Sonntag, 5. Oktober 2014

Videos

Endlich wieder ein Weltmeister mit schwarzen Hosen! Ein schöner Moment als Kwiatkowski die Kiste mit seinen neuen Trikots öffnet und Jingle Bells "singt". Das das Rad von Specialized ist, sehe ich ihm mal nach, dafür kann er ja nix.


Die 2014er Saison neigt sich dem Ende zu. Zeit für einen ersten Ausblick auf 2015, sehenswert die Giro Promo:



Einblicke in das Stundenweltrekordprojekt von Jens Voigt:


Zwei schöne Filme von Optum Pro Cycle, einer Pro Continental Mannschaft aus den USA:




Und dann waren da noch diese beiden mit Bradley Wiggins. Zu dem ersten muss man wissen das Sky Pinarello fährt:




Nicht schön aber spektakulär war der Massensturz im Frauenrennen und den Weltmeistertitel:

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Strava KOM Map

Gerade entdeckt: Eine Karte die alle KOMs anzeigt, wenn ihr eure Strava ID eingebt. Die ID steht in der Adress Zeile des Browsers, wenn ihr die Profilseite aufruft. Das geht natürlich auch mit jeder anderen Strava ID, einfach Profil aufrufen, Nummer kopieren, einfügen, fertig.

Meine (1450235) KOM Map

Laurens ten Damms (186522) KOM Map

Google Chrome Strava Add Ons

Vor einigen Tagen habe ich zwei Google Chrome Extentions entdeckt, die der Strava Seite noch mehr Leben einhauchen. Das ist einmal die Strava Enhancement Suite von Chris Lamb und zum Zweiten Strava+ von Thomas Champagne.

Die Enhancement Suite ziehlt dabei in erster Linie auf Verbesserungen in der Navigation ab, z.B. werden automatisch weitere Einträge im Activity Feed geladen, man muss also nicht mehr auf den Button am Ende klicken. Die Default Ansicht des Leaderbords lässt sich auch ändern, statt "Overall" kann man direkt "My Results" anzeigen lassen. Sehr praktisch. In diesem Blog Eintrag sind alle Funktionen aufgezählt.

Strava+ fügt jeder Aktivität einen Bereich mit zusätzlichen Datenfeldern hinzu. Vor einiger Zeit habe ich hier über den Leerlauf geschrieben. Mit Strava+ sieht man das direkt auf der Aktivitätsseite. Neben einigen Werten zur Power gibt es eine Details zur Verteilung der Herzfrequenz, der Geschwindigkeit und in der letzten Zeile zum Pedalieren. Bei der "Luxury Gran Fondo" Tour hatte ich nur 5,5% Leerlauf, ergo 94,5% Pedaling Percentage. Und 21.330 Umdrehungen insgesamt! Mit Veloviewer habe ich für diese Tour allerdings nur 3,9% zwischen 0 und 10 Umdrehungen, da scheint die Berechnungsgrundlage etwas unterschiedlich zu sein.



Beide Add-Ons fügen Links zu Veloviewer, Flyby und Raceshape ein.

Mehr Infos und Download im Chrome Webstore, hier geht's zur Strava Enhancement Suite und hier zu Strava+.

Dienstag, 30. September 2014

Wird Doping strafbar?

Die Berliner Zeitung berichtete vergangenen Sonntag über eine Gesetzesvorlage aus den Bundesministerien für Justiz und Inneres, die Doping in Zukunft unter Strafe stellen soll. Bisher sind Doping-Delikte "bestenfalls" unter das Arzneimittelgesetz gefallen. Der Entwurf, würde er denn so umgesetzt, würde dann nicht nur auf den Schutz der Gesundheit der Athleten abzielen, sondern ausdrücklich die Werte des Sports wie Fairness und Chancengleichheit schützen.

Was am Ende dabei herauskommt, bleibt abzuwarten. Die Sportverbände werden wohl mit Lobbyarbeit versuchen, die Hoheit über Dopingvergehen auch weiterhin ausschliesslich der Sportgerichtsbarkeit zu unterstellen.

