Montag, 25. Juli 2016

Zaitfuehren ob der Musel

Das ist Luxemburgisch und bedeutet, die Übersetzung ist keine Herausforderung, Zeitfahren an der Mosel. Zehn flache Kilometer Mosel abwärts von Remich nach Ehnen mit einem recht engen Wendepunkt einen Kilometer vor dem Ziel. Die Strecke führte teilweise über den Radweg entlang der Mosel, teilweise über die Nationalstraße. Dort lief der Verkehr ganz normal, das stellte aber kein Problem dar, der Platz reicht locker für Autos und Radfahrer. Durch die Schleifen der Mosel ist die Strecke gar nicht so einfach wie man beim Blick auf das Profil vermutet, denn egal wie der Wind steht, irgendwo kommt er immer von vorne oder zumindest nicht von hinten. Da kann man sich schon mal verschätzen.

Das Rennen wurde als Jedermann-Rennen ausgetragen, das bedeutete dass man auch ohne Lizenz und mit nicht UCI-regelkonformen Zeitfahrrädern fahren durfte. Gleichzeitig war das Rennen die Vereinsmeisterschaft des RSC Obermosel-Winchringen.

Am Start fanden sich alle Leistungs- und Alterskategorien. Der jüngste Starter Lennard Hau war gerade mal sieben Jahre alt, der älteste Starter, Hans May stolze 77. Es gab Starter mit normalen Rennrädern, solche die es mit der Aeroposition nicht so genau nahmen und eine ganze Reihe mit vollen Zeitfahr-Equipment. Die Zeiten in der Spitze waren dann auch recht flott und immerhin zehn Fahrer blieben unter 14 Minuten.

So in etwa stelle ich mir das bei den englischen Zeitfahren vor. Dort starten ja auch alle Leistungsklassen in einem Rennen und es kann schon mal vorkommen, dass der Clubfahrer von dem  Zeitfahrweltmeister überholt wird. Vielleicht starten ja auch mal einige der Luxemburger Profis in den nächsten Jahren? Das wäre ein coole Sache.

Mein Rennen? Ich war ganz zufrieden. Ohne spezielle Vorbereitung und mit einem etwas kurz geratenen Aufwärmen konnte ich immerhin die viertschnellste Zeit gesamt und die beste Masters Zeit für mich verbuchen. Für nächstes Jahr muss ich aber doch nochmal an meiner Zeitfahrposition arbeiten. Dringend! Als erstes brauche ich einen anderen Sattel auf dem ich das Becken weiter nach vorne kippen kann. Für die paar Minuten muss es zwar nicht bequem sein, aber so wie es im Moment ist, mache ich noch mehr Katzenbuckel als ich ohnehin schon habe. Das sieht ja fürchterlich aus!

Ganz und gar nicht fürchterlich sondern im Gegensatz allererste Sahne war die Organisation der Veranstaltung durch Muselbikes und den RSC Winchringen. Es gab eine elektronische Zeitmessung, personalisierte Startnummern, eine anständige Startrampe, ausreichend Streckenposten, Geschenke für jeden Teilnehmer, eine Magnum Flasche Luxemburger Cremant für die Sieger und ausgelassene Stimmung im Ziel. Und das Wetter hat größtenteils auch gehalten. Was will man mehr? Ich kann nur sagen: Weiter so und bis 2017!

Ich bin mir nicht ganz sicher, da man die Startnummer nicht sehen kann, aber das sollte der jüngste Teilnehmer sein, Lennard Hau vom RSC Wincheringen, der die 10,4 Kilometer in beachtlichen 22:27 gefahren ist (27,8 km/h)

Hans May, auch vom RSC Wincheringen, mit 77 der Älteste. Man beachte das kleine Kettenblatt!

Ja, die Position bedarf wirklich einer dringenden Verbesserung!

 Podest Masters

Prost!

 

 

 


Links:
Muselbikes Facebook Seite
RSC Wincheringen Homepage
Ergebnisse
Bilder von Jeff Golden von Sportfotos.lu auf Facebook

Sonntag, 24. Juli 2016

Zaitfuehren ob der Musel

Das ist Luxemburgisch und bedeutet, die Übersetzung ist keine Herausforderung, Zeitfahren an der Mosel. Zehn flache Kilometer Mosel abwärts von Remich nach Ehnen mit einem recht engen Wendepunkt einen Kilometer vor dem Ziel. Die Strecke führte teilweise über den Radweg entlang der Mosel, teilweise über die Nationalstraße. Dort lief der Verkehr ganz normal, das stellte aber kein Problem dar, der Platz reicht locker für Autos und Radfahrer. Durch die Schleifen der Mosel ist die Strecke gar nicht so einfach wie man beim Blick auf das Profil vermutet, denn egal wie der Wind steht, irgendwo kommt er immer von vorne oder zumindest nicht von hinten. Da kann man sich schon mal verschätzen.

Das Rennen wurde als Jedermann-Rennen ausgetragen, das bedeutete dass man auch ohne Lizenz und mit nicht UCI-regelkonformen Zeitfahrrädern fahren durfte. Gleichzeitig war das Rennen die Vereinsmeisterschaft des RSC Obermosel-Winchringen.

