Montag, 25. August 2014

Shut up legs - forever!

Heute auf der Heimfahrt war ich doch sehr überrascht, dass das letzte Rennen von Jens Vogt eine Meldung am Ende der Nachrichten Wert war. Ja, richtig, der öffentlich rechtliche Rundfunk berichtet nur am Rande von der Tour de France, wenn überhaupt. Das Jens Vogt bei einem zweitklassigen Rennen in der USA mal wieder einen ergebnislosen Ausreißversuch gefahren ist und sein letztes Radrennen auf Platz 34 beendet hat, bekommt 20 Sekunden Sendezeit, in den 19:00 Nachrichten des Saarländischen Rundfunks! Das ist recht viel. Ohne Frage eine verdiente Anerkennung für einen harten Arbeiter am Ende einer langen Karriere.

Die Begeisterung für Jens ist am Schluss seiner Farewell Tour schon fast in Hysterie umgeschlagen, Jens war mehr Meldungen wert als der Sieger des jeweiligen Rennens. Und er wird sogar von seinen Konkurrenten über den grünen Klee gelobt, fast entschuldigt man sich, ihn einzuholen. (Es gab einen Blog Post eines Cannandole Fahrers über die Etappe in Colorado als sie Jens einen Kilometer vor dem Ziel abgefangen haben, ich finde ihn leider nicht mehr). Da muss man schon ein besonderer Kerl sein um solchen Respekt zu genießen. Darüber hinaus gibt es ein Farewell Rad, Farewell Schuhe, Farewell Dies und Farewell Das. Nicht zu vergessen der Farewell Twitter Hashtag #FarewellJens.

Neben all dem Jubel und Hurra eine etwas differenziertere Sichtweise dazu von den Wächtern der Regeln, den Velominati, hier nachzulesen.

Update: Jens Haltung zu dem Doping Dings im Radsport erinnert mich an das japanisches Sprichwort "mizaro, kikazaru, iwazaru". Vielleicht tue ich ihm damit Unrecht, vielleicht aber auch nicht. Ich weiss es nicht.


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