Mittwoch, 7. Mai 2014

Oberlenker Mallorca - Teil 4

Was bisher geschah: Teil 3

Nun glaubt uns kein Mensch wie schön’s hier war…“




In Zeiten, in denen User Bilder jeder ihrer Mahlzeiten auf sämtliche Plattformen hoch laden, ernähre ich mich hier von Sonne, Luft und schöner Kulisse, kann dies aber niemandem zeigen, sondern nur versuchen verbal zu umschreiben. Da dies auf die Dauer etwas langwierig und langweilig wird, steuere ich diesmal auch etwas zu der ständig anwachsenden Bilderflut im Netz der Netze bei.

Doch vor dem Vergnügen (Bilder) kommt bekanntlich die Arbeit (Text):

Weitaus schwieriger als meine Erlebnisse auf diesem Eiland zu beschreiben ist es, Mitfahrern mit geringem musikalischem Wissen Lieder wie das oben genannte näher zubringen, insbesondere da ich selbst leider nicht über die notwendigen Gesangsqualitäten verfüge und Vorsingen somit ausscheidet (Das überlasse ich das gerne anderen). Meine Mitfahrer waren es bis zum letzten Frühjahr gewohnt, dass ein winzig kleiner Mp3-Player mit Lautsprecher an meinem Oberarm fixiert war und dem gebeutelten Fahrer mittels musikalischer Unterstützung zum Gipfel verhalf. Sämtliche vereinsinterne Bergzeitfahren als auch die Anstiege in den Vogesen wurden so verlässlich gemeistert. Außerdem fuhren bei besagten Wettkämpfen „contre la montre“ auch die zuvor gestarteten Fahrer schneller, um der Gefahr der Beschallung zu entrinnen.

Doch gehen wir einen Schritt zurück:  Zum Ende des letzten Posts. Das Rad knackte und brauchte einen Service. Um es kurz zu machen: Diesen Service wird es hier leider nicht erhalten. Die
Radsaison läuft auf Hochtouren und somit ist die einzige fähige Mechanikerin des Ortes mit Arbeit überhäuft. Ich machte mich also selbst auf die Suche nach dem Knackgeräusch. Eine Ölung, Grundreinigung und das Überprüfen vieler Schraubverbindungen, soweit es mit meinem vorhandenen Werkzeug möglich war, wurden vorgenommen. Zudem fehlte bei meinem F99-Vorbau ein Gummi, der den Halt bzw. die Passung des Lenkers verbessert und den Widerstand erhöht, sodass ein geringeres Drehmoment zum Befestigen des Lenkers von Nöten ist. Ich stellte zum wiederholten Mal  den Radkoffer und sämtliche Taschen auf den Kopf. Ohne Erfolg. Also war ich im Begriff meinen Vater einen Gummi aus einem F99 in der Heimat demontieren und mir via Brief zukommen zu lassen. Seine Antwort war: „Brauchst du den unbedingt? Der sitzt richtig fest drin“. Dies gab mir zu denken. Wenn der so fest drin sitzt, wie konnte ich ihn im Koffer verlieren?
Aufgrund meiner steten Lektüre von Sir Arthur Conan Doyle in Kindertagen erinnerte ich mich an folgendes Zitat:
 "Wenn Du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist." 
Ich starrte also mein Rad an… dachte… starrte… dachte… „Der wird doch nicht…“ Nach der Demontage des Lenkers lachte der Gummi mich aus dem Vorbauinneren an. Da lag er also seit Wochen. Die Montage verhalf zu besserer und steiferer Lenkung und einem sicheren Gefühl. Desweiteren wurden die Pedale getauscht und die Kettenblattschrauben fixiert. Leiser wurde es seither leider trotzdem nicht. Ich bekenne mich also  des bewussten und konstanten Regelverstoßes für die verbleibende Zeit schuldig.
 Doch ist dies kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, denn den Fahrern hier auf der Insel fällt es sowieso nicht auf. Nur ich selbst muss damit klar kommen.


Zurück zu unserem Protagonisten: Die bewusst erlebte Einsamkeit wurde glücklicher- und überraschenderweise gestört. Ein deutscher Triathlet kam für 2,5 Wochen zu Besuch. Zunächst als Starter beim Porto Colom-Triathlon, dann als Campleiter und zuletzt als Trainierender im Trainingslager. Nach erstem Kontakt im Wasser, wo wir noch gleichauf waren, wurde nach der Wechselzone dann schnell klar, dass wir auf dem Rad inkompatibel sind, er, der ehemalige Bundesligafahrer und ich, der "Easy Spinner".

In der gleichen Woche erfreuten mich aber Freddy, Dieter, Harry und Kirsten mit einer schönen Tour von Bunyola nach Soller und Valldemossa. 