Am Start fanden sich alle Leistungs- und Alterskategorien. Der jüngste Starter Lennard Hau war gerade mal sieben Jahre alt, der älteste Starter, Hans May stolze 77. Es gab Starter mit normalen Rennrädern, solche die es mit der Aeroposition nicht so genau nahmen und eine ganze Reihe mit vollen Zeitfahr-Equipment. Die Zeiten in der Spitze waren dann auch recht flott und immerhin zehn Fahrer blieben unter 14 Minuten.

So in etwa stelle ich mir das bei den englischen Zeitfahren vor. Dort starten ja auch alle Leistungsklassen in einem Rennen und es kann schon mal vorkommen, dass der Clubfahrer von dem  Zeitfahrweltmeister überholt wird. Vielleicht starten ja auch mal einige der Luxemburger Profis in den nächsten Jahren? Das wäre ein coole Sache.

Mein Rennen? Ich war ganz zufrieden. Ohne spezielle Vorbereitung und mit einem etwas kurz geratenen Aufwärmen konnte ich immerhin die viertschnellste Zeit gesamt und die beste Masters Zeit für mich verbuchen. Für nächstes Jahr muss ich aber doch nochmal an meiner Zeitfahrposition arbeiten. Dringend! Als erstes brauche ich einen anderen Sattel auf dem ich das Becken weiter nach vorne kippen kann. Für die paar Minuten muss es zwar nicht bequem sein, aber so wie es im Moment ist, mache ich noch mehr Katzenbuckel als ich ohnehin schon habe. Das sieht ja fürchterlich aus!

Ganz und gar nicht fürchterlich sondern im Gegensatz allererste Sahne war die Organisation der Veranstaltung durch Muselbikes und den RSC Winchringen. Es gab eine elektronische Zeitmessung, eine anständige Startrampe, ausreichend Streckenposten, Geschenke für jeden Teilnehmer, eine Magnum Flasche Luxemburger Cremant für die Sieger und ausgelassene Stimmung im Ziel. Und das Wetter hat größtenteils auch gehalten. Was will man mehr? Ich kann nur sagen: Weiter so und bis 2017!

Ich bin mir nicht ganz sicher, da man die Startnummer nicht sehen kann, aber das sollte der jüngste Teilnehmer sein, Lennard Hau vom RSC Wincheringen, der die 10,4 Kilometer in beachtlichen 22:27 gefahren ist (27,8 km/h)

Hans May, auch vom RSC Wincheringen, mit 77 der Älteste. Man beachte das kleine Kettenblatt!

Ja, die Position bedarf wirklich einer dringenden Verbesserung!

 Podest Masters

Prost!



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Freitag, 22. Juli 2016

GFNY Deutschland

In knapp vier Wochen findet der erste GFNY Deutschland statt, Nummer 10 einer Veranstaltungsserie, die sich mit Stationen in Nord und Südamerika, Europa und Asien einmal um den Globus spannt.

Vor einigen Wochen bin ich in Frankreich den GFNY Mt. Ventoux gefahren und dort auf der Bike-Expo auch mit dem Veranstalter des GFNY Deutschland, Paul Fasse, ins Gespräch gekommen.

Unterlenker: Am 28.08.2016 findet der erste GFNY Deutschland statt. Warum gerade Hameln? Der Ort steht nicht unbedingt auf der Liste der Hot-Spots „Radfahren in Deutschland“.

GFNY Deutschland: Die Region um Hameln und das Weserbergland bietet eine schöne Landschaft und topografische Herausforderungen. Neben flachen Passagen gibt es viele Hügel und kurze giftige Anstiege. Die Verkehrsanbindung ist ideal mit dem Hannover Airport für internationale Teilnehmer und mit den Autobahnen A2 und A7 auch mit dem PKW gut zu erreichen. Die Stadt Hameln an sich hat eine gut erhaltene mittelalterliche Altstadt und bietet somit tolle Rahmenbedingungen und schöne Motive. Die bekannte Rattenfänger-Sage ist weltbekannt und zählt in vielen Ländern zum klassischen Unterrichtsstoff in der Schule.

Unterlenker: Am gleichen Tag findet mit dem Ötztaler die Mutter aller Radmarathons statt. Was unterscheidet die beiden Veranstaltungen und warum sollen Radfahrer besser nach Hameln statt nach Sölden fahren?

GFNY Deutschland: Das Rennen in Österreich hat eine lange Tradition. Viele Rennfahrer bemühen sich jedes Jahr auf’s neue um einen der begehrten Startplätze. Wir wollen mit unserem Rennen in Hameln zeigen, dass man für einen Radmarathon mit vielen Höhenmetern nicht unbedingt immer in die Alpen fahren muss. Auch der norddeutsche Raum und die Mittelgebirge bieten ein anspruchsvolles Terrain. Bei uns steht das Motto „BE A PRO FOR A DAY“ im Vordergrund. Um das Rennen herum und am Renntag sollen sich die Teilnehmer wie Profis fühlen. Alle starten im gleichen Trikot, es gibt eine offizielle Einschreibung, eben wie bei den Profis.