Ich finde, dass ein solches Gesetz schon lange überfällig ist. Die Sportverbände haben sich in der Vergangenheit nicht gerade als eifrige und erfolgreiche Dopingjäger bewiesen. Was auch verständlich ist. Im Spitzensport geht es um viel Geld, Big Business. Ein Verband, der hart und gnadenlos jedem Verdacht nachginge, würde unweigerlich mehr entdecken. Ein Dopingfall bedeutet aber immer negative Publicity. Negative Publicity verschreckt Sponsoren, Fernsehanstalten und Zuschauer. Das bedeutet weniger Aufmerksamkeit, weniger Geld und weniger Macht für Funktionäre oder, noch schlimmer, weniger Funktionäre. Der Radsport hat das leidvoll erfahren.

Die Sportgerichtsbarkeit soll, nach meinem Verständnis, über die Auslegung von Regeln und über die Ahndung von Regelverstößen entscheiden. Die Verbände haben die Regeln aufgestellt und sollen und können darüber richten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Ordentliche Gerichte verfügen weder über das Fachwissen noch über die notwenigen Ressourcen um die Sportgerichtsbarkeit zu ersetzen. Ersteres wäre durch Gutachter zu beheben, letzteres würde Entscheidungen aber inakzeptabel in die Länge ziehen.

Doping ist eine andere Frage. Wie bereits erwähnt gibt es einen starken Interessenkonflikt. Dieser kann nur behoben werden, wenn in Doping Sachverhalten von staatlicher Seite ermittelt und gerichtet wird. Und es ist doch eine gute Sache, wenn unserem Staat und damit auch unserer Gesellschaft sportliche Werte wie Fairness und Chancengleichheit so viel wert sind, dass diese nicht den großen und kleinen Geschäftemachern in nur halbwegs demokratischen, undurchsichtigen Sportverbänden überlassen werden. Oder glaubt irgendjemand da draussen ernsthaft, dass das IOC einen sauberen Sport einem einträglichen Sport vorzieht? Wer hat die großen Dopingskandale im Radsport an das Tageslicht gebracht? Der Festina Skandal, die Operation Puerto, Dr. Ferrari? Nationale Verbände? Die UCI? Nein, in allen drei Fällen waren es staatliche Stellen, die Polizei oder Staatsanwälte.

Der Ein oder Andere mag vielleicht einwerfen, dass einflussreichere Sportarten bei der Operation Puerto ungeschoren davon kamen. Vielleicht war dem so. Vielleicht auch nicht. Wir wissen es nicht. Sollte es aber so sein, ist das in keiner Weise ein Argument gegen ein Anti-Doping Gesetz, sondern ein Argument für ein härteres Anti-Korruptionsgesetz.

drtl: Ein Anti-Dopinggesetz in Deutschland? Ja bitte, hoffentlich bald.

Hier noch ein Link zu einem FAZ Artikel.
Hier die Reaktion von Tony Martin.

Montag, 29. September 2014

C - Trainer: Grundlagenausbildung

Vor einigen Tagen hatte ich schon mal erwähnt, dass ich mich für diesen Herbst zu einem C-Trainer Lehrgang Radsport angemeldet habe. An den beiden vergangenen Wochenenden habe ich daher statt auf meinem Rad größtenteils an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken verbracht. Die C-Trainer Ausbildung gliedert sich in zwei Teile: Eine Sportart übergreifende Grundlagenausbildung des LSVS (Landessportverband Saar) und eine fachspezifische Ausbildung des jeweiligen Sportverbandes. Die Grundlagenausbildung habe ich jetzt bis auf die Hausarbeit und einen dreistündigen Nachholtermin für einen ausgefallenen Praxisteil hinter mir.