Nach einer gewissen Strukturierung meines Trainingsplans und auch der Kooperation mit Fabian, wenn ich das mal so nennen darf, disponierte ich um und besuchte mit ihm die Laufbahn in Magaluf. Denn wie gewohnt steigt mein Laufpensum nicht an. Die absolvierten Kilometer werden ausnahmslos und zudem vollkommen sinnlos auf der Tartanbahn gelaufen. Meine Gelenke danken mir auch täglich dafür.

Als ich am darauffolgenden Tag abermals auf Chopins Spuren wandelte und das Kloster passierte, erinnerte ich mich an ein Foto, daß Matthias während seiner Zeit hier schoss: „Das muss Port de Valldemossa sein…mal sehen“. Was sich da vor mir und neben mir auftat ist unbeschreiblich: Zur linken die steile Felswand, zur rechten der gähnende Abgrund und dazwischen ein schmales, Serpentinen gespicktes Asphaltband, die rauschende Abfahrt  zum Hafen. Sackgasse natürlich. Länge 5km. Die Beine waren  durch den heftigen Gegenwindes bereits spürbar ermüdet. Dennoch fuhr ich hinab und kaum unten angekommen, verfluchte ich mich auch schon dafür. Kurzer Rausch, langes Leid. Ich quälte mich wieder hoch und über meine beiden Hausberge zurück ins Hotel. Im Fernseher lief  Amstel Gold Race, in meiner Hand zischte  eine Coke und ich verschrieb mir eine Ruhewoche.


Doch eine Ruhewoche bedeutet ja nicht, dass man gar nichts macht, man geht nur nicht so viel Radfahren. Also beschloss ich das Schwimmbad mal etwas öfter zu frequentieren. Das Resultat war die umfangreichste Schwimmwoche der letzten acht Jahre mit wunderbaren 20 km. Wenn ich bedenke, dass dies früher normale Wochen waren, kommt ein wenig Sehnsucht nach meinem geliebten Merziger Hallenbad auf. 
Trotz eines relativ guten Gefühls sind jedoch die Zeiten einfach zu langsam. Ich suchte die Erklärung hierfür bei allem möglichen: Fehlende Wellenbrecherleinen, zu warmes Wasser, Badekappe. Zu guter Letzt machte ich sogar Meister Horas verantwortlich und dachte an eine zu schnell drehende Uhr. Mein erster Ansatz war jedoch der richtige: Aufgrund der zu geringen Beckentiefe von 1,40 m sind die Zeiten langsamer. Die genaue physikalische und strömungsmechanische Begründung muss ich leider schuldig bleiben. Guten Gewissens kann ich jetzt aber weiterhin zu langsam schwimmen, solange die Belastung stimmt.

Nach vier Tagen Abstinenz vom Rad kam mir die Idee: Wenn es einen guten Zeitpunkt gibt, um das Bergzeitfahren nach Galilea zu versuchen, dann an diesem Samstag. Nach der Entlastung und bevor Dominic, die Radmaschine, hier aufschlägt. 
Wenn man schon sinnlose Dinge tut, dann auch wenigstens mit Stil. Ich recherchierte ein wenig im Netz und setzte mich mit Boris in Verbindung, um das Warmup so gut wie möglich auszuführen. Fabian, der leicht erkrankt war und sich auf die Duathlon DM vorbereitete, fuhr mit mir die Challenge-Peguara-Strecke ab und nach 40km kam ich an den Berg. Im Vorfeld wurde der zweite Flaschenhalter abschraubt, die Löcher abgeklebt, der vordere Flaschenhalter gegen einen Tune Wasserträger ersetzt und die Flasche fast vollständig entleert.

Als Wettkampfbekleidung fungierte ein Kleidungsstück, welches einzig und allein für die Fahrt nach Sa Calobra, die mit Dominic endlich durchgeführt werden wird, mitgenommen wurde. Es ist ein weisses Stück Stoff, dass Jason und die Argonauten seinerzeit suchten – ähnlich dem goldenen Vlies. Eine kleine Gruppe innerhalb des Kaders der saarländischen Triathlon Union (insgesamt neun Fahrer) schlossen sich damals der „White Force“ an. Dies ist eines jener Kleidungsstücke, die man nur zu ganz besonderen Anlässen wieder auspackt. Aufgrund seines Gewichtes, Atmungsaktivität und des langen Reissverschlusses eine gute Wahl. Die Rückentaschen wurden vollständig entleert. Lediglich der GPS-Tracker befand sich in meinem Gepäck. Als Zielzeit 14:30 Minuten vor Augen fuhr ich in einem guten Rhythmus und konnte im letzten, flacher werdenden Abschnitt noch einmal beschleunigen. Beim Überqueren der virtuellen Ziellinie zeigte mein Tacho 14:33 und diese Zeit steht auch in der Highscoreliste. Das eigene Ziel nur knapp verfehlt, betrieb ich nur wenig Ursachenforschung, da ich recht zufrieden war.