Unterlenker: Es sind noch gute vier Wochen bis zum „großen Tag“. Wann habt ihr mit der Vorbereitung angefangen und wie viele Personen sind in die Organisation einer solchen Veranstaltung involviert?

GFNY Deutschland: Die Tage bis zum Event werden kürzer und die Nächte mit Planungen und Telefonaten immer länger. Gestartet haben wir vor einem Jahr mit den Planungen. Wobei die Idee eines GFNY-Rennens in Deutschland schon länger besteht. Wir sind im Kernteam 2 Personen, die sich regelmäßig treffen und die Planungen voran treiben. Um uns herum wirken aber noch viele helfende Hände, die uns bei den einzelnen Aufgaben unterstützen und zuarbeiten. So ein Radsport-Event entsteht langsam und benötigt sehr viel Arbeit. Wir freuen uns aber auf den 28.August, wenn alle Teilnehmer glücklich und zufrieden über die Ziellinie fahren.

Unterlenker: Was war die größte Herausforderung bei der Organisation?

GFNY Deutschland: Ganz klar die behördliche Genehmigungsphase. Es gibt eine Vielzahl von Auflagen und Herausforderungen, die man bewältigen muss. Wenn dann die Genehmigung eintrifft, dann ist es schon eine große Erleichterung. Aber auch die Bereitschaft von fast 400 Helfer ist beachtlich. Das Engagement und die Überzeugung zur Unterstützung ist auch in der Gesellschaft in und um Hameln sehr groß.

Unterlenker: Bei einem Blick auf die Streckenführung fällt auf, dass der Gran Fondo zwei große Runden fährt. Das ist recht ungewöhnlich, wie kam es dazu?

GFNY Deutschland: Wir wollten eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke kreieren. Der erste Streckenentwurf mit einer 170km Runde war leider nicht genehmigungsfähig aufgrund der umfangreichen Sperrmaßnahmen. Daher haben wir eine adäquate Lösung gesucht und im Kurs auch gefunden. Der große Vorteil ist, dass die anspruchsvollen Steigungen gleich doppelt absolviert werden müssen. In der ersten Runde quasi zum Antesten und in der zweiten Runde unter Volllast (lacht).

Unterlenker: Ein Kritikpunkt an vielen Gran Fondo Veranstaltungen ist, dass die nicht lukrative Nachwuchsarbeit den klassischen Radsportvereinen überlassen wird. Im Rahmen von Rad am Ring gibt es seit einigen Jahren ein Junioren Rennen, bei dem der Nachwuchs eine tolle Möglichkeit geboten bekommt sich vor einem großen Publikum zu messen. Was macht GFNY Deutschland zur Förderung des Nachwuchses?

GFNY Deutschland: Wir arbeiten in der Planung eng mit dem RRV Hameln zusammen. Der Radsportnachwuchs ist ja in gewisser Weise das Fundament und auch potentieller Kunde in den nächsten Jahren. Daher war es uns auch wichtig die Kinder und Jugendlichen für GFNY Deutschland zu begeistern. Es wird einen Mini Gran Fondo geben, wo die Kids kräftig in die Pedale treten können. Selbstverständlich wartet im Ziel dann auch eine begehrte Medaille auf alle Finisher.

Unterlenker: Ist es denkbar dass in Zukunft auf den ohnehin schon gesperrten Straßen in Hameln im Zusammenhang mit dem GFNY Deutschland auch Lizenzrennen ausgetragen werden? Ein rasanten Kriterium oder ein Rundstreckenrennen? Die Lizenzfahrer als Lückenfüller zu den Gran Fondo Fahrern, sozusagen?

GFNY Deutschland: Die Ideen und Möglichkeiten im Rahmenprogramm eines solchen Events sind vielfältig. Wichtig ist für uns im ersten Jahr eine gute und professionelle Veranstaltung umzusetzen. Sicherlich gibt es Möglichkeiten den Lizenzsport mit einzubinden. Man kann beispielsweise ein richtiges Radwochenende daraus machen und von Freitag – Sonntag Spitzensport in Hameln bieten. Konkrete Planungen dazu gibt es allerdings noch nicht.

Unterlenker: Wie viele Teilnehmern können bei dem GFNY Deutschland starten und gibt es für kurzentschlossene noch Plätze?

GFNY Deutschland: Um allen Teilnehmern ein tolles Event zu ermöglichen haben wir die Teilnehmerzahl auf 1.000 Teilnehmer limitiert. Gut die Hälfte aller Startplätze ist bisher vergeben. Die Anmeldung ist noch geöffnet und auch kurzentschlossene können sich am Eventwochenende auf der Bike-Expo im Weserberglandzentrum noch nachmelden. Natürlich nur so lange der Vorrat reicht.

Unterlenker: Aus welchen Ländern liegen euch Anmeldungen vor?

GFNY Deutschland: Die Teilnehmer kommen aus 20 verschiedenen Nationen, darunter: USA, Brasilien, Frankreich, Norwegen, Schweden, Dänemark, England, Schottland, Österreich um nur einige zu nennen.

