer Fahrer des 150 km Rennens von hinten und zusammen ging es nochmal rasant über die Döttinger Höhe ins Ziel. Ich war überrascht, dass ich doch noch 34. und Achter meiner Altersklasse war.

Leider konnte ich nicht bis Sonntag bleiben und mir das 24 Stunden Rennen und das Rudi-Altig Race ansehen. Letzteres ist ein Profirennen der UCI Kategorie 1.1 und wurde zum ersten Mal ausgetragen. Am Start standen lediglich 108 Fahrer, darunter mit Giant Alpecin nur eine Hand voll Fahren aus einem World Tour Team. Das Ziel erreichten 21 Mann, gewonnen hat Paul Voss von Bora-Argon18 nach einem langen Solo (80 Kilometer glaube ich). Hey, ich habe auch mit fast 80 km to go attackiert!

Was gibt es sonst noch anzumerken?

  • Beim Zeitfahren parkte ein Lastwagen mit Hänger im zweiten Teil der Abfahrt zwischen Kallenhard und Wehrseifen genau in der Fahrtlinie. Der Fahrer war gerade dabei an den Reif zu pullern als ich vorbei bin. Das war sehr gefährlich und hätte auch durchaus anders ausgehen können. Das die Strecke freigegeben wird, obwohl sich noch ein Fahrzeug darauf befindet, ist vielleicht nicht anders möglich gewesen, dass dieser Idiot aber dort in der Abfahrt anhält um sich zu erleichtern ist unglaublich.
  • Im Jedermann-Rennen hat uns eines der Begleitfahrzeuge auf dem Grünstreifen überholt. Ich weis nicht mehr genau wo es war, aber das Feld war recht flott unterwegs, es muss also bergab gewesen sein. Das Auto war auf jeden Fall SEHR schnell, bestimmt mehr als doppelt so schnell wie das Feld und dazu auf der Wiese!! Vielleicht hat der Fahrer gewusst was er macht, als Autofahrer, aber auf keinen Fall als Fahrer eines Begleitfahrzeuges in einem Radrennen. Nach all den Vorfällen mit Autos und Motorrädern in Radrennen in der letzten Zeit dürfte so etwas nicht passieren.
  • Rad am Ring ist eine Jedermann Veranstaltung und die wenigsten die dort fahren, wissen wie man sich in einem Radrennen zu verhalten hat und was die Dos und Don'ts sind. Das werfe ich auch niemandem vor. Grundlegende Verhaltensweisen und Regeln sollten daher sehr viel klarer in einem Merkblatt formuliert und allen Teilnehmer an die Hand gegeben werden. Zwei Beispiele:
    Fahrer sollten vermeiden in anderen Rennen als ihrem eigenen mitzufahren. Irgendwann vermischen sich die Gruppen, das ist unvermeidlich und macht auch zum Teil den Reiz von RaR aus. Wenn sich 24-Stunden Fahrer aber mitten in die Gruppen des 150km Rennens reinzwängen um dann Löcher reissen zulassen, dann müssen sie sich nicht wundern, wenn es wüßte Beschimpfungen hagelt. Am Ende der Gruppe ist auch Platz und der Windschatten ist identisch.
    Wobei das nur ärgerlich ist, ist es gefährlich und führt zu Stürzen wenn man statt am Rand in der Mitte fährt, von einem Feld überholt wird und die Spur wechselt ohne sich umzudrehen. Habe ich mehrfach beobachtet. Sehr gefährlich!
  • Das Catering in der Cafeteria war für solch eine große Veranstaltung erstaunlich gut und preislich angemessen, da konnte man nicht meckern. Auch wenn die Kartoffelsuppe mit Würstchen am Samstag Mittag aus war.
  • Wie alles bei RaR ist auch die Expo etwas größer als bei anderen Veranstaltungen. Am meisten haben mich die Stände der Händler mit den alten Teilen und Rädern fasziniert. In solchen Momenten fällt mir immer auf, dass ich schon recht lange dabei bin. Viele Teile die dort als "Antiquitäten" verkauft wurden bin ich schon mal gefahren. Schraubkränze, Schalthebel am Unterrohr, Stahlrahmen, ... die Zeit fliegt! 

Jetzt ist es Zeit das Knie erstmal 100% auszukurieren und Ruhe reinzubekommen. Ich hoffe dass es mit ein paar Tagen Trainingspause gehalten ist und ich die letzten Veranstaltungen im August und September noch halbwegs anständig über die Bühne bekomme. Und dann fängt ja auch schon bald wieder die 2017er Saison an. Einer der Höhepunkte wird mit Sicherheit Rad am Ring sein! Wie heisst es? Nach RaR ist vor RaR, oder so.

Der Anstieg zur Hohen Acht, am Ende bis zu 18% steil.

Meine Daten aus dem Jedermann-Rennen. Auffallend ist die vierte Abfahrt als ich alleine vorne war.  Das Höhenprofil ist nach den Pulswerten eingefärbt und im Gegensatz zu den anderen Runden ist der Puls auch in dieser Abfahrt im dunkel roten Bereich (also hoch). 

