Montag, 28. Mai 2018

Kriterium auf der Radrennbahn

Ein Kriterium wird mit Straßenrädern auf meist flachen, kurzen Straßenkursen gefahren. Oft auf Runden um einen Kilometer, gerne auch mit einigen netten Kurven für den Beweis der  Steuerkünste. Alle paar Runden, die sogenannten Wertungsrunden, gibt es bei der Zieldurchfahrt Punkte, in der Regel fünf, drei, zwei und einen Punkt. Die Schlusswertung bei der letzten Zieldurchfahrt zählt doppelt. Wer am Ende die meisten Punkte hat gewinnt. Das Pendant auf der Bahn nennt sich Punktefahren und funktioniert eigentlich ganz ähnlich, nur dass die Fahrräder weder Bremsen, noch Schaltung oder Freilauf haben. Das man mit Bahnrädern aber auch ganz wunderbar auf der Straße fahren kann, zeigen die immer zahlreicheren "Fixed Crits", allen voran das Red Hook Crit oder etwa das RAD RACE FIXED 42.


Umgekehrt, also mit dem Straßenrad auf der Bahn zu fahren ist da schon viel seltener, geht aber auf einer passenden Bahn trotzdem prima, wie der RV Schopp mit dem Kriterium auf der Radrennbahn zeigt. Auf der in den Fünfzigern des letzten Jahrhunderts erbauten, offenen und 450m langen Bahn muss auch niemand Angst haben, in den Kurven abzurutschen. Die sind nämlich eher flach und weit und nicht unbedingt was man auf einer Radrennbahn erwartet. Egal, wenn man wirklich schnell fährt und mit fünfzig Stundenkilometer in die Kurve einbiegt, merkt man doch wie man etwas fester auf das Rad gedrückt wird. Das macht Spass und erzeugt ein ganz anderes Gefühl für Geschwindigkeit, ist allerdings auch ziemlich anstrengend.

An 19. Mai standen drei Rennen auf dem Programm, zuerst die Senioren 2 / 3 über 80 Runden oder 36 km, dann die BC Klasse über 140 Runden oder 63km und dann noch ein Klappradrennen über drei Stunden. Ich bin bei den alten Herren gestartet und durfte somit als erstes ran. An den Sprints habe ich mich gar nicht erst versucht und hoffte, wie immer, auf eine glückliche Fluchtgruppe vor des Feldes Gnaden, aber an diesem Tag war nichts zu machen. Der Wind war zu stark, das Tempo zu hoch (>43km/h) und meine Beine zu schwach. Aber was soll ich sagen, dass war ganz egal, der Spaß war ungebrochen.

Das Klappradrennen konnte ich mir leider nicht mehr ansehen, aber ich bin mir sicher, dass das ein grosses Spektakel war. Die Räder haben auf jeden Fall toll ausgesehen.












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