Unterlenker: Vielen Dank für die interessanten Antworten.

Unterschätzen sollte man die Stecke entlang der Weser und durch das Weserbergland also nicht. Die 163 Kilometer lange Gran Fondo Strecke hält immerhin 2200 Höhenmeter und die 110 Kilometer lange Media Fondo Strecke 1400 Höhenmetern bereit. Darüber hinaus kommt die alte Weisheit ins Spiel, dass nicht die Strecke, sondern die Fahrer und die Geschwindigkeit ein Rennen schwer machen.

Was gibt es ansonsten für Gründe nach Hameln zum GFNY Deutschland zu fahren?
  • GFNY ist für seine tadellose Organisation bekannt. Ob sich das zurecht von den Veranstaltungen am Mt. Ventoux ableiten lässt, kann man natürlich erst hinterher sagen. Ich werde berichten.
  • Das hochwertige Trikot ist im Startpreis von derzeit 155 Euro inbegriffen und man bekommt es bereits vor dem Rennen und nicht nur wenn man den Gran Fondo beendet.
  • Mit einigen hundert Fahrern im gleichen Trikot zu starten, hat schon was und ist ziemlich einmalig. 
  • GFNY hat meines Wissens nach als einziger Radmarathon / Jedermannrenn-Veranstalter ein klares Anti-Doping Statement in den Teilnahmebedingungen und man muss tatsächlich damit rechnen, getestet zu werden. Das sollte einige Gran Fondo Profis mit spektakulären Leistungen von der Teilnahme abhalten und so für mehr Chancengleichheit sorge
Links:

Montag, 18. Juli 2016

N+1: Cinelli Advantage Pro SLX

Zu meinem 40. Geburtstag hat mir mein bester Freund Christian einen Cinelli Stahlrahmen aus SLX Rohren geschenkt. Ein tolles Stück mit einer ungewöhnliches Lackierung, teils Grau, teils Magenta, die Ausfallenden und die Kettenstrebe verchromt, ausliegende Züge. An einen Cinelli Rahmen gehören, keine Frage, Campagnolo Teile. DIE Gelegenheit aus meiner nix-mehr-wert-aber-zu-schade-zum-wegwerfen-Kiste die besten Teile rauszusuchen und einen Cappuccino Renner zusammenzubauen. Ihr wisst ja, N+1 und so. Campagnolo Chorus und Record, 9-fach,  Ergopower aus Carbon, Vierkant-Innenlager mit italienischem Gewinde, Standard Kurbeln, 39/53. Vor 20 Jahren war das alles noch Stand der Technik.

Christian hat mir noch einen sensationellen Cinelli Vorbau gegeben, der, bei dem der Lenker vom Schaft aus geklemmt wird. Dummerweise war es auch schon damals mit der Kompatibilität so eine Sache. Der Durchmesser der Cinelli Lenker ist nämlich geringfügig größer als der, der 3ttt Lenker, die ich noch hatte. So ein Pech.

Neben dem Lenker müssen auch noch die schwarzen TA Kettenblätter gegen helle Campa Blätter getauscht werden. Und das Lenkerband und der Sattel sind auch noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Beides sollte von der Farbe her ja zueinander passen, das graue Lenkerband war, wie alles andere an dem Rad auch, halt gerade noch da und passt irgendwie ja auch zu dem Rahmen. Mal sehen. Und dann habe ich da noch unbenutzte, flache Campagnolo Schlauchreifenfelgen stehen, aus denen man einen tollen Laufradsatz für dieses Rad bauen könnte. Ein bißchen Verbesserungspotential gibt es also noch, aber es soll ja auch kein Rad für die Vitrine werden, sondern eines, dass gefahren wird.

Von der Kosmetik und dem Lenker mal abgesehen, war es absolut unproblematisch das Rad zusammenzubauen und eigentlich ruck zuck erledigt. Warum ich trotzdem eineinhalb Jahre gebraucht habe weiss ich auch nicht.

Als Reifen sind 25er Conti Grand Prix Classic montiert. Durch die horizontalen Ausfallenden muss man bei dem Hinterrad übrigens die Luft ablassen um es zu montieren!

Wie sich das Rad fährt? Das werde ich berichten, wenn ich etwas mehr als nur die Straße hoch und runter gefahren bin. Bis dahin, Bilder:











Samstag, 16. Juli 2016

Mam Velo de Buurschter rop 2016

Am 10. September findet die vierte Edition des Bergzeitfahrens am Bourscheider Berg im Norden Luxembourgs statt. Veranstaltet wird das Rennen von der Gemeinde Bourscheid-Erpeldange, dem Veloclub UCN Ettelbrück und der Fondation Kim Kirchen.


Letztes Jahr war ich dort überraschend der Schnellste und habe einen ganzen Schinken gewonnen!  Vor einigen Tagen habe ich das letzte Päckchen aus dem Tiefkühlschrank genommen und brauche jetzt dringend Nachschub! (Ich hoffe doch, dass es dieses Jahr wieder einen Schinken zu gewinnen gibt.)