Die zweite Grafik W' zeigt schön wie intensiv die erste Runde war. Am Schluss sieht wie ich es ruhiger angehe und mein Tempo fahre und nicht mehr wesentlich über die Schwelle gehe.

Montag, 25. Juli 2016

Zaitfuehren ob der Musel

Das ist Luxemburgisch und bedeutet, die Übersetzung ist keine Herausforderung, Zeitfahren an der Mosel. Zehn flache Kilometer Mosel abwärts von Remich nach Ehnen mit einem recht engen Wendepunkt einen Kilometer vor dem Ziel. Die Strecke führte teilweise über den Radweg entlang der Mosel, teilweise über die Nationalstraße. Dort lief der Verkehr ganz normal, das stellte aber kein Problem dar, der Platz reicht locker für Autos und Radfahrer. Durch die Schleifen der Mosel ist die Strecke gar nicht so einfach wie man beim Blick auf das Profil vermutet, denn egal wie der Wind steht, irgendwo kommt er immer von vorne oder zumindest nicht von hinten. Da kann man sich schon mal verschätzen.

Das Rennen wurde als Jedermann-Rennen ausgetragen, das bedeutete dass man auch ohne Lizenz und mit nicht UCI-regelkonformen Zeitfahrrädern fahren durfte. Gleichzeitig war das Rennen die Vereinsmeisterschaft des RSC Obermosel-Winchringen.

Am Start fanden sich alle Leistungs- und Alterskategorien. Der jüngste Starter Lennard Hau war gerade mal sieben Jahre alt, der älteste Starter, Hans May stolze 77. Es gab Starter mit normalen Rennrädern, solche die es mit der Aeroposition nicht so genau nahmen und eine ganze Reihe mit vollen Zeitfahr-Equipment. Die Zeiten in der Spitze waren dann auch recht flott und immerhin zehn Fahrer blieben unter 14 Minuten.

So in etwa stelle ich mir das bei den englischen Zeitfahren vor. Dort starten ja auch alle Leistungsklassen in einem Rennen und es kann schon mal vorkommen, dass der Clubfahrer von dem  Zeitfahrweltmeister überholt wird. Vielleicht starten ja auch mal einige der Luxemburger Profis in den nächsten Jahren? Das wäre ein coole Sache.

Mein Rennen? Ich war ganz zufrieden. Ohne spezielle Vorbereitung und mit einem etwas kurz geratenen Aufwärmen konnte ich immerhin die viertschnellste Zeit gesamt und die beste Masters Zeit für mich verbuchen. Für nächstes Jahr muss ich aber doch nochmal an meiner Zeitfahrposition arbeiten. Dringend! Als erstes brauche ich einen anderen Sattel auf dem ich das Becken weiter nach vorne kippen kann. Für die paar Minuten muss es zwar nicht bequem sein, aber so wie es im Moment ist, mache ich noch mehr Katzenbuckel als ich ohnehin schon habe. Das sieht ja fürchterlich aus!

Ganz und gar nicht fürchterlich sondern im Gegensatz allererste Sahne war die Organisation der Veranstaltung durch Muselbikes und den RSC Winchringen. Es gab eine elektronische Zeitmessung, personalisierte Startnummern, eine anständige Startrampe, ausreichend Streckenposten, Geschenke für jeden Teilnehmer, eine Magnum Flasche Luxemburger Cremant für die Sieger und ausgelassene Stimmung im Ziel. Und das Wetter hat größtenteils auch gehalten. Was will man mehr? Ich kann nur sagen: Weiter so und bis 2017!

Ich bin mir nicht ganz sicher, da man die Startnummer nicht sehen kann, aber das sollte der jüngste Teilnehmer sein, Lennard Hau vom RSC Wincheringen, der die 10,4 Kilometer in beachtlichen 22:27 gefahren ist (27,8 km/h)

Hans May, auch vom RSC Wincheringen, mit 77 der Älteste. Man beachte das kleine Kettenblatt!

Ja, die Position bedarf wirklich einer dringenden Verbesserung!

 Podest Masters

Prost!

 

 

 


Links:
Muselbikes Facebook Seite
RSC Wincheringen Homepage
Ergebnisse
Bilder von Jeff Golden von Sportfotos.lu auf Facebook

Samstag, 16. Juli 2016

Mam Velo de Buurschter rop 2016

Am 10. September findet die vierte Edition des Bergzeitfahrens am Bourscheider Berg im Norden Luxembourgs statt. Veranstaltet wird das Rennen von der Gemeinde Bourscheid-Erpeldange, dem Veloclub UCN Ettelbrück und der Fondation Kim Kirchen.


Letztes Jahr war ich dort überraschend der Schnellste und habe einen ganzen Schinken gewonnen!  Vor einigen Tagen habe ich das letzte Päckchen aus dem Tiefkühlschrank genommen und brauche jetzt dringend Nachschub! (Ich hoffe doch, dass es dieses Jahr wieder einen Schinken zu gewinnen gibt.)