Um jedoch zur Einleitung zurückzukehren: Was wirklich fehlte war Musik. Gerade in dieser Woche hat mein geliebter Barde, Matthias Reim, sein neuestes Machwerk veröffentlicht und ich bin mir sicher, dass es mit ihm schneller geht. Auch wenn ich im Vorfeld nach der „Tour de France“ von Kraftwerk versuchte, mir „Was ist nur los?“ vom Matze in den Kopf zu prügeln, so ist es dennoch etwas anderes, wenn er im Stile eines Manolo Saiz konstant mitfährt und ins Ohr schreit. Am 30.05. endet die Zeitfahrprüfung und dann wird sich zeigen, was die erreichte Zeit wert ist.


Eins jedoch ist sicher: Musik ist unersetzlich und so habe ich keine Kosten und Mühen gescheut und "meinen", mittlerweile antiken MP3-Player mit eingebautem Lautsprecher gesucht, gefunden und ersteigert. Bei unserer alljährlichen Vogesen Tour ist also wieder für beste Unterhaltung gesorgt. ;)

 
Bevor Fabian abgereist ist, begann ein neues Fitnesscamp mit einem Multitalent als Trainer. Entgegen des OutdoorGym-Camps im Mai, beschränkten sich meine Aktivitäten diesmal  eher auf Kulinarisches und eine schöne Wandertour, da der Fitnesslevel der Teilnehmer meine bescheidenen athletischen Qualitäten leider hätte recht blass erscheinen lassen.
Nach Abreise der Teilnehmer war Kevin, der Trainer, jedoch heiss darauf noch einmal Rennrad zu fahren. Hier hatte dann auch Nina Hagen nichts mehr zu meckern, da wir mit modernster Smartphone-Technologie ausgerüstet, einige Schnappschüsse machten. Als absolutes Novum gibt es also endlich auch mal ein paar Impressionen von diesem wunderschönen Eiland. Zum krönenden Abschluss folgten wir heute dann noch Jacques Cousteau und schwammen nach Cala Fornells, um die Unterwasserwelt zu geniessen.


Während ich diese Zeilen tippe, packt Kevin seinen Koffer und wird morgen durch Dominic ersetzt, der darum bat eine umfangreiche Woche im Wasser einzulegen. 
So wird der Ausblick diesmal kurz und prägnant gehalten: im Gepäck des jungen Herrn befindet sich ein kleines Präsent für die Mechanikerin, da sie überhaupt erst ermöglichte, dass mein Rad für so lange Zeit durchhielt. Zudem etwas kleines für Xisco, dem ich zu großem Dank verpflichtet bin.

Und für alle, die das Chaos letztes Jahr mitbekamen, als ich unbedingt in Hachenburg, beim ersten Wettkampf unserer Ligamannschaften, starten wollte, dann in einem Surfcamp in den Niederlanden war, von meinem Professor für einen Tag entsandt wurde, mein Auto den Geist aufgab, wir ein absolutes Wahnsinnsrennen (also viel Wahnsinn bei wenig Geschwindigkeit und unfassbaren Wetterbedingungen) absolvierten und ich nachts wieder am Lagerfeuer in Flevoland das erste Bier aufzog…Ja, für alle die und für die, denen ich sagte, dass ich es dieses Jahr nicht schaffen würde,… da kann ich dann doch nur sagen:

Hachenburg, ich komme! 



Hier gehts zum Finale.

Autor: Thomas

Dienstag, 6. Mai 2014

Eine Strecke mit Erinnerungen

Nachdem ich in den letzten Wochen Lehrgeld zahlen musste und weder in Luxembourg, noch in Überherrn das Ziel erreicht habe, hat meine Frühjahrskampagne doch noch ein gutes Ende gefunden. In Bliesransbach fand am vergangenen Sonntag die Südwest-Meisterschaft statt. Zu "meiner Zeit" war es noch eine reine Saarlandmeisterschaft. Da es inzwischen aber immer weniger Rennfahrer gibt, hat man irgendwann die Landesverbandsmeisterschaften des Saarlandes, von Hessen und Reinlandpfalz zusammen gelegt. So ging im Hauptrennen ein stattliches Feld von annähernd 100 Fahreren an den Start. Die Meldeliste ging bis Nummer 114, davon 21 Saarländer. Das Feld war gut besetzt, weniger als die Hälfte waren C und U23 Fahrer. Der Rest hatte eine A, B Lizenz oder gehörte der Kontinentalklasse an. Ein richtiges Radrennen also.

Wie schon in der Woche zuvor habe ich mich noch zuhause auf der Rolle warmgefahren. 30 Minuten insgesamt, davon 2 mal 4 Minuten den Puls in den roten Bereich gebracht und ordentlich geschwitzt, anschliessend heiß geduscht und warm angezogen. Mittagessen. Den restlichen Krempel ins Auto geladen. Espresso getrunken. Losgefahren. Nach 50 Metern ist mir dann aufgefallen dass der Helm fehlt. Mist, nochmal zurück, Helm eingepackt. Im Kopf nachmal alles durchgegangen: Lizenz - check, Schuhe - check, Helm - check, Rad - check. Ich war immer noch gut in der Zeit und bin entspannt nach Saarbrücken gefahren. Unterwegs hat dann wie vor jedem Rennen dieses flaue Gefühl in der Magengegend eingesetzt. Spätestens wenn es von der Autobahn runter geht fängt es an. Selbst nach all den Jahren und hunderten von Radrennen. Wettkampfmodus!