Neben dem Bergzeitfahren auf der Straße findet auch ein Uphill für Mountainbiker statt. Und wer es lieber gemütlich angeht, kann ab 9:00 bei der Rondonnée (RTF) auf der Straße (41 km) oder im Gelände (12,7 km) die tolle Landschaft im Norden Luxembourgs genießen.

Die Rondonnée kostet kein Startgeld, für das Bergzeitfahren fallen 10 Euro (unter 18J) bzw. 15 Euro (ab 18J) an, egal ob auf der Straße oder im Gelände, wer zwei mal startet (Straße und MTB) bezahlt 20 Euro. Starten können alle Alters- und Leistungsklassen. Von den Schülern bis zu den Masters und von den Hobbyfahrern bis zu den Amateuren. Die Erlöse gehen an die Fondation Kim Kirchen, die benachteiligten Kindern hilft.

Eine wirklich schöne Veranstaltung in einer der schönsten Gegenden Luxembourgs und ein perfektes letztes Saisonziel vor der Winterpause. Kann ich nur wärmstens empfehlen. Also, worauf wartet ihr? Alle Infos und die Online-Anmeldung finden sich auf www.Buurschter.lu. Ich werde auf jeden Fall am Start stehen!

Wer nicht aus der Gegend ist, für den bietet sich übrigens ein verlängertes Wochenende an. Der Norden Luxembourg hat einiges zu bieten! Infos hier und hier.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Tour de Luberon

Es gibt viele fantastische Landschaften zum Radfahren. Ganz vorne dabei ist ohne Zweifel die Provence und dort ganz besonders die Gegend um den Ventoux. Im Sommer kann es zwar schon mal etwas heiß werden, der Mistral macht auch nicht immer Freude und das Meer ist noch gute 100 Kilometer entfernt, aber dafür warten endlose Staßen ohne Autoverkehr in einer fantastischen Landschaft, dazu der Duft der Pinien und des Lavendel, der Gesang der Zirkaden, das strahlende Blau des Himmels und das besondere Surren der Reifen auf dem rauhen, französischen Asphalt.

Ein guter Ausgangspunkt für Touren ist in der Tat die Gegend am Fuß des Ventoux. Im Westen die Rhone-Ebene, in den anderen Richtungen Berge jeder Schwierigkeit und dazwischen sanfte Hügel. Übrigens immer noch die beste Option zur Planung von Radtouren ist die gelbe Michelin Karte im Maßstab 1:200.000. Eine Kopie in der Trikottasche ist besser als jede elektronische Karte!


Von unserem Quartier in Malaucene fahren wir in südlicher Richtung los und biegen nach wenigen Kilometern links zum Col de la Madeleine ab. Ein Col ist immer gut. Das gibt dem Bergauffahren gleich einen ganz anderen Stellenwert, auch wenn der Col de la Madeleine bei Bedoin natürlich nicht mit dem Col de la Madeleine in den Alpen zu verwechseln ist und im Vergleich zu Letzterem mehr eine Schippe Sand als ein echter Berg ist. Aber Col ist Col! Kurz nach der Passhöhe aus Richtung Malaucene kommend eröffnet sich ein erster spektakulärer Blick auf den alles überragenden Ventoux.



Von Bedoin aus geht weiter in südlicher Richtung über kleine Departement Straßen bis nach Venasque. Den Ort lässt man rechts liegen und nach wenigen Kilometern moderatem Anstieg über offene Felder beginnt der Anstieg zum Col de Murs. Die Straße windet sich auf sechs Kilometern durch ein enges Tal und unablässig folgt Kurve auf Kurve, ständig wechselt der Blick und man fragt sich was wohl als nächstes kommt. Die Antwort darauf, soviel sei vorweggenommen, ist einfach: Die nächste Kurve.  Die Steigung ist moderat und bei angepasstem Tempo lässt sich der Berg genießen (Wenn man schnell fährt tut natürlich auch der Col de Murs weh). Die Passhöhe ist bei 627 Metern erreicht. Nach den ersten Kurven der Abfahrt öffnet sich eine weite Aussicht auf den Nationalpark des Luberon.

Wenige Kilometer später sind wir im Weiler Murs angekommen und biegen links ab Richtung Sault. Die Straße wird noch eine Nummer schmaler und wieder geht es Berg auf, nur wenige Prozent zwar, dafür aber stetig. Nach einer Weile taucht recht überraschend der Col de la Ligne auf. An der Passhöhe machen wir schnell ein Foto und weiter geht es. Auf der Abfahrt hat man immer wieder einen weiten Blick hinüber zum Ventoux, der irgendwie wie ein schlafender Riese träge in der Sonne liegt.

Auf dem Weg nach Sault liegt noch ein weiterer Anstieg vor uns. Diesmal kein Col, aber bei der Gite de Saint Hubert erreichen wir mit 809 m den höchsten Punkt der Tour. Kurz nach der Höhe befindet sich auf der linken Seite ein Aussichtspunkt. Wie überall in der Gegend beherrscht der Ventoux das Panorama, etwas weiter vorne sieht man die Gorges de la Nesque. Eine Informationstafel berichtet von marodierenden deutschen Truppen die 1944 auf der Flucht den Bergbauernhof St. Hubert (den heutigen Gasthof) geplündert haben, aber kurz später von französischen Widerstandskämpfern stark dezimiert wurden.