Neben dem Bergzeitfahren auf der Straße findet auch ein Uphill für Mountainbiker statt. Und wer es lieber gemütlich angeht, kann ab 9:00 bei der Rondonnée (RTF) auf der Straße (41 km) oder im Gelände (12,7 km) die tolle Landschaft im Norden Luxembourgs genießen.

Die Rondonnée kostet kein Startgeld, für das Bergzeitfahren fallen 10 Euro (unter 18J) bzw. 15 Euro (ab 18J) an, egal ob auf der Straße oder im Gelände, wer zwei mal startet (Straße und MTB) bezahlt 20 Euro. Starten können alle Alters- und Leistungsklassen. Von den Schülern bis zu den Masters und von den Hobbyfahrern bis zu den Amateuren. Die Erlöse gehen an die Fondation Kim Kirchen, die benachteiligten Kindern hilft.

Eine wirklich schöne Veranstaltung in einer der schönsten Gegenden Luxembourgs und ein perfektes letztes Saisonziel vor der Winterpause. Kann ich nur wärmstens empfehlen. Also, worauf wartet ihr? Alle Infos und die Online-Anmeldung finden sich auf www.Buurschter.lu. Ich werde auf jeden Fall am Start stehen!

Wer nicht aus der Gegend ist, für den bietet sich übrigens ein verlängertes Wochenende an. Der Norden Luxembourg hat einiges zu bieten! Infos hier und hier.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Landesverbandsmeisterschaften 2016 - Einzelzeitfahren

Am vergangenen Wochenende fanden in ganz Deutschland Landesverbandsmeisterschaften im Zeitfahren und im Straßenrennen statt. Die besten Zeitfahrer des Saarlandes und von Rheinland-Pfalz wurden am Samstag in Rüssingen best  immt. Auf der schon fast Traditionsstrecke zu nennenden Betriebsstraße des Dyckerhoff Zementwerkes ging es bei sommerlichen Temperaturen und merklichem Wind für alle Altersklassen von der U11 bis zu den Senioren 4 zur Sache.


Ich hatte wie bereits letztes Jahr das Vergnügen gegen den wahrscheinlich besten Masters-Zeitfahrer Deutschlands anzutreten. Auch wenn nur sechs Fahrer aus dem Saarland gemeldet waren, gegen Alberto Kunz ein Zeitfahren zu bestreiten bedeutet eigentlich nur noch um den zweiten Platz zu fahren. Und genauso war es dann auch. Alberto hat mir wie bereits 2015 knapp über eine Minute abgenommen. Auf 14 km!! Meine Zeit von 18 Minuten und 52Sekunden entspricht einen Schnitt von über 44 km/h. Eigentlich nicht so schlecht auf der welligen und Wind anfälligen sieben Kilometer Runde, die zwei mal zu fahren war. Alberto's Siegerzeit von 18:45 bedeutet einen Schnitt von knapp 47 km/h! Holla die Waldfee. Das ist schnell!

LVM EZF Saar 2016 - Senioren 2
v.l.n.r. Harry Weirich, Alberto Kunz, Meine Wenigkeit
Was kann man da machen, außer mehr und härter zu trainieren? Nun, Zeitfahren ist neben der athletischen Komponente natürlich vor allem eine Frage der Aerodynamik. Zu einem gewissen Teil kann man sich eine gute Zeit kaufen. Es gibt so viel zu optimieren: Der Helm, die Brille, der Zeitfahranzug, die Schuhe, Handschuhe, natürlich das Rad, die Laufräder und die Reifen. Um alles noch etwas zu komplizieren gibt es nicht z.B. den einen besten Reifen, oft kommt es auf die Kombination an. Welcher Reif auf welchem Laufrad in welchem Rahmen usw.

Am allerwichtigsten ist aber die Position. Möglichst klein, möglichst windschlüpfrig ohne dabei an Leistung einzubüßen. Und, im Gegensatz zu dem Material ist die Position ja eigentlich für umsonst zu haben. Natürlich muss man sich innerhalb des Reglements bewegen, was es dann wieder nicht ganz so einfach macht.

Wenn man sich zum Beispiel das folgende Foto ansieht wird deutlich, dass meine Position noch lange nicht optimal ist. Für ein Zeitfahren, noch dazu ein so kurzes bei dem der Komfort absolut zu vernachlässigen ist, sitze ich relative „aufrecht“ auf dem Rad. Die Verstellmöglichkeiten sind allerdings schon ausgereizt, es geht weder tiefer, noch weiter nach vorne. Das bedeutet entweder einen Vorbau mit negativem Winkel oder ein anderes Rad mit niedrigerem Steuerrohr.


Interessant wäre an dieser Stelle ein Blick in meine Leistungswerte gewesen, aber ganz ehrlich, mir war der Aufwand mit dem hin und her schrauben des Powermeters zu viel. In einem Rennen über 14 km spielt das ja auch keine Rolle. Man darf die ersten Kilometer nicht überziehen, aber danach gibt es nur noch eine Devise: Vollgas.