In Kleinblittersdorf habe ich die Wegbeschreibung des Veranstalters falsch interpretiert und bin erst zwei mal die Hauptstrasse auf und ab gefahren bis ich gemerkt habe, dass ich in die andere Richtung muss. Da wurde die Zeit dann doch langsam knapp. An der Rennstrecke angekommen war es gar nicht so einfach bis nach Bliesransbach in die Nähe des Starts zu kommen. Alles hermetisch abgesperrt. Der Streckenposten hat mich noch nicht mal die Strasse überqueren lassen um auf dem Parkplatz auf der anderen Seite zu parken. Na ja, zum Glück gab es einen Schleichweg und ich ergatterte einen guten Parkplatz (Übrigens: Freundlich fragen wirkt Wunder).

Noch 50 Minuten bis zum Start. Nummer geholt, Rad zusammen gebaut, Flaschen ans Rad und Powergel ins Trikot gesteckt, Beine geölt und noch ein paar mal die Strasse auf und ab gefahren. Zum Start gerollt. Hey, und ich habe es tatsächlich geschafft in der ersten Reihe zu stehen. Wenigsten einmal vorne sein! Natürlich standen wir zu früh dort und mussten alle noch mal zur Seite um ein paar Autos durchzulassen. Danach stand ich dann in der zweiten Reihe, immer noch gut.

Die Strecke in Bliesransbach ist recht selektiv. Es gibt zwei Berge auf der Runde. Der Erste fängt direkt am Start an und ist ein Roller Berg, der sich (zumindest in den ersten Runden) gut mit dem grossen Kettenblatt fahren lässt. Von ganz unten bis oben sind es fast sechs Kilometer. Nach der Abfahrt geht es wellig bis zum nächsten Berg, der deutlich steiler ist und ohne Schande mit dem kleinen Kettenblatt bewältigt werden kann. Die schwierigste Stelle dort ist aber das "falsche Flachstück" von einigen hundert Metern bis es endlich richtig runter geht. Widerlich! An der Stelle musste ich in den letzten beiden Runden jeweils reissen lassen und konnte mich gerade so bis zum Ende der Abfahrt in die Gruppe retten. Nach der zweiten Abfahrt geht es wieder wellig bis zum Ziel.

Eine Runde hat knapp über 20 Kilometer und wir hatten derer fünf zu fahren, macht summa summarum 105 km und rund 1800 Höhenmeter. Nicht so schlecht. Wäre durchaus einer Weltmeisterschaft würdig.


Das Warmfahren auf der Rolle hat sich bewährt. Ich habe mich von Beginn an gut gefühlt und hatte keine Start-Schwierigkeiten. Im Rennen habe ich es tatsächlich geschafft mich immer im vorderen Drittel des Feldes auf- und gleichzeitig die Nase aus dem Wind zu halten. Ich wusste, dass wenn ich ankommen möchte es auf jedes Korn ankommen würde. Die ersten beiden Runden war das Feld noch weitgehend zusammen. In der dritten Runde ging es an den Bergen dann zur Sache und es bildeten sich die einzelnen Gruppen. Keine Ahnung was vorne abging. Ich wusste nur das vor mir nur drei Saarländer sein sollten, wenn ich mich nicht ganz grob verzählt hätte (hatte ich nicht). Ich glaube wir waren die letzte nennenswerte Gruppe. Nach uns kamen nur noch einige versprengte Fahrer.



In der vierten Runde habe ich an dem zweiten, steilen Berg reissen lassen. Ich war wirklich am Anschlag, da ging nichts mehr. Die Muskeln waren kurz vor dem Krampfen und ich musste alles mobilisieren um nicht an Ort und Stelle abzusteigen. Irgendwie habe ich es dann bis zum Ende der Abfahrt geschafft noch mal den Anschluss zur Gruppe herzustellen. Das war knapp. Endlich gab es die Glocke zur letzten Runde. Damit war mein Tag schon gerettet. Ich wusste ich komme ins Ziel und würde das Rennen beenden.  Immerhin, nach dem Desaster in Überherrn. Noch 20 km, zwei Berge, hey, ein Klacks! (In solchen Momenten hilft es schon mal wenn man versucht sich selber froh zu machen.)  Der vorletzte Berg war ok, am letzten Hindernis des Tages musste ich aber wieder passen. Und fast hätte ich es noch mal geschafft. 100 m haben am Ende der Abfahrt gefehlt um die Gruppe zu bekommen.