Und wieder geht es abwärts. Auf den schmalen Straßen ist Vorsicht angesagt, Gegenverkehr ist zwar selten, aber wenn er kommt ist umso weniger Platz zum Ausweichen. Mit dem Straßenbelag ist es auch immer so eine Sache. Ab und an ist die Straße ausgebessert und der lose Split kaum zu erkennen. Die Schürfwunden die man auf diesen Straßen davonträgt stelle ich mir lieber nicht vor.



Im Tal angekommen fahren wir nicht weiter nach Sault sondern bleiben in Monieux. Es ist Zeit für eine Erfrischung und vielleicht auch ein Mittagessen. In Monieux gibt es nämlich ein hervorragendes Restaurant: Les Lavandes. Sehr zu empfehlen. Leider gibt es keinen Platz mehr zum Essen, selbst an einem Samstag Mittag muss man, wie es den Anschein hat, reservieren. Schade, das Drei-Gang-Menü hat wirklich gut ausgesehen (und gerochen). Aber man war so freundlich und hat uns ganz passable Sandwiches gezaubert. Dazu Kaffee und Wasser und eine Desert-Platte, das Klappern der Teller und Stimmengewirr im Hintergrund, Schatten unter einer großen Platane, so lässt sich das Leben ertragen.

Irgendwann ist es dann aber doch an der Zeit den Rückweg anzutreten. Von Monieux aus erreichen wir schnell den höchsten Punkt der Gorges de la Nesque, einer spektakuläre Schlucht, an deren Rand sich die Straße entlang schlängelt und dabei auch einige kurze Tunnel passiert. Diese Strecke ist eines der Highlights der Provence und fehlt wahrscheinlich in keinem Reiseführer. Dementsprechend ist auch der Verkehr. Motorradfahrer, Autos, ein Porscheclub, Wohnmobile und Radfahrer. Alle wollen die Gorges de la Nesque fahren. Schöner ist es mit Sicherheit wenn man die Strecke bergauf fährt. Da lässt sich die Landschaft bei weitem besser genießen. Bergab, wie wir gefahren sind, muss man doch immer sehr auf den Verkehr aufpassen. Aber wer beschwert sich schon über eine Abfahrt und die 20 Kilometer bis nach Villes-sur-Auzon vergehen im Flug. Von dort fahren wir auf ähnlicher Strecke wie wir gekommen sind über Bedoin und den Col de la Madeleine zurück nach Malaucene.


Am Ende haben wir 115 Kilometer auf dem "Tacho" und moderate 1650 Höhenmeter. Die Steigungen auf der Runde betragen selten mehr als 5% und somit ist die Strecke auch für Genuss-Rennradfahrer geeignet.
Ein Tipp: Im Sommer wird es mächtig warm und bis zum nächsten Brunnen oder bis zum nächsten Geschäft kann es schon mal eine Weile dauern, besonders im Luberon, daher immer genug zu trinken mitnehmen und die Flaschen rechtzeitig auffüllen!




Links:
QäulDich.de: Col de MursCol de la LigneSaint HubertGorges de la Nesque,

Donnerstag, 7. Juli 2016

Like a Movie


Peter Sagan ist ohne Frage einer der coolsten, wenn nicht der coolste Fahrer seiner Generation und darüber hinaus. Auf die Frage wie lange er das gelbe Trikot verteidigen wird hat er gesagt: "Das kümmert mich nicht, wenn ich das Gelbe nicht mehr habe, habe ich das Grüne, wenn ich das nicht mehr habe, habe ich das Weltmeistertrikot." 

In Zusammenarbeit mit Sunroot sind schon einige tolle Videos entstanden, die den Entertainment-Faktor und die Coolness Sagans unterstreichen , hier das neuste Video, brandheiss!! Wahrlich ein Leben wie aus einem Kinofilm.


Hier mehr von Sagan auf unterlenker.com

Mittwoch, 6. Juli 2016

Heldenverehrung

The Cycling Podcast sendet während der Tour de France täglich. Neben dem großen Podcast, der am späten Abend erscheint und die Ereignisse des Tages bespricht gibt es auch kleinere Episoden, die sich einem bestimmten Thema widmen. Eine dieser "Kilometre 0" Folgen handelte von der Wiedergeburt des Deutschen Radsports: "The rebirth of German cycling".

Unter anderem kam Rolf Aldag zu Wort, früher Fahrer beim Team Telekom und heute Performance Manager bei Team Dimension Data. Auf die Frage warum der Radsport in Deutschland nach den Dopingskandalen einen viel herberen Einschnitt als in anderen Ländern verkraften musste, sagte er etwas sehr interessantes. Die Deutschen, so Aldag, tendieren zur Heldenverehrung. Es ging weniger um den Radsport, sondern mehr um Jan Ulrich, den Helden in Gelb, den ersten Deutschen Tour de France Gewinner. Ähnlich im Tennis mit Boris Becker und Steffi Graf oder im Motorsport mit Michael Schuhmacher. Fällt der Held aus, noch dazu durch einen Skandal wie im Fall Ulrichs, ist die Fallhöhe umso höher und erklärt auch den Ausstieg der öffentlich rechtlichen Sender aus der TdF Berichterstattung.

