Dienstag, 24. Juni 2014

Obacht!

Ich war heute beim Hautarzt und habe eine Salbe wegen so einem Gedöns am Finger verschrieben bekommen. Und was ist drin wenn's helfen soll? Na.. ? Genau, Kortison.

Vor einigen Jahren hätte eine solche Salbe noch zu einem positiven Dopingtest führen können. Inzwischen ist die dermale Anwendung (=auf die Haut auftragen) aber freigegeben und setzt auch keine Ausnahmegenehmigung voraus.

Zur Sicherheit habe ich das Präparat und auch den Wirkstoff in der Datenbank der NADA (Nationale Anti Doping Agentur) nachgeschlagen, beides aber nicht gefunden. Meine Email an die NADA wurde postwendend beantwortet. Das Präparat enthält tatsächlich Kortison, Salbe ist aber ok. Sollte ich kontrolliert werden, muss ich die Anwendung angeben.

Jeder Sportler muss wissen, dass er für dass, was in seinen Körper kommt selber verantwortlich ist. Von meinem Hausarzt kann ich nicht erwarten, dass er sich mit dem Anti-Dopingreglement auskennt und mir schon das Richtige verschreiben wird. Das gleiche gilt für Nahrungsergänzungsmittel. Kann ich wirklich darauf vertrauen, dass dieser super duper Wirkstoff legal ist? Oder dass nicht doch noch irgendetwas drin ist, was nicht deklariert ist?

Für jeden Athleten sollte es ein Automatismus sein, jedes Medikament und jedes Nahrungsergänzungsmittel gegen die Medikamentendatenbank der NADA bzw. gegen die Kölner Liste zu checken. Ohne Ausnahme. Im Zweifel sollte man direkt nachfragen. Damit kann man nicht früh genug anfangen und sollte es auch tun, wenn man eher nicht mit Kontrollen rechnen muss. Ich bin noch nie in meinem Leben kontrolliert worden, aber wie peinlich wäre es wenn doch, und gerade dann, .. Nicht auszudenken. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

Hier gehts zur NADA Startseite und hier zu NADAmed, der Medikamenten Datenbank. Für Letztere gibt es auch eine App für Android und iOS, mit der das Nachschlagen schnell und einfach geht.

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