Die Inhalte werden auf zwei Wochenenden verteilt. Kursgebühr war 50 Euro, dafür gab es Samstags ein Mittagessen und am zweiten Samstag auch noch Kaffee und Kuchen. Hier der Plan:

1. Wochenende
Samstag
09:00 - 12:00 Trainings- und Bewegungslehre 1
13:00 - 15:00 Kinderschutz im Verein
15:00 - 19:00 Praxis/Theorie: Auf- und Abwärmen
Sonntag
09:00 - 12:00 Praxis: Koordinierte Übungsformen, Ausdauer- und Schnelligkeitstraining

2.Wochenende
Samstag
09:00 - 12:00 Trainings- und Bewegungslehre 2
13:00 - 15:00 Theorie: Methodische Planungshilfen + Übungen
15:00 - 18:00 Sportmedizin - Sportverletzungen
18:00 - 20:15 Körperwahrnehmung und Entspannung
Sonntag
09:00 - 12:00 Sport- und Haftungsrecht

Überrascht war ich zunächst von der recht großen Zahl an Teilnehmern. Über 40 Leute aus allen möglichen Bereichen. Laufen, Tennis, Karate, Kickboxen, Ringen, Schießen, Fitness, Seniorensport und einiges mehr. Eine bunte Mischung.

Die Dozenten zu den eigentlichen Sport Themen (Wolfgang Raubuch, Dr. Sabine Glück, Stefan Hager) waren kompetent und konnten die Inhalte anschaulich und kurzweilig vermitteln. Sicher, die Themen wurden nur oberflächlich gestreift, in der Kürze der Zeit waren keine Details zu erwarten. Aber viele wichtigen Dinge wurden zumindest kurz erwähnt, wie etwa:
  • Energiebereitstellung
  • Muskelaufbau
  • Zusammenspiel von Nerven und Muskeln
  • Wie werden Bewegungen erlernt
  • Wie können Trainer Feedback geben
  • Was ist Training
  • Trainingsprinzipien
  • Trainingsplanung
  • Verschiedene Arten von Kraft
  • Auf und Abwärmen
  • Stretching
  • Wie funktioniert das Herz, Kreislauf
  • Wie entsteht der Puls
  • Anatomie
  • Knochen
  • Gelenke
  • Sportverletzungen
  • Sport mit Kindern und Jugendlichen
Aufgelockert wurde die Theorie mit einigen Praxiseinheiten. Die Dozenten haben es dabei immer wieder die Verbindungen auch zu Senioren- und Breitensport oder zur Arbeit mit Kindern hergestellt. Jeder bekam so Anregungen für seinen aktuellen oder zukünftigen Traineralltag. 

Besonders beeindruckt haben mich die Ringer aus der Gruppe, die im Rahmen der Kraftraum-Praxis-Einheit einige Übungen ohne Geräte gezeigt haben. Schwierig zu beschreiben, muss man gesehen haben. Das war wirklich stark. Würde ich ein Hallentraining machen, würde ich mir wirklich überlegen die Jungs mal einzuladen.

Die Praxiseinheit im Kraftraum wurde von Desirée Schwarz, der deutsche U23 Speerwurf Meisterin geleitet. Dabei musste ich lernen, dass die Kniehebe Übung im Dippständer (diese), die ich immer primär für den Bauch gemacht habe, totaler Quatsch ist und viel zu sehr die Hüftbeuger trainiert. Gänzlich unnötig speziell für Radfahrer, die ja sowieso schon nach vorne gebeugt auf dem Rad sitzen. Das war ein Aha Moment.

Die Einheit "Kinderschutz im Verein" war wichtig und prinzipiell auch gut. Der Vortrag war aber unstrukturiert und ist immer wieder abgeglitten zu negativen Anekdoten aus der Sozialarbeiter-Praxis und hat mir viel zu wenig konkrete Beispiele und Handlungsempfehlungen in Verbindung mit der Vereinsarbeit geliefert. Wer ab und an Zeitung liest und über etwas gesunden Menschenverstand verfügt, konnte nichts Neues lernen. 

Der Rechtsanwalt, der den Vortrag über Sport- und Haftungsrecht hielt, hat am Ende hoffnungslos überzogen. Schluss sollte um 12:00 sein, als ich um 12:20 gegangen bin, war noch lange nicht Schluss. Jeder Dozent hält natürlich sein Fachgebiet für ganz besonders interessant und wichtig. Einige rechtliche Grundlagen zu vermitteln ist auch sicher notwendig um konkretere Sachverhalte für die Arbeit im Verein abzuklären, dass wäre aber auch kompakter oder zumindest ohne Überziehen möglich gewesen.