Im Ergebnis stehe ich als 37. und bin 5. Saarländer geworden. 49 Fahrer haben das Rennen beendet und ich war der Älteste. Das war ein guter Tag. Hat wirklich Spass gemacht.


An der Stelle kann ich noch eine Anekdote erzählen. Auf der Strecke in Blieransbach bin ich in den Neunzigern zwei mal Saarlandmeister der Elite geworden, die genauen Jahre müsste ich jetzt nachsehen, ist aber auch egal. Ein mal im Sprint einer, ich glaube dreiköpfigen Ausreißergruppe (Tatsächlich, ich kann auch sprinten!) und das zweite mal bin ich alleine angekommen.

<Seufz..KurzerMomentDesInErinnerungSchwelgens>

Natürlich war auch damals der Saarländische Rundfunk da und hat einen Beitrag für den aktuellen Bericht aufgezeichnet. Ich glaube es war nach dem ersten Sieg, ich sitze kurz nach dem Zieleinlauf am Auto und versuche wieder zu Luft zu kommen, als der Herr vom SR kommt und meint, dass sie ein Problem mit der Kamera gehabt hätten und den Zieleinlauf vermasselt haben und ob ich nicht noch mal über die Linie fahren könnte. Wahrscheinlich habe ich erstmal recht ungläubig dreingeschaut aber hey, nichts leichter als das! Habe ich ja in jedem meiner Träume geübt. Der Kameramann hat dann eine Perspektive gesucht, in der es nicht zu sehr aufgefallen ist, das keine Zuschauer mehr da waren und der Zielwagen auch schon leer war und ich bin noch mal über die Linie gefahren. Aber ich musste feststellen das es nicht das Gleiche war. Der echte Moment ist unvergleichlich. Der gestellte Zieleinlauf war ... gestellt. Das war eine sehr skurrile Situation!


Links Links Links:
Strava Activity Playback
Ergebnis Elite Südwestmeisterschaft 2014 (leider ohne Zeiten)
SR Sport Arena

Samstag, 3. Mai 2014

Citius, Altius, Fortius

David Epstein, ein investigativer Journalist der an der Schnittstelle zwischen Sport, Wissenschaft und Medizin arbeitet, für die Sports Illustrated schreibt und Autor des Buches "The Sports Gene: Inside the Science of Extraordinary Athletic Performance" ist hat einen sehr interessanten Vortrag auf einer TED Konferenz gehalten. Dabei geht es um den Einfluss von Technologie, Genen und Wissenschaft auf die Leistung von Top Atlethen. Die sich ständig verbesserten Rekorde gründen nur zum geringeren Teil in der eigentlichen Leistung der Athleten und zum grösseren Teil im Fortschritt des Materials, der Trainingslehre und der sich veränderten Physiognomie der Sportler. Eines der Beispiele die David Epstein anführt ist der Stundenweltrekord von Merckx, der bereinigt um die aerodynamischen "Spirenzchen", 28 Jahre später durch Chris Boardmann lediglich um 10 Meter verbessert wurde.

Mittwoch, 30. April 2014

Lance versus Greg

Vor einigen Tagen hat das Outside Magazin Lance Armstrong interviewt. Um das ganze noch mehr zu promoten haben sie Lance einen Schlauch wechseln lassen.


Da konnte sich Greg Lemond natürlich nicht lumpen lassen und hat auch einen Schlauch gewechselt, allerdings hat Greg die bei weitem bessere Technik um den Reifen am Schluss aufzupumpen. Das nenne ich mal VO2max!

Montag, 28. April 2014

Am seidenen Faden

Ich drehe meinen Kopf etwas und versuche nach hinten zu schauen und höre nur von meinem Hintermann: "Hier ist das Ende, da kommt keiner mehr." Verdammt, ich hänge am seidenen Faden und versuche irgendwie das Rad vor mir zu halten, aber die Lücke wird langsam größer, Zentimeter für Zentimeter und die Kurbel geht immer schwerer rund. Hochschalten und leichter treten! ... Hilf nicht, also runter schalten, ... verdammt, noch schwerer, keine Kraft mehr, diese verdammte Kurbel will einfach nicht mehr schnell genug kreisen. Meine Muskeln fühlen sich an als ob sie gleich reissen, dabei ist der Drehzahlmesser noch lange nicht am (theoretischen) Anschlag. Der letzte Fahrer überholt mich, dahinter ... leere Straße, kein Grupetto, keine Karawane (natürlich nicht, C-Klasse). Das war's, 400 m haben gefehlt bis zur vorerst rettenden Kuppe. Dabei bin ich mit Absicht als einer der Ersten in den Berg reingefahren um mich bis oben "durchsacken" zu lassen. Aber es waren einfach nicht mehr genügend Fahrer im Feld. Alleine gegen den Wind komme ich die nächste Welle kaum hoch. Schade. In der vorletzten Runde bin ich abgehängt.

Aber immerhin habe ich die Renndistanz im Vergleich zu dem letzen Rennen fast verzehnfacht.

So ändern sich die Zeiten. Vor vierzehn (?) Jahren habe ich die C-Klasse in Überherrn noch von vorne in bester Jens Voigt Manier gewonnen. Gestern wäre ich froh gewesen im Feld anzukommen.

Ist das schlimm? Nein. Eigentlich ist es sogar ganz und gar richtig. Wenn ich mit meinen paar Kilometern und ohne jedwede Rennpraxis einfach so mir nichts dir nichts mitfahren könnte bei den "Buben", die teilweise meine Söhne sein könnten und sich ausser um Schule/Studium und Radfahren um nichts kümmern müssen, würde irgend etwas nicht stimmen. Auch wenn es "nur" das Wanzen Rennen war, schnell radgefahren wird auch in der C-Klasse. Nur die Hälfte der Fahrer die am Start standen sind angekommen.

Gestern habe ich mal etwas Neues probiert. Eigentlich wollte ich ja mit dem Rad nach Überherrn fahren, aber der Wetterbericht hatte Schauer gemeldet und die Logistik wäre etwas komplizierter gewesen. Also habe ich mich zuhause auf der Rolle bereits drei Stunden vor dem Start warmgefahren. Dass das Warmfahren nicht notwendigerweise unmittelbar vor dem Rennen sein muss, darauf hat mich dieser Artikel auf PEZ Cycling gebracht. Einiges finde ich Quatsch (VOR dem Rennen duschen?), aber dass man sich bei einem frühen Start z.B. auch am Abend vorher auf der Rolle warm fahren kann, ist ja mal durchaus interessant.

Sowas ist natürlich recht individuell und mag für den Einen funktionieren, für den Anderen hingegen nicht. Ich fand es überraschend gut und vor allen Dingen war es unmittelbar vor dem Start so ziemlich entspannt. Normalerweise kommt man ja doch spät an, muss einen Parkplatz suchen, das Rad zusammenbauen, die Nummer holen, sich umziehen und warm fahren, wieder zum Auto, Flaschen auffüllen, nicht benötigte Kleidung aus, zum Start rollen und los. Das ganze wird dann schon mal gerne hektisch und man fährt sich zu schnell oder zu kurz warm. Wie auch immer, ich habe mich am Start und in den ersten Runden gut gefühlt. Am Aufwärmen hat's also zumindest mal nicht gelegen.

Hier gehts zum Strava Activity Playback, die Fahrer mit der niedrigen zeitlichen Korrelation zu meinen Werten (grüne Spalte) sind die AB-Fahrer, die Fahrer mit den hohen Werten in der ersten Spalte die Fahrer der C-Klasse. Kann man schön sehen wie die Rennen hintereinander her gefahren sind.

Auf der Homepage des RSC Überherrn sind die Ergebnisse zu finden und auf der Facebook Seite einige Bilder.


Mittwoch, 23. April 2014

Strava Activity Playback

Strava hat auf der Labs Seite ein sensationelles Killer-Feature veröffentlicht: Activity Playback. Mit dieser Funktion lässt sich jede Aktivität im Zeitraffer abspielen. Dabei fährt ein kleiner Kreis mit dem Profil Bild über die Landkarte, die Route ist farbig markiert. Der Clou dabei ist, dass auch andere Fahrer angezeigt werden, die zur gleichen Zeit auf der Strecke unterwegs waren oder diese gekreuzt haben. Jeder hat seinen eigenen Kreis und die jeweilige Strecke ist ebenfalls markiert. Wenn ihr unterwegs also jemanden überholt habt, überholt wurdet oder einen Radfahrer im Gegenverkehr gesehen habt und derjenige ebenfalls Strava nutzt, könnt ihr das anschliessend auf der Karte sehen: Wer wo gefahren ist und wen überholt hat.

Aufgerufen wird die Funktion über diesen Link http://labs.strava.com/flyby/viewer/.

Auf der Hilfe Seite wird erklärt was die einzelnen Zahlen bedeuten und wie es funktioniert. Dort sind auch einige Links zu Beispiel Aktivitäten.

Sehr schön auch der Activity Playback des Radrennens in Bumerange am vergangenen Ostermontag. Der Frank-Kreis wurde Sechster und repräsentiert hier der Spitzengruppe. Man sieht sehr schön wann ich abgehängt und wann ich überrundet wurde.


Falls ihr Strava habt und Veloviewer nutzt (Falls nicht, unbedingt testen!), auf der Aktivitätsseite ist jetzt ein Link, der von der jeweiligen Aktivität direkt auf den Playback verlinkt. 

Dienstag, 22. April 2014

DNF - Did Not Finish

Am Ostermontag bin ich nach Jahrzehnten zum ersten Mal wieder bei einem Radrennen gestartet, wenn man von dem Bergzeitfahren letztes Jahr absieht. Es stand 20 Runden auf einem welligen, offenen und gestern sehr windigen fünf Kilometer Kurs über Feldwirtschaftswege auf dem Programm, veranstaltet vom Velo-Club Schengen. Ich war erstaunlich unaufgeregt, hatte gut geschlafen und mir als einziges Ziel gesetzt irgendwie im Feld anzukommen und gut um die Ecken zu fahren, was, soviel sei verraten, noch nie meine Stärke war. Nach dem Trainingsblock vor Ostern hatte ich drei Tage Pause, sollte also auch ausgeruht genug sein. Das Feld war recht übersichtlich, etwas über 50 Fahrer. Platzhirsche und Favoriten waren die Fahrer des Kontinentalteams Differdange-Losch. Profis. Na super. In Luxembourg gibt es bei den Elite Rennen keine Einteilung in verschiedene Leistungsklassen wie in Deutschland oder Frankreich. Die exotischsten Trikots trugen die Fahrer des israelischen U-23 Nationalteams. Ansonsten standen Rennfahrer aus allen Luxemburger Clubs, einige Franzosen, ein paar Deutsche und Belgier am Start.

Und los ging es. Die erste Runde war ganz ok. Ich schaffte es mich einigermaßen vorne im Feld aufzuhalten. Eigentlich hatte ich nach all den Jahren mehr Probleme erwartet um mich im Feld zu bewegen. Noch ein paar Runden und es wird wieder gehen, dachte ich. Ha, schön wär's gewesen. Denn in der zweiten Runde war es auch schon vorbei. Zwei, drei mal nicht schnell genug durch die Kurven gefahren, jedes mal ein paar Plätze verloren und schon war ich hinten. Das geht bei einem 50 Mann Feld verdammt schnell. Da ist nicht viel zwischen dem ersten und dem letzen Fahrer des Feldes. Und schon kam die nächste Kurve, davor war ich an Uwes Hinterrad, danach hatte ich ein Loch von fünf Metern und das war es dann auch. Vorne wurde attackiert. Differdange hat die Muskeln spielen lassen und ich bin hinten flöten gegangen. In der zweiten Runde! Nach sieben ein halb Kilometern! Und mich dann auch noch von dem Herrn Sengewald abhängen lassen. Verdammt. Was für ein Desaster.

Recht schnell hat sich dann ein Grupetto von nicht ganz zehn Fahrern gebildet. Das war aber so langsam, dass ich zusammen mit einem Franzosen dem Feld alleine hinterher bin. Das war natürlich ein chancenloses Unterfangen, aber zumindest sind so noch ein paar zügige Kilometer zusammen gekommen. Nach und nach haben wir dann zurückgefallene Fahrer überholt, von denen aber niemand Anstalten gemacht hat mitzufahren. Die haben sich wahrscheinlich alle gewundert, was wir da für einen Quatsch veranstalten, wo der Zug doch schon lange abgefahren war. Und nach 8 Runden kam dann auch Uwe von vorne. So sieht man sich wieder! Wir sind dann zusammen weiter bis bei Kilometer 55 die Spitzengruppe von hinten kam, sind dort noch eine Runde hinterher und dann ausgestiegen.

Woran hat es am Ende gelegen? Im Grupetto konnte ich ja relativ "locker" fahren. Zum einen mit Sicherheit an meiner Hasenfüsigkeit wenn es um die Kurven geht. Das andere Defizit ist einfach die fehlende Rennhärte, die es zum Radrennen fahren nun mal braucht. Kurze Zeit weit im roten Bereich zu fahren und Tempoverschärfungen mit gehen zu können. Das lässt sich auch schwierig alleine trainieren. Vielleicht hat auch die Vorbelastung am Sonntag gefehlt oder die 10 km zum Aufwärmen waren zu wenig. Oder ich war einfach zu schlecht, ganz nüchtern betrachtet, ohne Ausreden.

Na ja, wie auch immer. Spass hat es trotzdem gemacht. ich habe einige alte Bekannte getroffen und Sport an der frischen Luft gemacht.

Warmfahren mit den Israelis

Am Start war die Welt noch in Ordnung 

 Zweite Runde: Grupetto!


Die folgenden vier Bilder hat Alphonse Bertemes geschossen und mir erlaubt, sie hier zu zeigen. Vielen Dank! Nach mehr Bilder von diesem und anderen Rennen in Luxembourg auf seiner Facebook Seite.





Ergebnis hier
Mehr Bilder hier

Montag, 21. April 2014

Marc Bator ist fit auf dem Rad

Durch einen Post von Claude Walter auf seinem Cycling-Blog bin ich auf die Kolumne von Marc Bator in der Welt aufmerksam geworden (Teil 1, Teil 2). Claude lässt zumindest den zweiten Teil der Kolumne nicht gut weg kommen. Das kann ich nicht unerwidert lassen. Die Kolumne ist nämlich hervorragend und das in mehrfacher Hinsicht.

Marc Bator ist den Meisten als langjähriger Sprecher der Tagesschau bekannt. Seit Mai 2013 ist er Chefmoderator der SAT1 Nachrichten. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder und ist begeisterter Rennradfahrer. Er nimmt nicht nur an Jedermann-Veranstantungen teil sondern ist auch Besitzer einer C-Klasse Lizenz. Also ein echter Rennfahrer. Und ein MA-13 Fellow.

Natürlich ist Claudes Anmerkung richtig, dass Herr Bator uns Rennradfahrern nichts Neues erzählt. Wir sind aber auch gar nicht die Zielgruppe dieser Kolumne, sonst würde sie in einem der deutschen Radsport Magazine erscheinen. Und das ist an sich schon das Bemerkenswerte, dass eine grosse, überregionale Tageszeitung eine Kolumne zum Rennradfahren veröffentlicht. Nicht zum gemütlich dahin-gondeln mit dem Tourenrad auf dem Donauradweg in weiten, flatternden Baumwollklamotten, nein, es geht um Rennräder, Geschwindigkeit, Training und Rennrad-Style.

Nach all den Dopingskandalen und der schlechten Presse die der Radsport in den letzten Jahren gehabt hat finde ich es ein sehr gutes Zeichen, dass Herr Bator, ein Amateur und Freizeitsportler, die Möglichkeit bekommt so positiv über den Radsport zu schreiben.

Im ersten Teil hat Herr Bator seinen Radsport-Werdegang beschrieben und berichtet von der Schwierigkeit Radsport mit Beruf und vor allem der Familie zu vereinbaren. Für eine Kolumne die sich an ein breites, nicht Radsport spezifisches Publikum richtet, geht er erstaunlich in die Tiefe. Er schreibt über Trainingsbereiche, Grundlagenausdauer, Rollen-Training und das er nach längerer Verletzung 250 Watt im Schnitt gefahren ist. Kann das sein? Natürlich. Er schreibt dass er nach 30 Minuten japsend auf dem Boden gelegen hat. 250 als FTP, ja, das ist keine Leistung die Profis vorbehalten ist, auch wenn Herr Walter das nicht glauben mag.

Im zweiten Teil geht es um gutes Aussehen auf dem Rad. Herr Bator gibt den Lesern die damit noch nie in Berührung gekommen sind, eine Ahnung, dass es eine Etikette gibt wie man sich auf dem Rad kleiden sollte. Natürlich kann man mit Beinlingen aber ohne Armlinge fahren, aber man entlarvt sich damit als blutiger Anfänger. Ein absolut korrekter Ratschlag. Wer noch nie in der Oper war, hält Jeans vielleicht auch für angemessen. Auch sein Rat, dass man davon absehen sollte in den Trikots der Profimannschaften aus der EPO-Hochzeit zu fahren findet meine volle Zustimmung. Und Handschuhe? Ich habe schon seit Jahren keine mehr. Tom Boonen fährt sogar Paris-Roubaix ohne.

Also Herr Bator, machen Sie weiter so. Verbreiten Sie die Begeisterung für unseren schönen Sport.

Freitag, 18. April 2014

Silence - Rule #65

Wenn mein Rad irgendwelche Geräusche macht, abgesehen vom Surren der Kette, macht mich das ja wahnsinnig. Fast. Da fehlt nicht viel und ich bleibe lieber zu Hause als mit einem knackenden Rad zu fahren. Vor einigen Tagen hat es angefangen, zunächst gar nicht so viel, dann aber mehr und ständig.

Knack - Knack - Knack. Im Sitzen, im Wiegetritt, beim Treten, beim Rollen. Bestimmt die Carbonlaufräder. Also Carbon raus und Alu rein. Immer noch. Knack - Knack - Knack. Scheint vorne zu sein. Kann sich aber auch übertragen und von wo ganz anders kommen. Irgendwie konnte ich es nicht lokalisieren und in der Art und Weise hat mein Rad auch noch nie geknackt. Bei jeder Pedalumdrehung. Knack - Knack - Knack. Schlägt der Magnet am Trittfrequenzabnehmer an? Nein, alles ok.

Also ab in die Werkstatt. Pedale raus, Gewinde gefettet wieder rein. Das Gleiche mit den Kurbeln. Raus - Fetten - Rein. Lenker ab, Vorbau ab, Steuersatz auseinander, Gabel raus. Alles gefettet bzw. mit Carbon-Zusammenbau-Paste behandelt und wieder zusammengebaut. Alles wieder eingestellt. Gemerkt dass die Gabel gar nicht ganz im Steuerrohr gesteckt hat. Alles wieder auseinander und wieder zusammen.

Immer noch, Knack - Knack - Knack. Bei jedem Drehen am Lenker, knack. In die andere Richtung, knack.

Wisst ihr was es war? Die Hülse am Ende der Bowdenzughülle der hinteren Bremse am Eingang ins Oberrohr! So einfach! Bremse zusammengedrückt, Hülle rausgezogen, Fett drauf, gut war es.

Jetzt bin ich wieder konform mit Regel #65.