Die Analyse Möglichkeiten nach dem Rennen sind so natürlich beschränkt. Leistungswerte würden einen Rückschluss zulassen, ob die Minute Rückstand nur am Leistungsvermögen oder auch an der "aerodynamischen Effizienz" lag. Vielleicht werde ich den ganzen Aufwand doch mal betreiben und Versuchsreihen fahren mit verschiedenen Einstellungen und testen, wie viele Watt sich noch finden lassen.

Update:
Ich konnte doch nicht widerstehen den Strava Daten den letzten Rest Information zu entlocken. Ich habe ein Segment über zwei Runden angelegt. Das Ergebnis zeigt, wie stark Alberto Kunz gefahren ist. Auch wenn die Senioren 2 eine Runde weniger wie die Elite hatten, ist Alberto genau gleich auf mit Julian Braun von Kuota-Lotto, der mit 26:46 die zweitschnellste Zeit des Tages gefahren ist. Natürlich sind die Aussagen basierend auf Strava Daten mit Vorsicht zu genießen und nur wenige Fahrer sind mit einem Leistungsmesser gefahren. Allerdings wird auch so deutlich, dass Alberto sehr an seiner Position und der Aerodynamik gearbeitet hat. Die Durchschnittsleistung von 324 Watt ist an sich nicht unerreichbar spricht dafür, das er alles optimiert hat, was zu optimieren ist.





Wer sich für das Thema Zeitfahren und Optimierung interessiert, dem kann ich übrigens den Cycling Time Trial Podcast von Mark Florence nur wärmstens empfehlen!.

Links: 
Vorher auf unterlenker.com: Die Zeitfahr-Strecke in Rüssingen / Rüssingen 2014 
Ergebnisse 2016 RLP
Ergebnisse 2016 Gesamt

Sonntag, 13. September 2015

Mam Velo de Buurschter rop!

.. das ist Luxemburgisch und bedeutet: "Mit dem Fahrrad den Bourscheider hoch." Bourscheid ist eine Gemeinde in Luxembourg auf einem Höhenzug über der Sauer. Nach Bourscheid kann man von drei Seiten hinauf fahren, von Ettelbrück aus, von der Göbelsmühle und von Bourscheid-Moulin. Zumindest die beiden letzten Anstiege sind regelmäßig Bestandteil der Flêche du Sûd und der Tour de Luxembourg und, wenn auch keine Berge im Sinne eines Alpenpasses, so doch echte Hügel die im  Radrennen die Spreu vom Weizen trennen. Ich zumindest erinnere mich mit Schrecken an die Etappen der Flêche du Sûd, die den Anstieg auch gerne mehrfach im Programm haben.


Dieses Jahr fand zum dritten Mal ein Jedermann-Bergzeitfahren hinauf nach Bourscheid statt. Die Veranstaltung wird von den Gemeinden Bourscheid und Erpeldingen und dem Vélo Club UCN Ettelbrück organisiert. Am Start stehen alle Klassen von den Schülern bis zu den Masters, jeweils mit und ohne Lizenz, Jungs und Mädchen. Ein Novum dieses Jahr war das MTB-Bergzeitfahren, das am Vormittag ausgetragen wurde. Der Erlös der Veranstaltung geht komplett an die Stiftung von Kim Kirchen (Fondation Kim Kirchen), die sich für benachteiligte Kinder einsetzt. Kim Kirchen? Genau, der ehemalige Profi, der unter anderem für Telekom gefahren ist und Etappen bei der Tour und den Flêche Wallone gewonnen hat (Wikipedia).

Der Straßenkurs ist 3,3 Kilometer lang und überwindet 237 Höhenmeter. Die Steigung variiert recht wenig und ist nie wesentlich steiler als 10%, ein Berg, der sich in einem gleichmäßigen Rhythmus fahren lässt, wenn er einem denn grundsätzlich liegt. (Strava Segment)


Mein Start war viel später als erwartet erst um 15:44. Ich hatte mehr als genug Zeit den Berg zu erkunden und gemeinsam mit einem weiteren Masters Fahrer eine kleine Trainings-Runde zu drehen. Diesmal hatte ich keine Rolle dabei und habe mich ausschliesslich auf der Strasse warmgefahren. Am Ende hatte ich fast 40 Kilometer, dass sollte reichen.

Zu dem Rennen selber lässt sich eigentlich nicht viel sagen. Bergzeitfahren, Startrampe, Starter, Fünf - Vier - Drei - Zwo - Eins - Los. Antreten, Rhythmus finden, nicht überziehen, Tempo halten, am Schluß nochmal Gas geben. Im Ziel hatte ich eine Zeit von 9:16,8. Das war wohl nicht so schlecht. Ich war auf jeden Fall ernsthaft aus der Puste und habe mich erstmal ausgefahren. Wieder am Ziel habe ich den Transponder abgegeben und festgestellt, dass ich tatsächlich die schnellste Zeit des Tages gefahren bin, 0,3 Sekunden vor dem Zweiten, Lex Reichling. Denkbar knapp.



Siegerehrung, ich werde zweimal aufgerufen, einmal für den schnellsten Masters Fahrer mit Lizenz und einmal für die Gesamtwertung. Der Preis für den Schnellsten des Tages ist ein ganzer Luxembourger Schweine-Schinken. Ha, so eine Trophäe habe ich noch nie bekommen. Sensationell.

Nach der Siegerehrung habe ich mich noch eine Weile mit Kim Kirchen unterhalten und wir haben überlegt, ob und wo wir früher gemeinsam Rennen gefahren sind. Nach 20 Jahren war das natürlich nicht mehr so einfach zu rekonstruieren, was aber auch daran liegen kann, dass, wenn wir denn bei dem gleichen Rennen am Start standen, ich hinten ums Überleben gekämpft habe und Kim vorne um den Sieg gefahren ist!

Kim Kirchen ganz links, Lex Reichlich ist der Große mit Kappe, ich daneben mit Schinken.

Die Veranstaltung hat sehr viel mehr Starter verdient als die zehn Frauen und 80 Männer die gestern am Start standen. Top Strecke, top organisiert. Das Event mit Bier, Kuchenstand, belgischen Waffeln, Bratwürsten und Live-Musik war unmittelbar am Ziel, die Duschen fußläufig zu erreichen, die Stimmung hervorragend, dazu die wunderbare Landschaft entlang der Sauer. Und das Ganze auch noch für den guten Zweck und nicht für den Profit einer Event-Firma. Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich auch 2016 wieder mam Velo den Buurschter rop fahren!

Den Schinken haben wir heute direkt angeschnitten und ich muss sagen, der ist echt saugudd! Da kann man aber auch gar nix dran mäkeln (es sei denn man ist Vegetarier)! Lecker.


Links:
Interview mit Kim Kirchen auf rtl.lu
Ergebnisse
Veranstaltungs-Homepage
Fondation Kim Kirchen
mehr Fotos auf rtl.lu

Sonntag, 31. Mai 2015

Videos 10-2015

Stellt euch vor ihr startet bei einem regionalen Zeitfahren. Keine Startrampe, keine abgesperrten Straßen, keine elektronische Zeitmessung. Ihr seit ein ganz normaler Hobby Radfahrer und der Fahrer, der nach euch startet ist Bradley Wiggins! Genau so war es vor einigen Wochen in England. Hier ein großartiger Artikel auf cyclingweekly, unbedingt lesen! In dem Video kommt Sir Wiggins bei 6:20 von hinten vorbei geflogen. Andy hat etwas mehr als 60 km/h drauf und Wiggins wohl deutlich über 70 km/h! Wuschhhhh!!



Und es ist schon wieder wieder RedHook Season!! Action!!!


Hier ein sehr schönes Video des collectifparlee



Wenn ihr euch jetzt fragt, was es mit dem collectifparlee auf sich hat, findet ihr die Antwort in dem folgenden Video oder in dem Post auf cyclingtips.


Der Argo Sun God macht Werbung für seine Heimat:


Campa! Auf dem Youtube Channel gibt es übrigens noch mehr sehenswerte Filme!


Und zum Schluss noch dieses fantastische Video:

Dienstag, 5. Mai 2015

Gegen die Uhr

Am vergangenen Wochenende standen gleich zwei Saarlandmeisterschaften auf dem Programm und zum ersten Mal bin ich bei den Senioren 2 (41 - 50) gestartet.


Bei meinem zweiten Rennen diese Saison ging es am Samstag über 20 km gegen die Uhr. Die Meisterschaft des Saarländischen und des Rheinland-Pfälzischen Radsportverbandes wurde in Weselberg auf einer technisch anspruchslosen fünf Kilometer Strecke ausgetragen. Zweieinhalb Kilometer raus, Wendepunkt und auf dem parallel laufenden Radweg zurück. Die Senioren 2 hatten vier Runden zu fahren. Raus ging es mit Rückenwind etwas abwärts (Topspeed 60 km/h), auf dem Rückweg musste man die gleiche Welle dann wieder hoch.

Nach der schleppenden Vorbereitung über den Winter, einer Verletzungspause im März und lediglich zwei Trainingseinheiten auf dem Zeitfahrrad, hatte ich eigentlich keine grossen Erwartungen und bin relativ entspannt an den Start gegangen. Das Ergebnis war dann aber doch ganz zufriedenstellend. Hinter Alberto Kunz, der selbst wenn er nicht in Bestform ist im Zeitfahren in einer anderen Liga fährt, wurde ich zweiter Saarländern und hatte insgesamt die drittschnellste Zeit.
  • Alberto Kunz, RV Oberbexbach, 27:28,10
  • Stefan Steiner, RIG Vorderpfalz, 28:10,68
  • Boris Odendahl, Tri-Sport Saar-Hochwald, 28:38,95
Hier gibt es die detaillierten Ergebnisse.