Ganz anders in Ländern wie zum Beispiel in Belgien. Ohne Frage ist es das Größte wenn Tom Boonen die Flandernrundfahrt gewinnt. Aber auch wenn keine Belgier gewinnen oder auch nur Chancen auf einen Sieg haben, die Belgier stehen trotzdem am Rand und jubeln den Fahrern zu, egal aus welchem Land.


An dieser Stelle kann ich den Cycling Podcast übrigens zum wiederholten Male nur wärmstens empfehlen, die regulären Folgen genauso wie Kilometre 0 und die Friends of the Podcast Folgen (aktuell ein Spezial über die Operation Puerto).

Samstag, 2. Juli 2016

GFNY Mt. Ventoux 2016

Am vergangenen Sonntag fand die zweite Ausgabe des GFNY Mt. Ventoux statt. GFNY bedeutet Gran Fondo New York, damit ist diese Veranstaltung Teil einer wachsenden Serie von Rad-Marathons rund um den Globus. Es gibt Rennen in New York, Argentinien, Kolumbien, Mexico (sogar zwei), Indonesien, Uruguay, Italien, Frankreich (Ventoux) und 2016 auch erstmals in Deutschland (dazu später mehr).

Einer der Unterschied zu anderen Veranstaltungen ist das im Startpreis inbegriffene hochwertige Trikot, dass während des Rennens auch getragen werden muss. Ich bin mir ja nicht so ganz sicher, ob ich das gut oder schlecht finden soll, denn natürlich hätte ich am Ventoux gerne mein neues Unterlenker Trikot getragen, aber so ist es recht einfach zu sehen wer zu dem Rennen gehört und wer nicht und es sieht schon cool aus wenn sich ein Feld von über tausend Fahrern im gleichen Trikot in Bewegung setzt.



Die Strecke der großen Runde war unverändert zu 2015. Von Vaison la Romain führte die Strecke hinter dem Ventoux vorbei über verschiedene kleinere Berge bis zu dem 1213 Meter hohen Col de l'homme mort, bevor es über Sault die Gorche de la Nesque hinab bis nach Bedoin ging. Von dort waren es noch 21 Kilometer bis zum Ziel auf dem Gipfel des Ventoux. Die kleine Runde ließ wie schon 2015 den Col de l'homme mort aus, bog in Sault aber direkt rechts zum Ventoux ab und nahm den Berg von der einfacheren Seite in Angriff.

Letztes Jahr war meine Renneinteilung ziemlich desolat, gelinde ausgedrückt. Damals bin ich am Col de l'homme mort aus der Spitzengruppe zurückgefallen und bin dann mehr oder weniger alleine bis zum Ventoux gefahren, wo ich dann ganz böse für die Anstrengungen bezahlen musste. Das sollte dieses Jahr besser werden. Am Start stand ich einigermaßen vorne, aber am Ende dauert es dann doch immer eine Weile bis man über die Startlinie fährt. Da die ersten Kilometer neutralisiert waren, konnte ich noch vor der ersten Steigung ohne allzu große Anstrengung bis in bis in die Spitze fahren. Bei Kilometer 19 kam der erste Berg und 13 Kilometer später schon der nächste. Beide Cols waren natürlich nichts im Vergleich zu dem was da noch kommen sollte, aber dafür wurde umso schneller gefahren, 300, 350, 400 Watt! Das Feld hat es dann auch ganz ordentlich zerissen. Vorne war eine Gruppe mit 23 Fahrern scheinbar auf und davon, dahinter sammelten sich die Verfolger, am Fuß des Col de l'homme mort waren wir etwa 25 Fahrer.

Das Tempo war ab da sehr gut zu ertragen, genau richtig für mich, ich konnte ohne Probleme mitfahren. Die Abfahrt durch die Gorche de la Nesque und weiter bis nach Bedoin wurde dann eher im Tempo einer zügigen Vereinsausfahrt gefahren. Trotz des verhaltenen Tempos sammelten wir einige zurückgefallene Fahrer auf, am Fuß des Ventoux waren nur noch 13 Mann vorne.

Der fast allzeit im Blick befindliche Ventoux ließ aber keinen Zweifel aufkommen, dass es nicht mehr lange so gemütlich weitergehen sollte. Im Gegensatz zu 2015 bin ich bis St. Estève ohne Probleme gekommen und auch nach der Kurve, wenn die Steigung richtig anfängt, ging es zunächst ganz gut. So in etwa hatte ich mir das vorgestellt. Der ein oder andere Fahrer überholte mich, das war ok. Aber was soll ich sagen, nach vielleicht 20 Minuten ging gar nichts mehr. Rien, niente, nothing. Nachdem ich bis dahin noch das 25er und 27er Ritzel benutzt habe, reichte auf einmal das 29er nur noch gerade so. Ich hätte auch noch mehr Zähne genommen. Und wie schon letztes Jahr bin ich ohne Gnade durchgereicht worden.