Gefehlt hat meiner Meinung nach ein Baustein zur Doping Prävention. Aber vielleicht habe ich da als Radsportler ja eine singuläre Meinung dazu und andere Sportarten haben da keine Probleme. In dem Fall hätte eine Sportart spezifische Problematik in einem Sparten übergreifenden Grundlagenseminar natürlich mit Recht nichts zu suchen.

In den nächsten Tagen werde ich jetzt noch eine Hausarbeit bearbeiten, Umfang fünf bis acht Seiten. 

Und Mitte Oktober fängt schon die fachspezifische Ausbildung in Kaiserslautern an. .. Ich werde berichten.

Donnerstag, 25. September 2014

Martin versus Wiggins oder Rennen versus Training

War das ein spannendes Zeitfahren um den Weltmeistertitel in Ponferrada! Dieses Jahr mit dem glücklicheren Ausgang für Bradley Wiggins, der 26,23 Sekunden schneller als Tony the German Panzerwagen Martin und 40,64 Sekunden vor dem Niederländer Dumoulin war. Die ersten Zwischenzeiten haben auf einen vierten Erfolg in Serie für Martin hoffen lassen, aber schnell wurde klar, dass es schwierig sein würde, Wiggins zu schlagen. Ich habe ja bis zum letzten Meter gehofft, das Tony Martin das Ruder mit einem furiosen Schlussspurt noch mal herumreissen kann, aber nein, es hat nicht gereicht.


Tony Martin, seine Trainer und Berater werden sich in den nächsten Tagen ohne Frage auf die Suche nach den verlorenen Sekunde machen. Interessant in diesem Zusammenhang ist das sehr unterschiedliche Rennprogramm das Martin und Wiggins 2014 absolviert haben.

Die klassische Straßenradsport Saison läuft ungefähr so ab: Im Winter werden Basis-Kilometer gesammelt. Grundlagenausdauer, lang, flach und vor allem viel. Ab Februar wird dann nicht mehr trainiert, sondern es werden Rennen gefahren, und zwar so oft wie möglich. Rennen, Rennen, Rennen. Die sollen dann die Form bringen. Rennhärte. Dazu benötigt man die Konstitution eines Pferdes. Friss oder stirb. Gut, das ist vielleicht überspitzt, aber im Prinzip hat man es früher so gemacht. Und auch heute gilt vielfach noch, jedes Rennen ist besser als Training.

Ein Blick auf ProCyclingStats zeigt dass Martin eher dieses klassische Programm mit 84 Renntagen und 12.300 Kilometer gefahren ist. Darunter die Tour de France und die ersten beide Wochen der Vuelta. Die "Sommerpause" (keine Rennen) zwischen Tour und Vuelta betrug rund vier Wochen. Er hat in den letzten Tagen mehrfach erwähnt, dass er sich müde fühlt. Kein Wunder bei dem Programm.

Wiggins ist hingegen 2014 an 47 Renntagen 7074 Kilometer gefahren. Darunter sechs einwöchige Rundfahrten (Andalusien, Tireno-Adriatico, Giro del Trentino, Kalifornien, Tour de Suisse, Tour of Briton), aber keine Grand-Tour und nur zwei Rennen zwischen den nationalen Meisterschaften am 29. Juni und dem Start der Tour of Briton am 07. September, den Prudential Ride London am 10. und den GP Ouest France am 31. August.

Wenn man erst nach der für Wiggins desaströsen Tour de Suisse Mitte Juni anfängt zu zählen, ist er mit gerade mal 13 Renntagen in den Beinen Zeitfahr-Weltmeister geworden!

Oder nehmen wir Chris Horner, der 2013 mit 42 Jahren die Vuelta gewonnen hat, ältester Grand Tour Sieger aller Zeiten. Er hatte 2013 lediglich Tirreno-Adriatico im März bestritten, ist dann bei der Katalonien Rundfahrt auf der zweiten Etappe ausgestiegen und ist erst im August zur Tour of Utah wieder aufgetaucht um danach die Vuelta zu gewinnen. (Es kann natürlich sein, dass ProCyclingStats nicht alle Rennen listet, bzw. nur die Großen.)

Meine eigene Erfahrung dazu: 2013 bin ich nur ein einziges Rennen gefahren, die Bergmeisterschaft im Homburg. Ich hatte insgesamt weniger Kilometer als 2014, habe mich aber gezielt nur auf dieses eine Rennen vorbereitet. 2014 hatte ich viel mehr Kilometer, bin mehr Rennen gefahren, hatte aber auch mehr Ziele und dementsprechend versucht, nicht nur einen, sondern mehrere Form-Höhepunkte zu haben. Und das ging rückblickend nicht gut, zumindest war ich in Homburg 2014 nicht schneller als 2013.

Damit kommen wir zu der eigentlichen Frage. Ist es bei der zielgerichteten Vorbereitung auf ein wichtiges Event besser auf Rennen zu verzichten und statt dessen zu trainieren?

Der Vorteil von Rennen ist, dass es dort leichter fällt, an die Grenze zu gehen und mal so richtig im roten Bereich zu fahren. Es kann aber genau so gut sein, dass man die Gruppe verpasst, im Hauptfeld festsitzt und frisch ins Ziel fährt. Wenn man den Erfolg nicht dem Zufall überlassen möchte und einem minutiösen Trainingsplan folgt, kann es besser sein, zu trainieren statt Radrennen zu fahren . Vielleicht stehen strukturierte Intervalle in einem ganz bestimmten Belastungsbereich auf dem Plan, dass wäre in einem Rennen schwierig umzusetzen. Weniger kann also durch aus mehr sein.

Also gilt jetzt Training statt Rennen, Rolle statt Asphalt, kurz und hart statt lang und ruhig?

Nicht unbedingt, das passt bei der Vorbereitung auf ein Zeitfahren besser als bei der Vorbereitung auf ein Strassenrennen. Auch werden erfahrene Rennfahrer, die wissen wie man sich im Feld bewegt und wie man Rennen fährt, eher auf solche verzichten können wie Rennfahrer, die das noch nicht vollständig beherrschen. Für wen aber der Spass am Wettkampf wichtiger ist als ein einzelnes Ergebnis, der soll Renen fahren. Denn Eines steht auch fest, Spass macht solch ein striktes Trainingsregime wahrscheinlich nicht.

Sonntag, 21. September 2014

Videos

In meiner digitalen Internet Fundsachen Ablage haben sich mal wieder einige Videos angesammelt.

Enjoy!

Am 30. August fand das zweite "Red Hook Crit Barcelona" statt. Das sind Rennen die mit Bahnrädern (starrer Gang, keine Bremsen) gefahren werden und die ihren Ursprung in der Bike-Messenger Szene haben. Inzwischen gibt es das Rennen in drei Städten, New York, Barcelona und Mailand. Sehr cool.

Mehr hier, hier und hier. Hier die Event Homepage.

Nicht nur Peter Sagan kann Wheelies:

 

Sehr interessant die Erkundung des Zeitfahrkurses der Spanienrundfahrt durch Specialized. State of the Art.


Noch mehr Vuelta, anderer Blickwinkel:



Was zum lachen. Mit Phil the Thrill, über dessen Buch ich hier geschrieben habe. Ich hoffe wirklich dass sein Vertrag verlängert wird und er auch 2015 für Garmin Sharp fahren wird.



Und zum Schluß ein Portrait über Alessandro Zanardi, den ehemaligen Formel 1 Fahrer, der 2001 bei einem Lauf der Champ Car Meisterschaft bei einem Unfall auf dem EuroSpeedway Lausitz schwer verunglückte und dabei beide Beine verlor. 2012 wurde er zweifacher Paralympics Sieger mit dem Handbike. Das BMW Emblem auf dem Helm in der letzten Einstellung ist grotesk, ansonsten aber ein toller Film.

TOUCH THE SKY from tim hahne on Vimeo.

Update 22.09.2014:
Und dann war da noch das Interwiev mit Greg Lemond auf CyclingTips, lesenswert auch der Text dazu und hier gehts zu Teil 2.

Freitag, 19. September 2014

51,115

Was für ein Spektakel! Was für eine Leistung! 51,115 km in einer Stunde! Weltrekord!
Mir gehen die Ausrufezeichen aus. In einem Atemzug mit den Größten des Radsports genannt zu werden. Coppi, Anquetil, Merckx, Boardman, ... Voigt. Herrlich, ich fand es toll. Auch wenn heute schon wieder der ein oder andere Miesepeter das Haar in der Suppe gesucht hat. Für alle anderen, die sich davon nicht beeindrucken lassen und die Show gestern verpasst haben, hier die Stunde des Jens Voigt, ohne Angermann Kommentar. Das Video aus dem UCI Youtube Channel ist  in Deutschland allerdings gegeof**kt, ihr müsst also einen Proxy-Server oder Proxy Dienst bemühen, z.B. hier.


Schöne Bilder, natürlich, auch auf der Trek Factory Racing Seite.

Donnerstag, 18. September 2014

Saison beendet

Vergangenen Sonntag habe ich den letzten Wettkampf für dieses Jahr bestritten. Ein Sprintdistanz Triathlon. Mit Beckenschwimmen. 300 Meter. Das kam mir entgegen, da konnte ich im Wasser nicht allzu viel Zeit verlieren. Es ging dann auch tatsächlich besser als erwartet und ich bin nach 3:25 aus dem Wasser gestiegen. Weiter in die Wechselzone, Helm an und verschließen, Brille an, Rad nehmen und bis zum Ende der Wechselzone laufen. Und diesmal hat der Wechsel auch wie eine Eins geklappt. Ich bin im Lauf auf das Rad gesprungen und bin mit den Füßen direkt in die Schuhe gekommen. Normalerweise stellt man sich zuerst auf die Schuhe, fährt ein Stück, zieht den einen Schuh an, fährt wieder ein Stück und zieht den andern an. Direkt IN den Schuhen zu landen ist da um einiges eleganter.

Die Radstrecke in Bad Sobernheim ist eine weitgehend flache fünf Kilometer lange Wendepunktstrecke. Nicht so schön, das bedeutet nämlich acht mal auf Null abzubremsen und wieder anzutreten. Ansonsten geht es nur geradeaus, einige leichte Wellen sind zu "überwinden", technisch anspruchslos. Ich bin vielleicht etwas zu verhalten angegangen, konnte dafür aber jede Runde etwas schneller werden (7:04, 7:03, 6:56, 6:51).

Leider besteht der Dreikampf nicht aus Schwimmen, Wechseln und Radfahren sondern aus vier Disziplinen. Nach dem Radfahren muss man nämlich unnötigerweise auch noch laufen. Und das ist in Bad Sobernheim besonders unangenehm. Es sind fünf Runden à einem Kilometer über Wiese, Schotter, Asphalt und Pflastersteine zurückzulegen. Dabei geht es auch noch dauernd um die Ecke. Aber auch das ging ganz gut und ich wahr gleichmäßig unterwegs (3:56, 3:55, 3:52, 3:54). Die Pace in der letzten Runde war etwas langsamer, 4:04, was daran gelegen hat, dass der Versuch die letzten Reserven zu mobilisieren eine ungünstige Auswirkung auf die Kombination aus Banane, Muffin, Energy-Gel, Wasser, Isostar-Zeug und Rote Beete Konzentrat in meinem Magen hatte. Ihr könnt euch denken was passiert ist, es musste raus. Dabei hat besonders letztere Ingredienz mal wieder für eine ungewöhnliche Farbe gesorgt. Das war wirklich skurril,  aber zumindest ging es mir im Ziel gut.

Das alles zusammen reichte am Ende für eine Zeit von 54:04 (rund 90 Sekunden weniger als 2013 auf der gleichen Strecke) und einen zweiten Platz. Gewonnen hat mein Vereinskollege Alexander Sutschet in 53:29.