Meine Rundenzeiten waren mit 6:50, 7:02, 7:07, 7:05 recht gleichmäßig, mein Durchschnittspuls mit 181 deutlich über der aerob-anaeroben Schwelle. An dem Tag war das alles was möglich war.

Zum Vergleich die Rundenzeiten von des Siegers: 6:37, 6:47, 6:47, 6:42.

Interessant ist noch, wenn man sich anschaut wo genau ich die Zeit verloren habe. Hier ein Strava Vergleich der jeweils letzten Runden von Alberto (6:42) und mir (7:05). Ich war auf jedem einzelnen Meter ein bisschen langsamer!




Falls jemand die Watt Werte vermisst, ich habe den Powermeter nicht auf das Zeitfahrrad umgebaut. Eigentlich ist ein Leistungsmesser gerade im Zeitfahren wichtig und sinnvoll um die Leistung besser einschätzen zu können. Bei einem Zeitfahren von 30 Minuten auf einer solchen vergleichsweise einfachen Strecke gibt es allerdings nur eins zu beachten: Voll Gas! Das Wissen um die Wattzahl hätte mich in diesem Rennen definitiv nicht schneller gemacht, die Auswertung wäre zwar interessant gewesen, aber das war mir ehrlich gesagt die Arbeit nicht wert.

Wie es am Sonntag bei der Meisterschaft auf der Straße weiterging, steht dann im nächsten Post! 

Donnerstag, 25. September 2014

Martin versus Wiggins oder Rennen versus Training

War das ein spannendes Zeitfahren um den Weltmeistertitel in Ponferrada! Dieses Jahr mit dem glücklicheren Ausgang für Bradley Wiggins, der 26,23 Sekunden schneller als Tony the German Panzerwagen Martin und 40,64 Sekunden vor dem Niederländer Dumoulin war. Die ersten Zwischenzeiten haben auf einen vierten Erfolg in Serie für Martin hoffen lassen, aber schnell wurde klar, dass es schwierig sein würde, Wiggins zu schlagen. Ich habe ja bis zum letzten Meter gehofft, das Tony Martin das Ruder mit einem furiosen Schlussspurt noch mal herumreissen kann, aber nein, es hat nicht gereicht.


Tony Martin, seine Trainer und Berater werden sich in den nächsten Tagen ohne Frage auf die Suche nach den verlorenen Sekunde machen. Interessant in diesem Zusammenhang ist das sehr unterschiedliche Rennprogramm das Martin und Wiggins 2014 absolviert haben.

Die klassische Straßenradsport Saison läuft ungefähr so ab: Im Winter werden Basis-Kilometer gesammelt. Grundlagenausdauer, lang, flach und vor allem viel. Ab Februar wird dann nicht mehr trainiert, sondern es werden Rennen gefahren, und zwar so oft wie möglich. Rennen, Rennen, Rennen. Die sollen dann die Form bringen. Rennhärte. Dazu benötigt man die Konstitution eines Pferdes. Friss oder stirb. Gut, das ist vielleicht überspitzt, aber im Prinzip hat man es früher so gemacht. Und auch heute gilt vielfach noch, jedes Rennen ist besser als Training.

Ein Blick auf ProCyclingStats zeigt dass Martin eher dieses klassische Programm mit 84 Renntagen und 12.300 Kilometer gefahren ist. Darunter die Tour de France und die ersten beide Wochen der Vuelta. Die "Sommerpause" (keine Rennen) zwischen Tour und Vuelta betrug rund vier Wochen. Er hat in den letzten Tagen mehrfach erwähnt, dass er sich müde fühlt. Kein Wunder bei dem Programm.

Wiggins ist hingegen 2014 an 47 Renntagen 7074 Kilometer gefahren. Darunter sechs einwöchige Rundfahrten (Andalusien, Tireno-Adriatico, Giro del Trentino, Kalifornien, Tour de Suisse, Tour of Briton), aber keine Grand-Tour und nur zwei Rennen zwischen den nationalen Meisterschaften am 29. Juni und dem Start der Tour of Briton am 07. September, den Prudential Ride London am 10. und den GP Ouest France am 31. August.

Wenn man erst nach der für Wiggins desaströsen Tour de Suisse Mitte Juni anfängt zu zählen, ist er mit gerade mal 13 Renntagen in den Beinen Zeitfahr-Weltmeister geworden!

Oder nehmen wir Chris Horner, der 2013 mit 42 Jahren die Vuelta gewonnen hat, ältester Grand Tour Sieger aller Zeiten. Er hatte 2013 lediglich Tirreno-Adriatico im März bestritten, ist dann bei der Katalonien Rundfahrt auf der zweiten Etappe ausgestiegen und ist erst im August zur Tour of Utah wieder aufgetaucht um danach die Vuelta zu gewinnen. (Es kann natürlich sein, dass ProCyclingStats nicht alle Rennen listet, bzw. nur die Großen.)