Unterwegs habe ich ernsthaft in Erwägung gezogen einfach zu drehen und über Bedoin zurück zu fahren. Aber natürlich bin ich doch weiter. Ich bin mir nicht ganz sicher was den Ventoux so schlimm macht. Die durchschnittliche Steigung ist mit unter 10% ja eigentlich nicht beeindruckend, aber es gibt auch nie nur einen Meter, auf dem man sich etwas ausruhen kann. Keine Serpentinen, in denen man Schwung holen könnte. Immer nur hoch, hoch hoch, ohne Unterlass.




Letztes Jahr hat mich die erste Frau, Anna Kiesenhofer, am Ventoux überholt. Dieses Jahr kam es noch schlimmer. Etwa in der Hälfte ist ein Bub von vielleicht 13 Jahren an mir vorbei geschossen. Der ist den Berg hoch gesprintet!! Aber zu dem Zeitpunkt konnte mich selbst das nicht mehr schocken. Man muss einfach stoisch sein eigenes Tempo fahren, alles andere hilft nichts. Oben blieb die Uhr nach 4:50:56 stehen, damit war ich 49. insgesamt und 10. der Altersklasse 41-45, für den Ventoux habe ich 1:37:27 gebraucht (69 ges. / 16. AK). Somit war ich insgesamt fünf Minuten, am Berg 7:30 schneller als 2015.

Naja, nicht jeder Tag ist wie der andere. 2017 wird es für mich keinen GFNY Mt. Ventoux geben. Schließlich gibt es auch noch eine ganze Reihe andere Berge, die bezwungen werden wollen.

Noch ein paar Anmerkungen zu der Veranstaltung:
  • Wie schon letztes Jahr war der Gran Fondo hervorragend organisiert. Die Strecke war erstklassig ausgeschildert, die Verpflegungspunkte waren in genau dem richtigen Abstand und mit allem bestückt was man bei solch einer Veranstaltung erwarten kann inclusive diverser PowerBar Riegel, Gels und so weiter.
  • Das diejährige Trikot von Biemme war sehr hochwertig und macht die Startgebühr im Vergleich zu anderen Veranstaltungen vergleichsweise günstig.
  • Eine Neuerung dieses Jahr war, dass an den Verpflegungsstellen den ersten 100 Fahrern sowohl auf der kleinen als auch auf der großen Strecke Flaschen gereicht wurden. Es gab zwei explizite Zonen in denen private Betreuer verpflegen durften, ausserhalb diese war es verboten Verpflegung anzunehmen. Wenn man es trotzdem tat und erwischt wurde, gab es zwei Minuten Zeitstrafe. Ich weiß nicht ob jemand erwischt und die Strafe auch umgesetzt wurde, in jedem Fall ist das eine vorbildliche Idee und ein Beitrag zur Chancengleichheit. Die vorderen Gruppen bei diesen Veranstaltungen halten an den Verpflegungspunkten in der Regel nicht an, schließlich ist es mehr oder weniger ein Radrennen, da muss man unbedingt in der Gruppe bleiben. Auf der anderen Seite muss man natürlich auch was trinken, essen kann man ohne Probleme mitnehmen. Wenn nun einige Fahrer exzessiv vom Rand aus verpflegt werden und nicht anhalten müssen, haben die einen echten Wettbewerbsvorteil. Das wurde beim GFNY unterbunden. Sehr gut, da können sich andere Veranstalter was abschauen.
Dieses Jahr findet zum ersten Mal eine GFNY Veranstaltung in Deutschland statt. Am 28. August geht es in Hameln über 167 km und 2200 hm oder 110 km und 1400 hm zur Sache. Bis jetzt sind etwa 500 Fahrer gemeldet, was eine übersichtliche Veranstaltung verspricht. Bei 1000 Fahrern ist übrigens die Obergrenze, mehr wird es auf keinen Fall. Die Startgebühr ist allerdings mehr als saftig, derzeit kostet der Start 155 Euro, am Tag selber 165 Euro. Ups, das ist teuer, trotz Trikot.



Update 07.07.2016:
Ein sehr gut geschriebener Post über den GFNY Mt. Ventoux von dem Kerl, der am Start neben mir stand, Jared aus den USA. Lesenswert!

Links:
Ergebnisse GFNY Mt. Ventoux 2016
GFNY Mt. Ventoux 2015

Donnerstag, 30. Juni 2016

The singing Gorilla

Die Tour de France startet am kommenden Samstag und der frischgebackene deutsche Meister André Greipel, auch bekannt als der Gorilla, macht sich auf den Weg nach Frankreich. Mit musikalischer Untermalung. Ich bin mir nicht so sicher ob ich darüber lachen oder weinen soll. Ich hoffe für André dass es mit den Etappensiegen klappt, den für den Plan B einer Karriere in der Musikbranche sehe ich schwarz. Aber wie auch immer: 

Bonne Chance, Champ! Ich drücke die Daumen.


Ah, letztes Jahr gab es auch schon Musik Videos mit André Greipel: