Freitag, 7. August 2015

FTP Test x 3

In den letzten sieben Tagen bin ich drei FTP Tests mit meinem BSX Device gefahren. Das BSX Gerät kann die Sauerstoffsättigung in der Muskulatur messen, wovon das Laktat abgeleitet werden kann, worauf wiederum die individuelle Anaerobe Schwelle (iAS) berechnet wird. (Cutting Edge)

Nach einem Test im April und im Mai war es an der Zeit meinen Trainingsfortschritt zu überprüfen.

Der BSX wird via Bluetooth mit der App auf dem Mobiltelefon verbunden und via ANT+ mit Herzfrequenz und Powermeter. Man gibt ein paar Parameter zu bekannten Wattwerten, Trainingstagen und Kilometern ein und bekommt einen Stufentest präsentiert, nach dessen Absolvierung einem die Zunge zum Hals raushängt und die App einem die aktuelle iAS ausgibt.

Die Bluetooth Verbindung herzustellen ist nicht ganz trivial. Es braucht teilweise einige Versuche bis die App den BSX auch wirklich erkennt. Es hilft wenn man das Telefon wirklich an den BSX hält. Danach kann man per ANT+ die anderen Sensoren verbinden. Die Daten werden dann von dem Gerät via Bluetooth an das Handy weitergeleitet.

Bei dem ersten Test habe ich nicht gemerkt dass der Pulsgurt gar nicht verbunden war. Der Test hat sich trotzdem absolvieren lassen und auch ein Ergebnis geliefert, das allerdings niedriger war als im Mai, und dass konnte nicht stimmen (289 versus 296).

Also ein zweites Mal, weil es so viel Spaß macht. Hin und wieder habe ich Probleme mit meinem Garmin Gurt, natürlich immer wenn man es am wenigsten braucht, zum Beispiel während eines FTP Testes. Hurra. Am Anfang waren die Werte viel zu niedrig, also habe ich den Test bei 160 Watt abgebrochen, den Gurt nochmal enger gestellt, neu verbunden und wieder von vorne. Leider hat der BSX dann bei über 200 Watt die Verbindung zum Brustgurt verloren. Ich bin trotzdem zu Ende gefahren. Das Ergebnis war dann statt eines neuen iAS Wertes nur eine Fehlermeldung.  Warum der BSX ein Ergebnis ganz ohne Herzfrequenz liefert, nicht aber wenn diese unterwegs verloren geht, ist ein Geheimnis der Entwickler.

Aber sei es drum, so schnell bin ich nicht klein zu bekommen und diesen Dienstag habe ich dann Versuch Nr. Drei unternommen. Dieses Mal bin ich auf der freien Rolle (gebremst) gefahren und habe die vorgegebenen Watt Werte recht gut getroffen, lediglich am Schluss waren die Schwankungen etwas größer. Die Verbindung zwischen Brustgurt, Powermeter, BSX und Handy hat während des Tests gehalten, kurz nach dem Ende war die Herzfrequent wieder weg, der Radcomputer hat kein Signal mehr bekommen.

Ich frage mich, ob die Verbindungsprobleme daran liegen könnten, dass ich auf der Rolle zu viel schwitze? Kann es sein dass der Gurt die Herzfrequenz nicht mehr erfassen kann, wenn zwischen Haut und Gurt ein Wasserfilm ist? Vielleicht sollte ich mir doch noch einen Ventilator anschaffen.

Wie auch immer, mit dem Ergebnis war ich zufrieden. 314 Watt bedeuten ein Plus von 18 Watt seit Mai. Interessanterweise ist das nur zwei Watt neben dem Critical Power Wert den Golden Cheetah schon seit einer Weile ausweisst. Hier ein Print Screen des BSX Webinterfaces.


Die Daily Funktion zur Nutzung des BSX ausserhalb eines FTP Testes steht leider immer noch nicht zur Verfügung, soll aber ganz sicher und bestimmt noch dieses Jahr kommen. Ich bin gespannt.

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