Meine eigene Erfahrung dazu: 2013 bin ich nur ein einziges Rennen gefahren, die Bergmeisterschaft im Homburg. Ich hatte insgesamt weniger Kilometer als 2014, habe mich aber gezielt nur auf dieses eine Rennen vorbereitet. 2014 hatte ich viel mehr Kilometer, bin mehr Rennen gefahren, hatte aber auch mehr Ziele und dementsprechend versucht, nicht nur einen, sondern mehrere Form-Höhepunkte zu haben. Und das ging rückblickend nicht gut, zumindest war ich in Homburg 2014 nicht schneller als 2013.

Damit kommen wir zu der eigentlichen Frage. Ist es bei der zielgerichteten Vorbereitung auf ein wichtiges Event besser auf Rennen zu verzichten und statt dessen zu trainieren?

Der Vorteil von Rennen ist, dass es dort leichter fällt, an die Grenze zu gehen und mal so richtig im roten Bereich zu fahren. Es kann aber genau so gut sein, dass man die Gruppe verpasst, im Hauptfeld festsitzt und frisch ins Ziel fährt. Wenn man den Erfolg nicht dem Zufall überlassen möchte und einem minutiösen Trainingsplan folgt, kann es besser sein, zu trainieren statt Radrennen zu fahren . Vielleicht stehen strukturierte Intervalle in einem ganz bestimmten Belastungsbereich auf dem Plan, dass wäre in einem Rennen schwierig umzusetzen. Weniger kann also durch aus mehr sein.

Also gilt jetzt Training statt Rennen, Rolle statt Asphalt, kurz und hart statt lang und ruhig?

Nicht unbedingt, das passt bei der Vorbereitung auf ein Zeitfahren besser als bei der Vorbereitung auf ein Strassenrennen. Auch werden erfahrene Rennfahrer, die wissen wie man sich im Feld bewegt und wie man Rennen fährt, eher auf solche verzichten können wie Rennfahrer, die das noch nicht vollständig beherrschen. Für wen aber der Spass am Wettkampf wichtiger ist als ein einzelnes Ergebnis, der soll Renen fahren. Denn Eines steht auch fest, Spass macht solch ein striktes Trainingsregime wahrscheinlich nicht.

Sonntag, 6. Juli 2014

LVM Zeitfahren

Gestern war es so weit, die Landesverbandsmeisterschaft im Einzelzeitfahren des Saarlandes und Rheinland-Pfalz in Rüssingen stand an. Nach Monaten der Vorbereitung sollte sich zeigen ob all das Training erfolgreich war. Wir kommen früh genug an und finden einen prima Parkplatz. Es ist windig, bewölkt und ab und an regnet es, im Großen und Ganzen sollte es aber trocken bleiben.

P7050279Minime startete um 13:00 in der U11 Klasse. Eine Runde zu sieben Kilometer müssen die Jüngsten bestreiten. Am Start stehen drei Jungs und vier Mädchen. Hendrik ist der einzige Saarländer am Start, solange er ankommt, hat er die oberste Stufe auf dem Treppchen sicher. Streng genommen kann bei so wenigen Startern gar keine Meisterschaft ausgetragen werden, dass man das bei den Kindern nicht so eng sieht ist allerdings nicht mehr als richtig. Die wenige Konkurrenz hält ihn dann auch nicht davon ab wirklich alles zu geben was in den dünnen Beinchen drinsteckt. Viel schneller als ich gedacht habe ist er wieder im Ziel, 13:37, das ist ein Schnitt von über 31 km/h auf einer gar nicht so einfachen Strecke mit sehr viel Wind. Bravo! Damit wäre er auch Zweiter der Rheinland-Pfälzer geworden. Nur 13 Sekunden hinter dem jüngsten Spross der Märkl Radsport Dynastie.

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Damit lag die Latte schon mal ganz schön hoch! Mein Start war um 15:06. Eine Stunde vorher habe ich mich auf der Rolle warmgefahren. 30 Minuten easy spinning, schwitzen und Muskeln auf Temperatur bringen. Ein Powergel und etwas Wasser. Danach kam der fast schwierigste Teil des Tages, in den Castelli Bodypaint Rennanzug "einzusteigen". Alleine ist das annähernd ein Ding der Unmöglichkeit, glücklicherweise hatte ich gestern helfende Hände. Um den empfindlichen Stoff nicht zu beschädigen,  haben wir versucht die Startnummer mit Magneten zu befestigen. Da mir die original Race-Dots zu teuer waren, habe ich es mit einem Nachahmer Produkt versucht, Fix-Points. Aber, soviel kann ich nach einigen Versuchen sagen, Fix-Points taugen gar nix. Zumindest komme ich nicht klar damit. (Warum? Test folgt in einem späteren Post) Also doch bewährte Sicherheitsnadeln. Danach habe ich noch das Vorderrad gewechselt. Die neun cm Felge raus und die sechs cm rein. Bei dem starken Wind, der teilweise genau von der Seite kam, erschien es mir besser auf etwas Aerodynamik zu verzichten als den Abflug zu machen, weil es das Vorderrad zerreißt. Am Start gab es dann zu meiner Überraschung keine Materialkontrolle. Und ich habe mir Gedanken gemacht ob meine Schalthebel einen Millimeter zu weit vor dem Tretlager sind.