Die Liga Mannschaften des Trisport Saar Hochwald haben sich, wie nicht anders erwartet auch ohne mich (oder gerade deswegen?) in Remagen beim Rhein-Ahr Triathlon über die olympische Distanz hervorragend geschlagen. Die erste Mannschaft, die in der ersten RTV Liga gestartet ist konnte alle vier Wettkämpfe gewinnen und startet 2015 in der Regionalliga. Die zweite ("meine") Mannschaft hat mit zwei ersten und zwei zweiten Plätzen die zweite RTV Liga für sich entschieden und wird 2015 somit in der ersten RTV Liga antreten. Damit aber nicht genug, Jonathan Marx und Thomas Schütz haben die Einzelwertungen der ersten, respektive zweiten RTV Liga für sich entschieden.

Das war ein wirklich erfolgreiches Wochenende für den TSSH (Tri-Sport Saar Hochwald)! Bravo an alle!!

Wie geht es jetzt weiter? Erst mal ist weniger Training angesagt, mehr Espresso-Touren, keine Intervalle (gut, vielleicht eine Jagd nach dem ein oder anderen KOM). Daneben werde ich mir die Zeit nehmen und die Saison Revue passieren lassen (was war gut, was war schlecht), erste Pläne für 2015 schmieden und anfangen das (Winter-) Training zu planen. Daneben fange ich am kommenden Wochenende mit dem ersten Lehrgang zur C-Trainer Lizenz Radsport an. Über all das werde ich berichten, neben all den anderen Dingen die ich auf meiner Themenliste habe. Langweilig sollte es also auf keinen Fall werden.

Links:
Ergebnisse Bad Sobernheim
Strava Swim, Bike, Run Bad Sobernheim
Ergebnisse Remagen
Bericht auf STU Seite über Remagen

Dienstag, 16. September 2014

Taiwan KOM Challange

Seit gestern (15.09.2014) kann man sich für die diesjährige Ausgabe der Taiwan KOM Challenge melden. Dieses Rennen findet seit 2012 statt und führt über 105 km von Meereshöhe bis auf 3.375 Meter. Die ersten 18 km sind neutralisiert, danach steigt die Straße mit durchschnittlich sieben Prozent, um auf den letzten sieben Kilometern mit durchschnittlich 17%  und an den steilsten Stellen mit 27% die fehlenden Höhenmeter zu überwinden. Was für ein Rennen. Dem Sieger gebührt wahrlich der Titel des "King of the Mountain".

Dieses Jahr wurde das Preisgeld verfielfacht. Der Sieger wird eine Million Taiwan Doller bekommen, das sind etwa 25.600 Euro. Die beste Frau bekommt 200.000 Taiwan Dollar. Erstmalig werden dieses Jahr Dopingkontrollen durchgeführt. Preisgelder werden erst nach bestandenen Tests ausgezahlt und in der Vergangenheit auffällige Fahrer dürfen nicht starten. Das sollte einen fairen Wettbewerb begünstigen. Dieses Jahr hat der Veranstalter auch Gewinner der Bergpreise der Grand Tours und viele weitere namhafte Profis aus der World Tour und der Asia Tour eingeladen.

105 km nur bergauf, von null auf 3.375 Meter. Und dazu eine atemberaubente Landschaft. Zwischen Start und Ziel werden fast alle Klimazonen duchfahren. Was für eine Herausforderung. So exotisch. China! Ich habe sogar schon geschaut, was Flüge nach Taiwan kosten. Das wäre doch mal was. Oetztaler fahren inzwischen ja viele, die Taiwan KOM Challange wäre wirklich nach meinem Geschmack.

Erwähnenswert ist auch, dass die Veranstaltung Teil des Taiwan Bike Festivals ist, das wiederum Teil eines größeren Plans ist, der u.a. vorsieht, die Anzahl der Radwege zu erhöhen, einen öffentlichen Radverleih zu etablieren und eine große Anzahl von Fahrrad bezogenen Aktivitäten für alle Altersklassen und Fähigkeiten zu organisieren. Letztendliches Ziel ist eine umweltfreunlichere und nachhaltigere Verkehrsinfrastruktur und eine Entwicklung des Tourismus in diesem Gebiet.




Mehr Infos:
Gute Artikel über die 2013er Ausgabe mit vielen Bildern auf Cyclingtips, PezCycling und nochmal PezCycling.
Die offizielle Seite
Das Segment auf Strava und auf Veloviewer