Zu dem Rennen selber gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Zeitfahren halt. 30 Minuten im anaeroben Bereich. Wer am meisten Schmerzen aushält gewinnt. Na ja, es gibt schon noch andere Gründe als die Leidensfähigkeit, aber zwischen zwei gleich starken Fahrern macht das den Unterschied. Wie bei der Erkundung der Strecke herrschte raus Gegenwind und rein Rückenwind. Auf dem Flachstück nach der Steigung bin ich gegen den Wind gerade so 40 km/h gefahren, hatte dafür auf dem Rückweg aber um die 55 km/h auf der Uhr stehen. Die Rhythmuswechsel an den Wenden haben mir nichts ausgemacht, dass war kein Problem.

Da die Fahrer mit nur 30 Sekunden Abstand auf die Strecke geschickt wurden, hatte ich den vor mir gestarteten Christoph Ruffing immer im Blick und konnte an den Wendepunkten ganz gut die Zeit abschätzen, die ich schon gewonnen hatte. Am Anfang schien es mir in einem Anflug von Größenwahn, dass ich die Lücke sogar ganz auffahren könnte, aber ab der zweiten Runde war ich froh meinen knappen sechs Sekunden Vorsprung zu halten. Die Abstände zu den hinter mir gestarteten Fahrern ließen sich schwieriger abschätzen. Aber es schien jede Runde mehr zu werden und die drei Fahrer kamen mir nach der Wende immer später entgegen.

Die Uhr bleib für mich nach 28 Minuten und 34 Sekunden stehen. Das war der fünfte Platz insgesamt und der zweite Platz in der Saarlandwertung. Ich gebe es zu, natürlich habe ich insgeheim gehofft Saarlandmeister zu werden. Aber gut, für den Senior im Feld, die relativ wenigen Trainings- und lächerlich wenigen Rennkilometern war das gar nicht so schlecht. Ich kann ehrlich zufrieden sein.

Es wäre natürlich schön wenn sich insgesamt mehr Fahrer der Herausforderung des Zeitfahrens stellen würde, so waren mal wieder die Spezialisten und Liebhaber unter sich, was der Qualität aber keinen Abbruch getan hat.

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Ein Blick in die Daten zeigt einen Durchschnittspuls von 186 an. Damit sollte es nicht daran gelegen haben, dass ich mich zuwenig angestrengt hätte. Sobald die Schmerzen im Ziel nachlassen und man wieder Luft bekommt denkt man sich dann aber doch immer, ah, da wäre noch was gegangen, du hättest mehr beißen müssen. Zumindest mir geht es oft so. Vielleicht sind 20 km auch einfach zu wenig um sich so ins Koma zu fahren, dass man nach dem Ziel fast zusammenbricht. Ich würde jetzt eigentlich schon sagen, dass ich auch noch eine vierte Runde in annähernd der gleichen Zeit gefahren wäre. Vielleicht aber auch nicht. Um das herauszufinden muss ich dann wohl mal bei einem 30 oder 40 km langen Zeitfahren starten.


Aber damit sind wir noch nicht am Ende der Geschichte. Ein Wort zur Siegerehrung: Zu meiner Überraschung sind die Medaillen des Saarländischen Radfahrer Bundes inzwischen noch nicht mal mehr graviert. Jetzt habe ich eine blanko Gold (von Hendrik) und eine blanko Silber Medaille zu Hause. Schade, auch wenn der sportliche Wert einer Saarlandmeisterschaft begrenzt ist, finde ich es doch eine schöne Erinnerung wenn ich heute meine Medaillen "von früher" genau zuordnen kann.

An dieser Stelle hätte ich ja auch gerne auf die Ergebnisse verlinkt, die von Rheinland-Pfalz finden sich hier, auf der Homepage des SRB wird in diesem Jahrzehnt wahrscheinlich nichts mehr veröffentlicht. Daher hier die Ergebnisse der Elite und hier und hier die der Jugendklassen (Danke Jörg).

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Das Saarlandpodest, von links nach rechts: Platz Vier Patrick Lechner (88, KT, Bike Aid), Boris Odendahl (74, C, Tri-Sport), Michael Hümbert (90, KT, Bike Aid), Christoph Ruffing (89, C, Oberbexbach),  Platz Fünf Oliver Zwick (90, B, Oberbexbach), Jörg Aumann, Vize Präsident SRB

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Vater und Sohn!

Auch das ist noch nicht das Ende eines langen Tages gewesen, zum ersten Mal in meinem Leben musste ich nämlich zur Dopingkontrolle. Der Teil der Geschichte ist aber einen eigenen Post wert. ......